Neue Sparkassen-Hauptstelle wird deutlich kleiner

Sparkasse stellt weitere Weichen für Standort Innenstadt

Eine deutlich kleine Hauptstelle plant die Sparkasse Bensheim an ihrem bisherigen Standort an der Bahnhofs-/Neckarstraße. Zudem soll es in einem zweiten Bauabschnitt auf dem Grundstück Wohnbebauung geben. Unser Bild zeigt Verwaltungsrat und Vorstand der Sparkasse, von links Helmut Glanzner (Bürgermeister Einhausen), Vorstandsmitglied Manfred Vögtlin, Bürgermeister Rolf Richter (Bensheim), Bürgermeister Dr. Holger Habich (Zwingenberg) Bürgermeister Christian Schönung (Lorsch) und das stellvertretende Vorstandsmitglied Birgit Kissel.

Das klare Bekenntnis zur Stärkung der Bensheimer Innenstadt und dem Verbleib der Hauptstelle der Sparkasse Bensheim am bisherigen Standort auf dem Areal an der Bahnhof-/Neckarstraße haben die Gremien des Geldinstituts schon vor Wochen gefasst. Noch im Juni 2020 wollten demnach Sparkassenvorstand und Verwaltungsrat neue Details zu den Planungen bekanntgeben. Es wurde eine Punktlandung. Pünktlich am heutigen 30. Juni informierten die beiden Gremien des Geldinstituts in einer Pressekonferenz über die weiteren Schritte. Die Planungen sieht zwei Bauabschnitte, zum einen die komplette Quartiersentwicklung mit der Erstellung einer neuen modernen Hauptstelle und zum anderen die Bebauung der verbleibenden circa 1700 Quadratmeter für Wohnen vor.   

Strategie „Sparkasse 2024“ bleibt bestehen

„Wir haben nun Klarheit für die weiteren Planungen der Sparkasse für unser Areal. Es ist der deutliche Auftrag, die Sparkasse zukunftsfähig in der Bensheimer Innenstadt weiter zu entwickeln“, so Vorstandsmitglied Manfred Vögtlin. So wird das heutige Hauptgebäude abgerissen und durch ein deutlich kleineres Gebäude mit 180 Arbeitsplätzen ersetzt. 20 Standard-Arbeitsplätze sind zudem in der dann sanierten Villa vorgesehen. Die Möglichkeit zur Verkleinerung ergeben sich aus der zunehmenden Digitalisierung, die verstärkt während der Corona-Krise zur Geltung kam. „Es ergaben sich neue Impulse. Rund 100 Mitarbeiter arbeiteten mobil im Home-Office“, verdeutlichte das stellvertretende Vorstandsmitglied Birgit Kissel. „Dies ist auch Teil unserer Strategie „Sparkasse 2024“, unsere Antwort auf die aktuellen Herausforderungen in einem sich dynamisch veränderten Marktumfeld“, so Kissel.

Gedeckelte Summe von 35 Millionen Euro

Mit einem möglichen Erhalt des derzeitigen Gebäudes beschäftigte sich der Verwaltungsrat. „Der Neubau ist die wirtschaftlichste Alternative. In dem Gebäude stecken einfach zu viele Abhängigkeiten. Auch vor dem Hintergrund Betriebskosten mit Nachhaltigkeit oder Energieeffizienz mit Einsparungen bis zu 40 Prozent gegenüber dem Bestandsgebäude“, erläuterte Zwingenbergs Bürgermeister und Verwaltungsratsmitglied Dr. Holger Habich. Aktuell sehen die Planungen für den dreistöckigen Neubau mit Staffelgeschoss und Tiefgarage, einschließlich Abriss, eine gedeckelte Summe von 35 Millionen Euro und für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes eine Obergrenze von vier Millionen Euro brutto vor.

Notwendig wird nun zunächst ein Bebauungsplan. „Wir planen den Einstieg schon für die Sitzungsrunde nach der Sommerpause“, erklärte Rolf Richter, Bürgermeister und Verwaltungsrats-Vorsitzender. Vor dem vierten Quartal 2021 dürfte das Genehmigungsverfahren allerdings noch nicht beendet sein, so dass mit einer Einweihung des neuen Sparkassengebäudes dann eher im Jahre 2024 zu rechnen ist. Eines ist aber schon jetzt sicher: die Quartiersentwicklung wird eine wichtige „Brückenfunktion“ zwischen Bahnhof und Innenstadt übernehmen.

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