Neuer Einkaufsquide: Orientierung im Verpackungsdschungel

Europäische Woche der Abfallvermeidung vom 21. bis 29. November 2020

Der neue „Einkaufsguide Verpackungen“ können Interessierte pünktlich zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung kostenlos downloaden. Er bietet eine ideale Orientierung im Verpackungsdschungel. Bild © Copyright_Karen Dörflinger

Kostenfrei downloaden oder anfordern: der neue „Einkaufsguide Verpackungen“.Rund 9.000 Tonnen Verpackungen sammelte der ZAKB im Jahr 2019 über die Gelben Säcke im Kreis Bergstraße ein – Tendenz steigend. Hinzu kommen noch jede Menge Kartonagen und weitere Materialien. Mit dem „Einkaufsguide Verpackungen“ gibt der Zweckverband den Bürgerinnen und Bürgern pünktlich zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung einen Kompass für den nächsten Einkauf an die Hand: Er bietet Orientierung im Verpackungsdschungel und zeigt anhand ausgewählter Produkte, worauf Verbraucher achten können, um Abfall im Alltag zu vermeiden und das Recycling zu verbessern. Erhältlich ist der Einkaufratgeber kostenlos als Download auf www.zakb.de, per E-Mail an service@zakb.de oder telefonisch unter 06256/851 881.

Abfall vermeiden hat viele Facetten und ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Als kommunaler Entsorger lenkt der ZAKB die Abfälle und Wertstoffe im Kreis Bergstraße auf die richtigen Entsorgungswege. Wenn es darum geht, Abfall zu vermeiden, ist er jedoch wesentlich auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Mit fünf einfachen Tipps erklärt der Zweckverband, wie jeder einen Beitrag leisten kann:

Tipp 1: Trennen statt wegwerfen

Grundsätzlich ist erst einmal nur Restabfall echter „Müll“. Landet ein Gegenstand in der schwarzen Tonne, ist er verloren und wird im Müllheizkraftwerk verbrannt. Daher gilt: Trennen Sie Abfälle gründlich und entsorgen Sie nur Materialien im Hausmüll, die dort auch tatsächlich hineingehören. Um das Recycling von Verpackungen im Gelben Sack zu erleichtern, sollten Sie die Wertstoffe so gut es geht in ihre Einzelteile zerlegen – das heißt zum Beispiel beim Joghurtbecher: den Deckel und – falls möglich – das Etikett abziehen und separat entsorgen.

Tipp 2: Mehrweg statt Einweg

Thermotasse statt Einwegbecher, Brotdose statt Alufolie, Stoffbeutel statt Plastiktüte – das sind nur drei Beispiele, wie Sie im Handumdrehen Abfall vermeiden können. Greifen Sie beim Einkauf zudem auf Mehrweg-Verpackungen wie Glas zurück. Bei einigen Geschäften und Supermärkten können Sie Ihre Einkäufe wie Kaffee, Wurst oder Käse außerdem direkt in eigene Behältnisse einpacken lassen.

Tipp 3: Frisch statt verpackt

Der beste Weg, Müll zu vermeiden, ist verpackungsfreies Einkaufen. Wählen Sie zum Beispiel bei Obst und Gemüse stets lose Ware aus und meiden Sie „Fertigprodukte“. Wochenmärkte oder „Unverpackt-Läden“, die es mittlerweile auch im Kreis Bergstraße gibt, sind eine ideale Alternative zum Supermarkt.

Tipp 4: Second Hand statt neu kaufen

Was Sie nicht mehr benötigen, gefällt vielleicht noch einem Mitbürger. Verschenken oder verkaufen Sie gebrauchte Dinge auf Flohmärkten, in Second Hand-Läden, „Kleiderkreiseln“, über Kleinanzeigen oder in den Sozialen Netzwerken.

Tipp 5: Bedarf statt Masse

Jahr für Jahr landen in Deutschland allein rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Planen Sie Ihre Einkäufe daher vorausschauend und kaufen Sie bewusst ein – nach der Devise: Benötige ich das wirklich? (zakb)

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