Veränderungen im Aufsichtsrat bei Vertreterversammlung der VOBA

Volksbank Darmstadt-Südhessen beschließt zwei Prozent Dividen-de/Kundengeschäft weiter auf Wachstumskurs

Von einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung der Volksbank Darmstadt-Südhessen berichteten kürzlich in der Vertreterversammlung des Bankinstituts die beiden Vorstandssprecher von links Matthias Martiné und Michael Mahr. Bild © VOBA

Eine hinsichtlich Risiko, Ertrag und Eigenkapital ausgewogene Bilanzstruktur präsentierte Matthias Martiné, Vorstandssprecher der Volksbank Darmstadt – Südhessen, am vergangenen Mittwoch der Vertreterversammlung. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats Thomas Frank und seinem Vorstandskollegen Michael Mahr legte er in der zum zweiten Mal virtuell stattfindenden Veranstaltung den Mitgliedervertretern den Jahresabschluss 2020 vor. „Das abgelaufene Geschäftsjahr war in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr mit vielen Unwägbarkeiten. Unterm Strich konnten wir dennoch über alle Kundengruppen und Geschäftsfelder hinweg ein solides Wachstum verzeichnen und ein zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaften“, summierte Martiné das Geschäftsjahr 2020 ab. Auch angesichts der äußeren Rahmenbedingungen wie der anhaltenden Niedrigzinsphase, des Konjunkturverlaufs und den Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie war die Bank gut unterwegs. Der Zukunft blickt man zuversichtlich entgegen, wie man den Ausführungen von Vorstandssprecher Michael Mahr entnehmen konnte. Er beleuchtete allen voran das aktuelle wirtschaftliche Umfeld im Berichtsjahr 2020 und im laufenden Geschäftsjahr. Demnach befindet sich die Wirtschaft im Vergleich zu den Jahren der Finanzmarktturbulenzen in einer deutlich günstigeren Ausgangssituation und es können bereits jetzt klare Impulse für eine spürbare Belebung der Wirtschaft verzeichnet werden.

Steigerung des betreuten Kundenvolumens

Die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Bank hingegen spiegelt sich in der Steigerung des betreuten Kundenvolumens auf 11,1 Milliarden Euro wider. Diese Zahl und das damit verbundene Wachstum um 400 Millionen Euro zum Vorjahr unterstreicht laut Martiné das große Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die Volksbank Darmstadt – Südhessen. Basis dessen war eine deutliche Kreditnachfrage und ein markanter Zuwachs im Einlagenbereich, einhergehend mit einem erfreulichen Ausbau im Wertpapier- und Versicherungsgeschäft. Gut ein Viertel aller Kundinnen und Kunden der Volksbank engagieren sich angabegemäß bereits im Wertpapiergeschäft. Martiné betonte, wie wichtig es angesichts der Negativzinspolitik und der wachsenden Inflationswahrscheinlichkeit sei, die Guthaben vor einem schleichenden Wertverfall zu schützen. Die bilanziellen Kundenkredite legten um 3,1 Prozent auf 3.650 Millionen Euro zu, die bilanziellen Kundeneinlagen erhöhten sich um 5,3 Prozent auf 4.037 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg um 7,4 Prozent auf 5.013 Millionen Euro.

Wurde turnusgemäß mit weiteren Aufsichtsratsmitgliedern durch die Vertreterversammlung der Volksbank Darmstadt-Südhessen in seiner Funktion bestätigt: Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Frank. Bild © VOBA

Negativzinsumfeld beeinflusste Betriebsergebnis

Ausführlich berichtete der Vorstand über die Ertragslage des Instituts. Das maßgeblich vom Negativzinsumfeld beeinflusste Betriebsergebnis betrug 34,9 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss nach Abzug von 11,1 Millionen Euro Steuern beträgt 14,5 Millionen Euro. Von diesem Erfolg profitieren die die Mitglieder. Die Genossenschaftsbank zahlt ihren Mitgliedern eine Dividende in Höhe von 2,0 Prozent auf ihre Geschäftsanteile. Den entsprechenden Beschluss fasste die Versammlung mit großer Mehrheit. Die Dividende wurde damit im Vergleich mit früheren Jahren um ein Prozent gesenkt. „Das erlaubt es uns, einen größeren Teil unseres Jahresüberschusses dem Eigenkapital zuzuführen als in den Vorjahren. Damit sind wir nicht nur für eventuelle Unsicherheiten im Hinblick auf die Konjunktur gerüstet, sondern können auch im Kreditgeschäft weiterwachsen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation ist das für uns die richtige – und vorausschauende – Entscheidung“, erklärt Martiné. „Zugleich erhalten die Mitglieder eine Dividende, die vor dem Hintergrund des aktuellen Zinsumfelds weiterhin attraktiv ist.“

