Klares Bekenntnis: Sparkasse bleibt wohl in der Bensheimer Innenstadt

Bauvariante mit einem zusätzlichen Neubau am Berliner Ring vermutlich vom Tisch

seiner gestrigen Sitzung (12.) der Bauausschuss der Sparkasse ab und gibt dem Verwaltungsrat der Bank eine entsprechende Empfehlung mit auf dem Weg.

Ein klares Bekenntnis für eine vitale Innenstadt in Bensheim legte in seiner gestrigen Sitzung der Bauausschuss der Sparkasse Bensheim auf Vorschlag des Vorstandes ab und hat die aktuell zwei Varianten der möglichen Neubaupläne der Sparkasse weiter bewertet und einen eindeutigen, einstimmigen Beschluss gefasst: Die Sparkasse soll ihre Hauptstelle inklusive der Geschäftsstelle in der Bensheimer Innenstadt belassen und das Areal an der Bahnhof-/Neckarstraße entsprechend entwickeln. Das empfiehlt das Gremium dem Verwaltungsrat für seine am 19. März stattfindende Sitzung, teilte die Sparkasse Bensheim in einer heutigen Pressemeldung (13.) mit.

Ursprüngliche Planungen nicht umsetzbar

Die Sparkasse Bensheim plant seit 2016 im Rahmen einer zukunftsorientierten Gesamthausstrategie den Flächenbedarf der künftigen Hauptstelle des Kreditinstitutes. Ausgehend vom bisherigen Bestandgebäude gegenüber dem Bahnhof ist es erklärtes Ziel des Vorstandes, attraktive Beratungsflächen und Arbeitsplätze zu schaffen, die die deutlichen Veränderungen in der Finanzbranche berücksichtigen. Der im Architektenwettbewerb 2017 als Sieger gekürte Entwurf des Wiesbadener Büros Zaeske und Partner konnte hierbei aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden. Neben der aktuell überhitzten Preissituation in der Baubranche führten erhebliche verdeckte Mängel im Bestandsgebäude im August 2019 zur Entscheidung der Sparkasse, die aktuellen Planungen aufgrund „nicht mehr vertretbarer kalkulierter Gesamtkosten“ vorläufig zu stoppen.

Planungen seit September 2019

In dieser Planungspause wurde der Auftrag formuliert, eine Vielzahl bautechnisch möglicher Varianten zu erarbeiten, um diese anschließend intensiv zu bewerten. Dies führte auch zu der grundsätzlichen Empfehlung, dass derzeitige Bestandsgebäude abzureißen und das gesamte Areal umfassend zu entwickeln. Diese Weichenstellung steht hierbei im Kontext dann möglicher weiterer Gebäudeteile, die zum Beispiel für Wohnungen, moderne Bürokonzepte geeignet wären. Ziel der Sparkasse ist es, neben der Nutzung einzelner Gebäudeteile durch die Sparkasse auch Mieteinnahmen zu erzielen. Diese sollen die Ertragslage der Sparkasse im Kontext ihrer Strategie „Sparkasse 2024“ nachhaltig stabilisieren und verbessern.

Pressegespräch als Zwischenstand

„In unserem Pressegespräch Ende Februar haben wir die noch vorliegenden Möglichkeiten transparent dargelegt: Die Variante mit einer komplett innerstädtischen Umsetzung sowie die Variante mit einer Verlagerung von Teilen der Verwaltung und Beratung an den Berliner Ring“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Eric Tjarks am Rande der Sitzung des Bauausschusses. Hierbei sei die Variante mit einem möglichen Neubau am Berliner Ring auch aus finanziellen Gründen als Möglichkeit der Umsetzung einbezogen worden, so weiter aus Sparkassenkreisen.

Grundsatzentscheidung – weitere Weichenstellungen bis Mai

Nach weiteren Beratungen schlägt der Bauausschuss dem Verwaltungsrat einstimmig vor, die Planungsvariante außerhalb der Innenstadt nicht weiter zu verfolgen. Die Konzeption „Zusätzlicher Standort am Berliner Ring“ wird als nicht zielführend eingeschätzt, da neben weiteren Faktoren kein geeignetes Grundstück mit Baurecht verfügbar sei. Dieses Votum entspricht auch dem Vorschlag des Vorstandes der Sparkasse. „Es war uns wichtig, über die beiden verbliebenen Varianten zügig zu entscheiden – damit für Kunden, Mitarbeiter und Öffentlichkeit Klarheit besteht“, so Eric Tjarks.

Ob die weiter bestehende Option, bei der komplett innerstädtischen Umsetzung mit der Geschäftsstelle „Innenstadt“ in das in weiten Teilen leerstehende Neumarkt-Center zu ziehen, realistisch umsetzbar ist, soll von Seiten des Vorstandes und des Verwaltungsrates zeitnah bis Mai 2020 geprüft und entschieden werden.

Bauausschuss der Sparkasse Bensheim:

Der Bauausschuss der Sparkasse wurde konstituiert, nachdem im August 2019 die bisherigen Planungen für den Standort „Kundenberatungszentrum Bahnhofstrasse“ vorläufig gestoppt wurden. Er setzt sich aus vier Mitgliedern des Verwaltungsrates der Sparkasse zusammen und berät mit den begleitenden Architekten, Projektleitern, Fachfirmen für Baumanagement und dem Vorstand der Sparkasse aktuelle Entwicklungen. Mitglieder des Bauausschusses sind neben den beiden Bürgermeistern Rolf Richter (Bensheim) und Christian Schönung (Lorsch), Dr. Dirk Mahler und Achim Böhm (beide Mitglieder des Verwaltungsrates).

Definiertes Ziel ist es, in einem Zeitfenster von 6 bis 9 Monaten nach dem vorläufigen Planungsstopp mögliche Varianten zu bewerten und gemeinsam mit dem Verwaltungsrat über eine Umsetzungsvariante für das Bauprojekt der Sparkasse zu entscheiden. (red)

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