Verwaltungsrat stimmt zu: Sparkasse bleibt in der Innenstadt

Fusion für Sparkasse Bensheim aktuell kein Thema

Mit einem eindeutigen Beschluss stimmte jetzt auch der Verwaltungsrat der Sparkasse Bensheim für einen Verbleib der Hauptstelle in der Bensheimer Innenstadt. Ein in Erwägung gezogener Standort am Berliner Ring wird nicht weiterverfolgt.

Die nächste Hürde wurde genommen. So würdigte der Verwaltungsrat der Sparkasse Bensheim in seiner Sitzung am 19. März den Vorschlag des Vorstandes und des Bauausschusses umfassend und fasste im anschließenden Umlaufverfahren einen eindeutigen Beschluss: Die Sparkasse wird ihre Hauptstelle inklusive der Geschäftsstelle in der Bensheimer Innenstadt belassen und das Areal an der Bahnhof-/Neckarstraße entsprechend entwickeln. Die im aktuellen Planungsverfahren vorgelegte weitere Variante „Zusätzlicher Standort am Berliner Ring“ wird wegen fehlender Grundstücke mit Baurecht als nicht zielführend eingeschätzt und nicht weiterverfolgt. Dies teilte die Sparkasse am heutigen Abend (24.) in einer Pressemeldung mit.

„Wir haben nun Klarheit für die weiteren Planungen der Sparkasse für unser Areal an der Bahnhof-/Neckarstraße. Wir freuen uns, dass die Gremien dem Vorschlag des Vorstandes gefolgt sind. Für uns der deutliche Auftrag, die Sparkasse zukunftsfähig in der Bensheimer Innenstadt weiter zu entwickeln“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Eric Tjarks.

Vorläufiger Planungsstopp seit September 2019

Nachdem die ursprünglichen Planungen, die 2016 gestartet waren, neben aktuell überhitzten Preisen in der Baubranche zusätzlich mit erheblichen verdeckten Mängeln im Bestandsgebäude (in Teilen aus den 1970er Jahren) konfrontiert waren, hatte der Vorstand der Sparkasse im August 2019 die Planungen aufgrund „nicht mehr vertretbarer kalkulierter Gesamtkosten“ vorläufig gestoppt. Daraufhin prüfte die Sparkasse „ohne Denkverbote“ bauliche Alternativen.

Die neuen Planungen mit einer komplett innerstädtischen Umsetzung sehen vor, das gesamte Areal umfassend zu entwickeln und zu bebauen. Dies als komplette Quartiersentwicklung und Unterstützung der nachhaltigen Belebung der Bensheimer Innenstadt. Diese Weichenstellung steht hierbei im Kontext dann möglicher weiterer Gebäudeteile, die zum Beispiel für gehobenes Wohnen, seniorenbetreute Wohnungen und moderne Bürokonzepte geeignet wären. Ziel der Sparkasse ist es, neben der Nutzung einzelner Gebäudeteile durch die Sparkasse, Mieteinnahmen zu erzielen und damit ein weiteres Ertragsfeld intensiver zu nutzen.

Fusion aktuell kein Thema

„Wir sehen die nun beschlossenen Weichenstellungen als wichtigen Baustein unser Gesamthausstrategie an: Wir haben diese Strategie – „Sparkasse 2024“ – bereits In unserem Pressegespräch Ende Februar transparent dargelegt“, so Eric Tjarks. „Die aktuellen Herausforderungen rund um die Corona-Pandemie sind auch für uns eine Herausforderung. Aber wir glauben auch, dass diese Krise Chancen mit sich bringt. Chancen, schneller digitaler zu werden und Neues umzusetzen. Auch deshalb ist das Thema Fusion aktuell kein Thema für uns. Wir wollen selbstständige Sparkasse bleiben. Wir haben eine solide Risikolage und sind sehr eigenkapitalstark. Unsere Lage ist herausfordernd, aber nicht bedrohlich. Wir stellen uns dieser Herausforderung“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Corona: Viele Mitarbeiter im Home-Office

„Die letzten Wochen waren und sind extrem herausfordernd für uns“, äußert Manfred Vögtlin, Vertriebsvorstand der Sparkasse Bensheim. „Wir führen viele Beratungsgespräche mit unseren Kunden und wollen vor allem eines sein: Lösungsorientierter und verantwortungsvoller Partner. Als Sparkasse haben wir hierbei versucht, losgelöst von den öffentlichen Stellen umfassend und schnell Informationen über unsere Homepage oder auch Newsletter bereit zu stellen und gleichzeitig Finanzbedarfe zu decken.“, so Vögtlin weiter.

„Die aktuelle Situation mit nur teilweise geöffneten Geschäftsstellen, über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Home-Office und vielen telefonischen Anrufen ist eine große Herausforderung. Hierfür gilt unseren Kolleginnen und Kollegen ein großer Dank“, so ist der Vorstand einhelliger Meinung. „Aber gerade hier zeigen sich die Stärken einer regionalen Sparkasse: Regionale Kenntnis, schnelle Entscheidungswege und die verantwortungsvolle Einbindung in das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben direkt vor Ort“, so Manfred Vögtlin abschließend. (red)

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