Vermarktung von Stubenwald II in Bensheim abgeschlossen

MEGB zieht positive Bilanz und begrüßt Umsiedlung der Sanner GmbH

Abgeschlossen wurde jetzt die Vermarktung des Gewerbegebietes Stubenwald II in Bensheim. Als besonders erfreulich bewertet die MEGB den Zuschlag von Gelände für die Umsiedlich des Auerbacher Unternehmens Sanner GmbH. Bild © MEGB/Foto Thomas Neu

Das Gewerbegebiet Stubenwald II ist ausgebucht. Mit der Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung, den Weg für die Umsiedlung der Sanner GmbH frei zu machen, sind sämtliche Flächen des Areals erfolgreich vermarktet. Als besonders erfreulich wertet Stadtrat Adil Oyan, Aufsichtsratsvorsitzender der Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Bensheim (MEGB), dass ein Bensheimer Unternehmen den Zuschlag für die Ansiedlung erhielt: „Den Anfang machte 2015 das damals am Berliner Ring angesiedelte Automotive-Unternehmen AVL,  zwischenzeitlich mit einer Montagehalle und einem Bürogebäude auf einer Fläche von 15.000 Quadratmeter auf dem Gelände präsent. Mit der nunmehr auch von politischer Seite unterstützten Umsiedlung der Sanner GmbH, die knapp drei Hektar erwerben wird, schließt sich der Kreis.“

Die für das Bensheimer Traditionsunternehmen vorgesehene Fläche, die sich nördlich an die Bertha-Benz-Straße anschließt, war von vorneherein als Bestandteil des Gewerbegebiets Stubenwald II eingeplant. Nach Auflagen des Regierungspräsidiums Darmstadt sollten jedoch zunächst die südlich gelegenen 12,3 Hektar vermarktet werden. „Diesen Punkt hatten wir im Sommer erreicht“, so Helmut Richter, seit 2007 Geschäftsführer der MEGB. „Nach Freigabe durch die politischen Gremien kann die Entwicklung der verbliebenen drei Hektar nun angegangen werden.“ 

Fortschreibung der Erfolgsgeschichte von Stubenwald I

Aus Sicht der MEGB schreibt das Projekt Stubenwald II damit die Erfolgsgeschichte von Stubenwald I fort. Auch dort sei es von Anfang an darum gegangen, den Wirtschaftsstandort Bensheim zu stärken und Arbeitsplätze zu halten bzw. zu schaffen. „Firmen mit einem hohen Flächenbedarf aber geringer Personaldichte kamen daher für eine Ansiedlung nicht in Frage“, fasst Helmut Richter zusammen. Diese Herangehensweise sei auch bei der Vermarktung von Stubenwald II zugrunde gelegt worden.

Über 1.000 Arbeitsplätze angestrebt

Tatsächlich werden in Stubenwald II langfristig bis zu 1.000 Menschen beschäftigt sein. Neben der AVL Group haben bereits die PFAFF Industriesysteme und Maschinen GmbH sowie die Twin Busch GmbH ihren neuen Standort bezogen. Im Bau befindlich sind die neuen Firmensitze der Immundiagnostik AG und der Sartorius Metalltechnik GmbH. Ein weiteres Highlight ist der „Gewerbepark Stubenwald“. Auf über 4.000 Quadratmeter entstehen dort 20 moderne Büros mit integrierten Hallen- und Lagerflächen. „Kleineren Unternehmen mit einem geringeren Platzbedarf ein attraktives Angebot unterbreiten zu können mit der Option zu wachsen war uns ein besonderes Anliegen“, so Richter. Die Einheiten sollen bis Ende des Jahres bezugsfertig sein. Die Immundiagnostik AG, die mit 10.000 Quadratmeter ebenfalls im Stubenwald II vertreten sein wird, ist bereits in Stubenwald I ansässig, ebenso das Unternehmen TE Connectivity, das mit weiteren 5.000 Quadratmeter zu Buche schlagen wird. Für die letzte verbliebene Parzelle südlich der Bertha-Benz-Straße mit einer Größe von knapp 6.500 Quadratmeter haben sich mehrere Unternehmen, darunter auch aus Bensheim, beworben. Über den Zuschlag wird demnächst in den zuständigen Gremien entschieden. Mit den Expansionsplänen der Sanner GmbH stehen nunmehr keine Flächen mehr für eine Vermarktung zur Verfügung.   

Auswirkungen auf den Bensheimer Wohnungsmarkt

Mit der Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung, der Umsiedlung der Sanner GmbH an die Bertha-Benz-Straße zuzustimmen, zeigen sich die Verantwortlichen der MEGB hochzufrieden – zumal mit der Ansiedlung des Auerbacher Traditionsunternehmens auch ein Effekt auf den Bensheimer Wohnungsmarkt einhergehen wird. Auf der drei Hektar großen Fläche des bisherigen Firmensitzes soll unter anderem geförderter Wohnraum entstehen. „Wir wollen ein familienfreundliches, ökologisch wertvolles und bezahlbares neues Quartier in Auerbach schaffen“, hatte Nicole Rauber-Jung, Erste Stadträtin und Baudezernentin der Stadt Bensheim, unlängst verlauten lassen. Die Neuansiedlung im Stubenwald II bietet somit das Potenzial, zu einer Entspannung auf dem Bensheimer Wohnungsmarkt beizutragen.

Auch ökologisch ein Vorzeigeprojekt

Auch ökologisch kann sich das Vorhaben sehen lassen: Für die Nutzung der drei Hektar großen Fläche im Stubenwald II verzichtet die Stadt im Gegenzug auf bereits im Regionalplan festgeschriebene drei Hektar Vorranggebiet für Siedlungsflächen in Zell und im Bereich Fehlheim Südost. Darüber hinaus werden die vorgesehenen Baumaßnahmen der Sanner GmbH so gestaltet, dass der naturschutzrechtlich erforderliche Ausgleich nahezu vollständig auf der Neubaufläche sichergestellt werden kann. „Mit dem letzten verbliebenen Grundstück soll auch ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz gesetzt werden“, so Adil Oyan. „Von einer Fassaden- und Dachbegrünung bis zur Erzeugung regenerativer Energien soll die ganze Badbreite des ökologischen Bauens berücksichtig werden. Das gesamte Projekt hat das Potenzial, Ökonomie und Ökologie beispielhaft zu verbinden.“

Ein Drittel der Bensheimer Gewerbesteuer kommt aus dem Stubenwald

Als Finanzdezernent hat Oyan einen weiteren Aspekt im Blick: „Seit 2007 sind die Ergebnisse der MEGB nicht zuletzt aufgrund der Vermarktung des Areals Stubenwald positiv. Ein Drittel der Bensheimer Gewerbesteuer kommt von den dort niedergelassenen Unternehmen. Auch Stubenwald II mit seinen Unternehmen aus den Bereichen Automotive, IT und Elektronik sowie Pharma, Medizintechnik und Healthcare wird einen wesentlichen Beitrag leisten, den Haushalt der Stadt Bensheim zukünftig zu sichern. Nicht nur in Zeiten von Corona ein entscheidender Faktor.“ (red)

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