Große Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in Bensheim geplant

Nächste Schritte: Baureife und Verträge mit der GGEW AG

Eine große Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf den städtischen Landwirtschaftsflächen neben der A 5 gegenüber der Autobahn-Rastanlage befürwortete in seiner jüngsten Sitzung der Magistrat der Stadt Bensheim. Unser Bild zeigt eine ähnliche Anlage des GGEW in Alsbach-Hähnlein. Bild © GGEW/Marc Fippel

Bis zum Jahr 2050 soll Bensheim klimaneutral sein: So das Ziel des Programms „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ der Stadt. Einen weiteren Beitrag dazu soll eine große Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf den städtischen Landwirtschaftsflächen neben der A 5 gegenüber der Autobahn-Rastanlage und östlich des Weges „An der Hartbrücke“ leisten. Der Magistrat befasste sich jetzt mit der weiteren Entwicklung des Solarprojekts. Die Zustimmung der beschlussfassenden Gremien vorausgesetzt, sollen nun das Bauleitverfahren durchgeführt sowie die Verträge mit der GGEW AG als zukünftigem Betreiber der Anlage ausgestaltet und geschlossen werden. Auch die Möglichkeit von Fördermitteln wird überprüft.

Hecken und Grünzug bleiben erhalten

Der bereits festgesteckte Rahmen sieht vor, dass Hecken und der Grünzug entlang der Autobahn beim Bau der Anlage erhalten bleiben und landwirtschaftlich eingeschränkt nutzbare Bereiche als Ausgleichsflächen genutzt werden. Die Anlage selbst soll so errichtet werden, dass die Beweidung, etwa durch Schafe, unter beziehungsweise zwischen den einzelnen Elementen möglich ist. Die nächsten Schritte umfassen nun eine genauere Untersuchung der gewählten Fläche – zum Beispiel im Hinblick auf den Naturschutz, geologische Besonderheiten oder das Vorhandensein von Kampfmitteln.

Zudem müssen juristische Fragen im Zusammenhang mit anderen geplanten oder angedachten Projekten geklärt werden, die möglicherweise den Bau der Photovoltaik-Anlage tangieren: etwa die Hochspannungstrasse, die ICE-Trasse oder der Ausbau der A 5. Auch das Potenzial möglicher Erweiterungsflächen wird geprüft. Vor diesem Hintergrund rechnet die Stadtverwaltung mit dem Abschluss der Projektentwicklungsphase bis Ende 2023.

Photovoltaik-Anlagen im Fokus

Umweltdezernent Adil Oyan: „Kleine Photovoltaik-Anlagen auf Bensheims Dächern, sogar auf Balkonen und Terrassen, tragen bereits jetzt in unserer von der Sonne verwöhnten Stadt zur umweltfreundlichen Energieversorgung bei und sind weiter in unserem Fokus. Die Freiflächen-Photovoltaik-Anlage ist nun ein weiterer Schritt in Richtung Klimaneutralität.“ Welchen Beitrag ein solches Projekt zur Klimabilanz einer Stadt leisten kann, zeigt die Photovoltaik-Anlage der Nachbarstadt Heppenheim: Hier werden bereits rund 750 Haushalte auf diese Weise mit klimafreundlich erzeugtem Strom versorgt. (ps)

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