710.000 EUR an Vereine und soziale Initiativen gespendet

Im Geschäftsjahr 2020 hat die Volksbank Darmstadt – Südhessen wieder zahlreiche Vereine und soziale Initiativen in den Bereichen Bildung, Sport, Kunst oder Kultur in Höhe von insgesamt 710.000 Euro gefördert. Ein besonderer Fokus lag im vergangenen Jahr auf der Spendenkampagne „Volksbanking hilft“. Damit wurden gemeinnützige Vereine und Organisationen, die sich für von der Pandemie besonders hilfsbedürftige Menschen einsetzten mit insgesamt 100.000 Euro unterstützt. Mit Spendengeldern in Höhe 71.300 Euro wirkte die Stiftung „Hoffnung für Kinder“ Ungleichheiten und Benachteiligungen entgegen und machte so Kinder in Not schnell und unbürokratisch ein bisschen glücklicher.

Veränderungen im Aufsichtsrat
Mit überwältigender Mehrheit hat die Vertreterversammlung der Volksbank Darmstadt – Südhessen den zu wählenden Aufsichtsratskandidaten das Vertrauen ausgesprochen. Sie bestätigte die Aufsichtsratsmitglieder Wilfried Eberling (Riedstadt), Thomas Frank (Mörfelden-Walldorf), Uwe Hofmann (Gernsheim), Dr. Henrik Jacoby (Traisa), Dr. Robert Reining (Ober-Ramstadt), Stefan Scharf (Darmstadt) und Heiko Scheiber (Seeheim-Jugenheim) für weitere drei Jahre in ihren Ämtern. Nachdem die beiden weiteren turnusgemäß ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Hubert Ensinger (Heppenheim) und Werner Stang (Stockstadt) nach Erreichen der in der Satzung festgelegten Altersgrenze für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung standen, wurde die aus Eberstadt stammende Anja Dächert neu in den Aufsichtsrat gewählt und die Zahl der von der Vertreterversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder auf zehn Mitglieder reduziert. Anja Dächert ist Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin und leitet seit vielen Jahren die Kanzlei Dächert in Darmstadt. Dem Aufsichtsrat gehören darüber hinaus Sylvia Rhein (Bensheim) und Horst Lulay (Heppenheim) sowie die Arbeitnehmervertreter Martin Jäger, Stefan Krüger, Uwe Kuhl, Anja Mütze-Heinemann und Susanne Porges an.

Aufsichtsratsmitglieder verabschiedet

Hubert Ensinger war im Mai 2000 in den Aufsichtsrat in den Aufsichtsrat der damaligen Volksbank Bergstraße, die 2009 mit der Volksbank Kreis Bergstraße und der Volksbank Darmstadt fusionierte, gewählt worden. In den 21 Jahren seiner Zugehörigkeit hat er sich mit seiner fachlichen Expertise als Rechtsanwalt und Notar und seinen umfangreichen Kenntnissen für die Genossenschaft und der Region im Gremium eingebracht. Werner Stang trat bereits im Jahr 1992 in den Aufsichtsrat der damaligen Volks- und Raiffeisenbank Riedstadt ein. In den darauffolgenden Jahrzehnten hat der Geschäftsführende Gesellschafter der CK Projektentwicklungsgesellschaft mit seiner hohen Auffassungsgabe und seinem analytischen Denken verschiedene Aufsichtsratsausschüsse verstärkt.

Mit Ablauf der Vertreterversammlung scheidet zudem Martina Exle als Mitglied der Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat durch Eintritt in den Ruhestand aus. Aufsichtsrat und Vorstand dankten Frau Exle für ihr knapp zehnjähriges Wirken im Aufsichtsrat und für über 50 Jahre im Dienst der Volksbank Darmstadt – Südhessen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Frank würdigte im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat das große Engagement der Drei sowie die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Als eng mit den spezifischen sozialen und wirtschaftlichen Strukturen der Region Vertraute brachten sie ihre eigenen beruflichen und gesellschaftlichen Expertisen stets konstruktiv in das Gremium ein. Auf diese Weise gestaltet der Aufsichtsrat die positive Entwicklung der genossenschaftlichen Regionalbank und strategisch wichtigen Entscheidungen seit je her mit. Ohne ihren lokalen Charakter und die Ortsnähe zu verlieren, entwickelte sich so die Volksbank Darmstadt – Südhessen zu einer großen deutschen Genossenschaftsbank, mit einer Bilanzsumme von aktuell 5 Milliarden Euro, 72 Bankstellen und 707 Beschäftigten. (red)

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