GGEW AG beschließt Einstieg in Immobilienwirtschaft

„Herkunft im Herzen. Zukunft im Sinn“. Jahresbilanz 2019 vorgestellt.

Die Jahresbilanz 2019 stellte am heutigen Montagvormittag (6.) die GGEW AG vor. Unser Bild zeigt von links Dr. Michael Lomitschka (Kaufmännischer Bereichsleiter und Prokurist), Rainer Babylon (Bereichsleiter Vertrieb und Services und Prokurist), Uwe Sänger (Technischer Bereichsleiter und Prokurist), Vorstand Carsten Hoffmann, Florian Grob (Bereichsleiter Erneuerbare Energie) und Susanne Schäfer (Bereichsleiter Marketing und Kommunikation).

Die GGEW AG erweitert ihr Kerngeschäft. „Unser übergeordnetes Ziel ist „Eine GGEW“. Die neuen, zusätzlichen Geschäftsfeldern Immobilienwirtschaft und Quartiersentwicklung eröffnen unseren Kunden und uns ganz neue Perspektiven“, erklärte am heutigen Montagvormittag (6.) Vorstand Carsten Hoffmann bei der Bilanz-Pressekonferenz des südhessischen Energiedienstleisters. Zu den zukunftsweisenden Projekten zählt unter anderem auch das Geschäftsfeld Immobilien. „Ein logischer Schluss als Infrastrukturanbieter und eine strategische Änderung in der Wertschöpfung für die nächsten Jahrzehnte“, so Hoffmann.

Komfortpaket für die Kunden

Die Voraussetzungen für den Einstieg in die Immobilienwirtschaft schafften im vergangenen Jahr die Kommunen als Anteilseigner mit der Änderung der Satzung. Zudem forciert die GGEW auch weiterhin den Glasfaserausbau, wie zuletzt in Bickenbach und eine nachhaltige Quartiersentwicklung. Als Pilot für die Quartiersentwicklung mit einer zuverlässigen Versorgung aus einer Hand gilt aktuell das Neubaugebiet in Fehlheim. Neben der klassischen Versorgungsinfrastruktur bietet hier das GGEW beispielsweise auch Glasfaser-Internet, E-Mobilität, eine intelligente LED-Straßenbeleuchtung, Nahwärme oder sogar -E-CarSharing an, um nur einige Beispiele zu nennen. „Ein Komfortpaket für die Kunden“, erläuterte Carsten Hoffmann. Als Einstieg in den Immobilienbereich ist derzeit ein Mehrfamilienhaus in Bensheim in Planung.   

Erfolgreiches Jahr 2019

Unter dem Motto der Jahresbilanz 2019 „Herkunft im Herzen. Zukunft im Sinn“ nahm der Vorstand die Anwesenden mit auf eine GGEW-Reise. Trotz der Corona-Pandemie läuft das Unternehmen stabil und entwickelt sich auf dem Fundament eines starken bundesweiten Kundenstamms vom reinen Strom-, Gas- und Wasserdienstleister zum Anbieter von Energie-, Mobilitäts- und Telekommunikationsanbieter. „2019 war, gemessen an den wettbewerblichen und regulatorischen Herausforderungen, ein erfolgreiches Jahr. Wir haben eine Menge zukunftsweisende Projekte angestoßen und erfüllen die Ausschüttungserwartungen unserer Anteilseigner. Wir sind stolz auf unseren positiven Jahresabschluss, schauen aber sofort wieder nach vorne“, sagte Hoffmann.

Strategische Entscheidungen im Unternehmen

Zu den Projekten der erneuerbaren Energien zählen unter anderem PV-Freiflächenanlagen. Zwei weitere sollen noch dieses Jahr hinzukommen. Auf der Zielgerade ist dabei eine Solaranlage in Erbach-Lauerbach im Odenwald, mit der 400 Haushalte mit regenerativem Strom versorgt werden können und eine Erweiterung in Heppenheim. Auch beim Windparkprojekt Gahrenberg ist die technische Planung mit zehn Anlagen abgeschlossen. Erfreulich ist die Entwicklung der Besucherzahlen im Bensheimer Basinus-Bad und für den Badesee. Durch 412,500 Badegäste in 2019 summiert sich die Besuchszahl seit Eröffnung auf rund 5,3 Millionen. Positiv auch die Anzahl der Ladepunkte für die Elektromobilität. Mit 102 „Tankstellen“ befindet man sich hier auf Großstadtniveau. Letztendlich konnte das Unternehmen auch die Anzahl der Mitarbeiter um weitere zehn auf jetzt 230 steigern.    

18,7 Millionen für Modernisierung

Allein 18,7 Millionen Euro investierte das GGEW in die Modernisierung und Erweiterung ihrer Netze. Rein rechnerisch werden 85,410 Haushalte versorgt. Die gesamte Stromabgabe an Letztverbraucher lag bei 592 Millionen kWh, 1,252 Millionen kWh beträgt die Gasabgabe an den Endverbraucher, beim Wasser waren es 3,1 Millionen Kubikmeter. Im Geschäftsjahr wurde die im Jahr 2018 begonnene Fokussierung auf werthaltige Kundenbeziehungen fortgeführt, insbesondere bei den Industrie- und Gewerbekunden in der Strom- und Gassparte. Damit einhergehend sind die Umsätze, bei steigenden Kundenzahlen bei den Tarifkunden Strom und Gas, planmäßig rückläufig und liegen im Berichtsjahr bei 197,5 Millionen Euro (2018: 230,9 Millionen Euro).

Die Aktionäre des GGEW erhalten Konzessionsabgaben in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro. Als Dividende für das Geschäftsjahr 2019 schlägt der Vorstand eine Ausschüttung von insgesamt drei Millionen Euro vor, sodass sich Zahlungen an die Kommunen von insgesamt 7,7 Millionen Euro ohne Steuern ergeben.

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