Erste Förderbescheide an Kulturschaffende ausgehändigt

Kreis Bergstraße unterstützt mit 100.000 Euro Veranstaltungen und Kultureinrichtungen

Die ersten Förderungsbescheide für Veranstaltungen und Kultureinrichtungen konnte Landrat Christian Engelhardt am heutigen Nachmittag (10.) in Bensheim übergeben. Unser Bild zeigt von links Harry Hegenbarth (Showmaker Entertainment), Corinna Simeth, (Kreis-Abteilung Grundsatz und Kreisentwicklung) Landrat Christian Engelhardt und Martina Wagner vom Musiktheater Rex.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind immens und führen auch in der Region viele Unternehmen in eine Krise. Stark betroffen ist unter anderem der Sektor Kulturschaffende, der aufgrund Corona so gut wie keine Veranstaltungen durchführen konnte. Entsprechend hat der Kreis Bergstraße die Unterstützung der Kulturhäuser und der Kulturveranstaltungen auf Kreisebene während der Corona-Pandemie beschossen. Hierzu wurden außerplanmäßige Aufwendungen von bis zu 100.000 Euro bewilligt. Am heutigen Freitagnachmittag (10.) konnte Landrat Christian Engelhardt die ersten Bescheide an die Agentur Showmaker Entertainment von Harry Hegenbarth und an das Musiktheater Rex, vertreten von Martina Wagner, in Bensheim übergeben.

Kultur hebt Lebensqualität an

„Die Kultur hat im Kreis Bergstraße seit Jahrzehnten einen hohen Standard, hängt aber in vielen Bereichen von Einzelpersonen ab. Tausende von Bürgern nutzen diese Angebote, welche die Lebensqualität in unserer Region anheben. Wir wollen, dass die Veranstalter auch noch im nächsten Jahr da sind“, verdeutlichte Landrat Christian Engelhardt bei der Aushändigung der ersten Bescheide des Kreises Bergstraße. Die Unterstützung enthält praktisch zwei Programme. Zum einen die eigentliche Förderung und zum anderen verpflichtet sich im Gegenzug der Geförderte zur vertraglichen Gegenleistung, wie Werbung und die Abgabe von Gutscheinen. Die Gutscheine werden auf Vorschlag der kreisangehörigen Kommunen an Personen verteilt, die sich im Zusammenhang mit der Pandemie sozial engagiert haben. Für die Anwesenden kein Problem. So konnte Corinna Simeth, von der zuständigen Kreis-Abteilung Grundsatz und Kreisentwicklung, schon vor Ort entsprechende Gutscheine vom Musiktheater Rex entgegennehmen.

Dank für Unterstützung

Die Höhe der Unterstützung beläuft sich auf 5.000 Euro je Veranstaltung beziehungsweise 10.000 Euro je Kultureinrichtung. Sechs Festivals organisiert Harry Hegenbarth im Kreis Bergstraße, die nun in diesem Jahr alle auf Eis liegen und der sich für die finanzielle Unterstützung aber auch für die Begleitung während der Pandemie ausdrücklich bei Landrat Engelhardt bedankte. „Es war für uns ein schockierendes Erlebnis. Aber von Beginn an wurden wir Kulturschaffende begleitet, es wurde nachgefragt, auch in Videoschaltungen. Das kannte ich so nicht. Wir waren nicht alleine“, so Hegenbarth. Auch für sein Unternehmen sei es sehr wichtig, dass der Kreis einsprang, zumal die Art der Organisation seiner Events mit freiem Eintritt von den Förderrichtlinien des Landes Hessen nicht erfasst wird. „Hier können nur Fixkosten geltend gemacht werden“.

Neustart im „Rex“ am 14. August

„Wir geben nicht auf. Wir sind aber auch unseren treuen Kunden für deren Unterstützung sehr dankbar“, ergänzte Martina Wagner. Den Neustart mit Indoor-Veranstaltungen plant das Musiktheater Rex aktuell ab 14. August mit verschobenen und neuen Events. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelungen werden die Veranstaltungen zunächst mit bis zu 200 Besuchern geplant. Die bisher erworbenen Eintrittskarten sind gültig. Bereits an diesem Samstag (12.) geht, zwischen 11 Uhr und 15 Uhr, ein Frühschoppen mit der Heidelberger Band “Doors Reloaded” und „Flamm-Lachs“ für das leibliche Wohl auf der Terrasse vom Rex über die Bühne.

Weitere Aktionen nicht ausgeschlossen

Auch Harry Hegenbarth schließt derzeit hinter den Kulissen, zur Ergänzung seiner bisherigen Aktionen, wie beispielsweise „Heimway“ statt Maiway, No Show Tickets oder den Verkauf von originellen T-Shirts, weitere kleine Events nicht aus. Nicht einfach ist hierfür allerdings die Wahl der geeigneten Veranstaltungsorte. „In den meisten Fällen passt die Infrastruktur des Geländes nicht zu den derzeitigen Richtlinien“, so Hegenbarth.

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