Arbeitslosenzahlen im Kreis Bergstraße fallen erneut

Ideenreichtum und Innovationswille senken Arbeitslosigkeit

Die Corona-Pandemie stellt die Wirtschaft in Deutschland und weltweit auf eine harte Probe. Umso überraschender waren die Erkenntnisse aus der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK Darmstadt bei Betrieben in Südhessen: So zeichne diese Umfrage laut Matthias Martiné, Präsident der IHK Darmstadt, ein differenziertes, aber gleichzeitig auch sehr robustes Bild der Wirtschaft in Südhessen. Zwar sind einige Bereiche wie der Einzelhandel, die Gastronomie und die Kulturszene immer noch stark von den pandemiebedingten Schließungen betroffen, die anderen wirtschaftlichen Zweige stabilisieren sich hingegen und nehmen sogar langsam wieder an Fahrt auf – so auch im Kreis Bergstraße. Dies liegt aus Sicht des Bergsträßer Landrats Christian Engelhardt nicht zuletzt an dem kreativen und innovationsorientierten Umgang der Bergsträßer Firmen mit der Pandemie. „Die Unternehmen im Kreis Bergstraße waren von Anfang an unheimlich flexibel. Viele haben sich frühzeitig und zügig auf die neuen Bedingungen eingestellt“, betont Engelhardt.

Lösungsorientiertes Engagement

So habe zum Beispiel eine Firma im Weschnitztal ihre Produktion von Gin auf Desinfektionsmittel umgestellt und biete zudem in verschiedenen Testzentren im Kreis Corona-Antigen-Schnelltests an. Messebauer hätten sich beispielsweise auf die Herstellung von „Spuck-Schutz“-Schilden spezialisiert. „All dieser Ideenreichtum und das lösungsorientierte Engagement haben sich auch auf die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen der vergangenen Monate im Kreis Bergstraße durchaus positiv ausgewirkt“, ist der Bergsträßer Landrat überzeugt.

April-Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozent

So ist die April-Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße im Vergleich zum Vormonat von 4,2 Prozent auf 4,0 Prozent gefallen. Zudem liegt der Kreis Bergstraße auch im April mit einer Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent und 1,9 Prozent im SGB-II-Bereich wieder unter der südhessischen Durchschnittsquote von 5,2 Prozent und 3,0 Prozent im SGB-II-Bereich. „Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass sich die Corona-Pandemie bis jetzt recht moderat auf die Arbeitslosenzahlen in unserer Region ausgewirkt hat“, hebt die Erste Kreisbeigeordnete und für das Kommunale Jobcenter Neue Wege zuständige Dezernentin Diana Stolz hervor. „Darüber hinaus leistet unser Jobcenter ‚Neue Wege‘ hervorragende Arbeit und unterstützt seine Kundinnen und Kunden in der besonderen Situation wo es nur kann. Dazu zählt für uns auch eine schnelle Leistungsgewährung für alle Anspruchsberechtigten, damit diese sich in dieser herausfordernden Zeit nicht noch in diesem Bereich Sorgen machen müssen.“ Darüber hinaus habe die schnellstmögliche Vermittlung der Kundinnen und Kunden, die aufgrund der Corona-Situation ihren Arbeitsplatz verloren haben, oberste Priorität, so Stolz.

Home-Office und Schnelltests

„Damit die Wirtschaft sich in allen Bereichen wieder stabilisieren kann und die Menschen, die ihre Arbeit pandemiebedingt verloren haben, zeitnah wieder eine Stelle finden können, ist es essentiell, dass wir so schnell wie möglich aus der Pandemie rauskommen“, weiß Christian Engelhardt. Wichtige Maßnahmen dafür würden im Arbeitsbereich das Arbeiten im Homeoffice und die Schnelltests darstellen. So könnten Mitarbeitende durch Homeoffice-Lösungen ihre Kontakte noch stärker reduzieren. Schnelltests könnten zudem dabei helfen, Infektionsketten schnellstmöglich zu kappen.

In die Schnelltests setzt Landrat Engelhardt jedoch noch weitere Hoffnung – ähnlich wie viele andere Menschen auch. „Die Schnelltests könnten später auch ein wichtiges Instrument sein, um zu gegebener Zeit den Einzelhandel, die Gastronomie sowie die Kulturbetriebe vorsichtig und mit Augenmaß wieder zu öffnen“, so Engelhardts Hoffnung für die Zukunft. (kb)

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