Arbeitslosenquote des Kreises aktuell bei 4,5 Prozent

Coronavirus-Pandemie schlägt sich auf Arbeitsmarkt nieder

Im September waren im Kreis Bergstraße 6.733 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen somit um 66 Personen, dies entspricht einem Minus von 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Arbeitslosenzahl allerdings um 1.818 Personen und damit um 37 Prozent. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag im Kreis Bergstraße bei 4,5 Prozent. Im Vorjahr waren es 3,3 Prozent gewesen. Für Gesamt-Sudhessen liegt sie laut Auskunft der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) bei 5,4 Prozent.

Arbeitsmarkt deutlich unter Druck

„Der Shut-Down und die Unterbrechung von Lieferketten im März und April hatten den Arbeitsmarkt deutlich unter Druck gesetzt“, so Landrat Christian Engelhardt. „Auch, wenn sich der Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahresmonat nun ganz leicht erholt hat – die wirtschaftlichen Schieflagen in anderen Ländern, die Kaufzurückhaltung hierzulande und die Unsicherheit, die vielerorts mit Blick auf eine mögliche weitere Zuspitzung der Coronavirus-Szenerie besteht, werden sich auch in den kommenden Monaten eher negativ auf die Ökonomie auswirken. Auch bei uns im Kreis Bergstraße.“ Das empfänden auch eine Vielzahl von Unternehmen so. In den vergangenen Monaten habe er selbst und die Wirtschaftsförderung Bergstraße in intensivem Kontakt mit Vertretern der hiesigen Wirtschaft sowie des Finanzwesens gestanden, um über die Lage und Bedürfnisse der Unternehmen vor Ort informiert zu sein.

Förder- und Unterstützungsprogramme

„Unser Ziel ist es, dass die Bergsträßer Unternehmen bestmöglich durch die Krise kommen. Wir werden dabei mitwirken, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben und Unternehmen weiterbestehen“, so Engelhardt. „Die bestehenden Förder- und Unterstützungsprogramme von Bund und Ländern sind ein gutes Instrument, dieses Ziel zu erreichen. Ich selbst hatte über mein Netzwerk aktiv an der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für die hessischen Programme mitgewirkt“, so der Landrat. Der Wirtschaftsförderung Bergstraße sei er sehr dankbar für ihre intensive Arbeit, insbesondere für die konkrete Unterstützung und die Beratungsangebote, die den Firmen aktuell seitens der WFB zur Verfügung stünden.

Online-Serviceportal NWdigital am Netz

„Die verhaltene wirtschaftliche Lage wird sich in den kommenden Monaten auch stärker auf den Bereich des SBG II auswirken“, betont die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die für das kommunale Jobcenter Neue Wege zuständig ist. Daher bewährt sich, dass das Bergsträßer Jobcenter im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie bestmöglich aufgestellt ist, unter anderem durch die fortschreitende Digitalisierung. „Seit August ist das Online-Serviceportal NWdigital auf der Internetseite von Neue Wege aktiv geschaltet“, erklärt Stolz. Die Arbeitssuchenden hätten damit die Möglichkeit, fehlende Unterlagen über das Online-Dokumentenportal bequem von zuhause einzureichen. Sie können zudem einen Wunschtermin am Servicepoint online zu buchen sowie einen SGBII–Erstantrag online zu stellen. Von diesen Möglichkeiten werde gut Gebrauch gemacht. „Dies erleichtert beiden Seiten die Arbeit und es reduziert ganz nebenbei die Infektionsgefahr“, so die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz. (kb)

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