Ethereum eine Alternative zum Bitcoin?

Ethereum & Co erobern Hessen

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Wann immer der Begriff Kryptowährung fällt, denkt beinahe jeder an den Bitcoin. Das liegt vor allem daran, weil der Bitcoin die Geburtsstunde der Kryptowährungen markiert und somit im Grund die Mutter aller Kryptowährungen ist. Die darauf folgenden Altcoins kamen erst nach und nach auf den Krypto-Markt. Das bedeutet aber keineswegs, dass der Bitcoin die einzige interessante Investitionsanlage ist.

Der Ethereum ist eine denkbare Alternative zum Bitcoin, denn diese digitale Währung hat die zweithöchste Marktkapitalisierung. Die interne Kryptowährung wird Ether (ETH) genannt. Wer gerne mit Ether handeln möchte, der benötigt ein passendes Ethereum Wallet. Wahrscheinlich erobert Ethereum die Hessen, weil es sich hier um die sicherste Kryptowährung überhaupt handelt. 

Vorteile von Ethereum

Klar im Vorteil ist der Ether dem Bitcoin gegenüber in Sachen Geschwindigkeit der Transaktionen. Es kann mehrere Minuten dauern, bis ein Bitcoin bestätigt ist. Ein Ethereum Block ist dagegen in wenigen Sekunden bestätigt. Natürlich sind auch die Bitcoin Transaktionen nicht langsam, aber dennoch ist die Geschwindigkeit von Ethereum Transaktionen deutlich schneller. Dies kann ein entscheidender zukünftiger Faktor sein, der positive Auswirkungen auf die Kursentwicklung haben könnte. Was die langfristige Entwicklung angeht, so ist bereits jetzt der Ethereum Kurs deutlich besser als der vieler anderer Altcoins. 

Ein weiterer Unterschied zwischen Bitcoin und Ethereum

Während es sich beim Bitcoin um eine deflationäre Währung handelt, ist der Ethereum eine inflationäre Währung. Der Erfinder des Bitcoin Satoshi Nakamoto hat die Anzahl der Bitcoin von vornherein auf 21 Millionen Stück begrenzt. Diese Begrenzung gibt es bei Ethereum nicht. Zwar ist der Fakt eher gegenüber dem Bitcoin ein Nachteil, doch bedeutet das keineswegs, dass es nicht lohnenswert ist, Ethereum zu kaufen. Schließlich hat auch die deflationäre Währung gewisse Nachteile. Wie stark dieser Faktor bei einer Anlage gewertet wird, hängt hier wohl am ehesten vom persönlichen Ermessen ab. 

Eine Besonderheit des Ethereum

Beim Ethereum beruht das gesamte System auf sogenannten Smart Contracts. Unumstritten handelt es sich hier um einen der größten Trends der Digitalisierung, obwohl viele nicht wissen, was es damit eigentlich auf sich hat. Smart Contracts sind digitale Verträge. Sie basieren auf Computerprotokollen und sie erfüllen sich selbst nach dem Abschluss. Smart Contracts sind dadurch effizienter und günstiger als herkömmliche Verträge. Nach wie vor ist Ethereum die populärste Plattform für den Abschluss solcher Smart Contracts. Ein deutlicher Unterschied zwischen dem Bitcoin und dem Ethereum liegt also genau in diesen Smart Contracts. Während Bitcoin als Währung entwickelt wurde, dient der Ethereum dagegen eher dem Abschluss von Verträgen. 

Die Tauschmöglichkeit

Falls man bereits eine Kryptowährung erworben hat, so ist es durchaus möglich, zum Beispiel Ethereum in Bitcoin tauschen. Dafür stehen diverse Exchange Portale zur Verfügung, die diesen Prozess unterstützen. Allerdings kann dieser Prozess, obwohl er eigentlich sehr einfach in der Handhabung ist, mit einigen Risiken verbunden sein.

Um diesen Tausch zu initiieren werden die Angebote verschiedener Interessenten auf dem Portal zusammengebracht. Auf diese Weise soll sich dann der passende Tauschpartner finden. Sobald sich die Tauschenden einig sind, beginnt die Abwicklung des Vorgangs und an die neuen Besitzer werden die entsprechenden Codes übertragen. Nachteilig bei dieser Vorgehensweise ist allerdings, dass es eine Menge Zeit in Anspruch nehmen kann, bis das passende Tauschangebot gefunden wurde. Außerdem ist für eine Tauschaktion ein Konto bei einem Exchange Portal unumgänglich. Hier werden die Codes für den Tausch bereitgestellt. Daraus resultiert zumindest kurzfristig ein deutlich erhöhtes Diebstahlrisiko. Das Risiko liegt einfach darin, dass Online Portale von außen angegriffen werden können. 

Die Entwicklung der Kryptowährungen

Das bisher erfolgreichste Jahr in Sachen Kryptowährung war das Jahr 2017. Hier lag sowohl der Bitcoin als auch Ethereum in einem starken Aufwärtstrend. Von unter 1000 USD steigerte sich der Bitcoin auf über 20.000 USD. Der Ethereum, der noch unter 10 USD lag steigerte sich auf über 600 USD. In vorderster Front absolvierte der Bitcoin unglaubliche Kurssprünge, so zeigte sich gerade in 2018 wie volatil die Währung ist. Auf Marktveränderungen reagiert die Kryptowährung besonders sensibel. Großen Einfluss auf die Kryptowährung haben nicht nur politische Ereignisse rund um die Akzeptanz der Kryptowährung, sondern auch technische Errungenschaften.

2018 dann der Einbruch, denn der Bitcoin Wert sank zu Beginn des Jahres deutlich. Anders stellte sich die Situation bei Ethereum dar, denn er erreichte im Januar 2018 sein historisches Hoch von über 1.000 USD. Allerdings erlitt der Kurs dann ebenfalls eine Talfahrt. 

So ist der aktuelle Stand

Noch immer ist der Bitcoin die bekannteste Kryptowährung und daher auch nach wie vor auch die wichtigste. In Sachen Marktkapitalisierung liegt der Bitcoin klar vor der Konkurrenz. Genauso verhält sich auch mit der Wertentwicklung. 2020 liegt die Marktkapitalisierung des Bitcoins bei knapp 200 Milliarden US-Dollar. Der Marktanteil von Ethereum liegt bei 24 Milliarden. Andere Kryptowährungen wie Tether liegen bei 8,2 Milliarden und Ripple bei 8 Milliarden. Gerade in der Corona-Krise und der damit verbundenen Schwächephase an den Börsen, sind wieder viele Leute bei den Kryptowährungen eingestiegen. Die volatilen Kurse machen es aber schwierig, genaue Zukunftsprognosen abzugeben.

In Hessen kann man noch kaum mit Bitcoin & Co einkaufen, es gibt aber in größeren Städten viele Stammtische und Veranstaltungen zum Austausch. Das Thema ist also in den Köpfen der Anleger aus Hessen. Man muss beobachten, wie es mit den Kryptowährungen jetzt weitergeht. (red)

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