Krebstherapie Thema im Sanner Forum

Referent Dr. Jens-Peter Marschner beschäftigte sich mit Immunotherapie

Einen Expertenvortrag mit dem Titel „Neue Ansätze in der Krebstherapie“ hielt am gestrigen Donnerstagabend (12.) Facharzt Dr. med. Jens-Peter Marschner im Sanner Forum in Auerbach.

Rund 20 Zuhörer fanden sich am gestrigen Donnertagabend (12.) zu einem neuen Vortrag im Sanner Forum ein. Ob sich das Coronavirus auf die Besucherzahlen der normalerweise stärker frequentierten Veranstaltungen ausgewirkt hat, ist reine Spekulation, aber eben auch nicht auszuschließen. Auf dem Programm stand ein Vortrag von Facharzt Dr. med. Jens-Peter Marschner mit dem Titel „Neue Ansätze in der Krebstherapie“. Der Referent war beziehungsweise ist in der klinischen Forschung und Entwicklung verschiedener Firmen tätig und zehn Jahren auf die Immuno-Onkologie spezialisiert.

Haupttodesursache Krebs

Krebs gehört zu den Haupttodesursachen weltweit ebenso wie in Deutschland. Nach einer neueren Schätzung des Robert Koch-Instituts wurden 2016 in Deutschland rund 492.000 Krebserkrankungen diagnostiziert. Etwa die Hälfte der bösartigen Tumoren betrafen Brustdrüse (68.900), Prostata (58.800), Dickdarm (58.300) und Lunge (57.500). Für das Jahr 2020 wird eine Zunahme der neudiagnostizierten Krebserkrankungen auf rund 510.000 Erkrankungsfälle prognostiziert. Keine aufmunternden Zahlen und trotzdem haben viele Patienten Angst vor einer Therapie. „Die Chemotherapie hat aufgrund ihrer Nebenwirkungen keinen guten Ruf“, weiß der Experte und führte unter anderem Haarausfall, Übelkeit oder eine gestörte Blutbildung an.

Fortschritte in der Medizin

Wunderwaffen gibt es zwar nicht, allerdings hat die Medizin Fortschritte im Kampf gegen die Krankheit gemacht. So ging Dr. Marschner verstärkt auf sein Fachgebiet die Krebs-Immunotherapie ein und erläuterte den zielgerichteten Einsatz von Biomarkern als Basis für einen personalisierten zielgerichteten Behandlung. Die von dem Referenten als molekulare Whistleblower bezeichneten Biomarkern, die im Blut oder in Gewebeproben gemessen und bewertet werden können, sind schon heute ein fester Bestandteil von Diagnose und Behandlung. Die immunonkologische Therapie mit Antikörpern funktioniert anders als bisherige Krebsbehandlungen: Sie aktiviert das körpereigene Immunsystem und versetzt es in die Lage, Krebszellen wieder als solche zu erkennen und sie gezielt zu attackieren und abzutöten.

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