Winterdienst: Straßenmeistereien räumen im Kreis 450 Kilometer

Hessen Mobil: Straßenmeistereien sorgen auch in Corona-Zeiten für freie Straßen

Der Winter ist da – und mit Beginn der kalten Jahreszeit sorgt Hessen Mobil auch in Zeiten von Corona für freie Fahrt auf den Straßen in Südhessen. So sind die Salzlager der Straßenmeistereien aus Bensheim, Beerfelden und Bad König voll, so dass der Winterdienst im Kreis Bergstraße und Odenwaldkreis, auch im Pandemie-Winter 2020/21 wie gewohnt von Statten gehen kann.

Arbeitsprozesse an Corona angepasst

Um nicht nur die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten, sondern auch alle notwendigen Vorkehrungen für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu treffen, hat Hessen Mobil in der Saison 2020/21 seine Arbeitsprozesse angepasst. Kontakte werden durch feste Arbeitsgruppen reduziert, sowie ein gründliches Desinfizieren der Fahrzeuge vor jedem Fahrzeugtausch durchgeführt.

Überregionales Straßennetz

Im Kreis Bergstraße räumen die Straßenmeistereien Bensheim und Beerfelden ein knapp 450 Kilometer umfassendes überörtliches Straßennetz. Verantwortlich für den Winterdienst im Odenwaldkreis sind die Straßenmeistereien in Bad König und Beerfelden. Hier müssen knapp 500 Kilometer Straßennetz von Schnee und Eis befreit werden. Um dieser Aufgabe nachzukommen, stehen den Straßenmeistereien Bensheim und Beerfelden jeweils sieben und der Straßenmeisterei Bad König acht Fahrzeuge mit den entsprechenden Winterdienst–Anbauten zur Verfügung. Ein Teil der Fahrzeuge wird dabei von Fremdunternehmen gestellt.

Damit den Bürgern auch in der kalten Jahreszeit ein leistungsfähiges Verkehrswegenetz als wesentliche Voraussetzung für die Mobilität unserer Gesellschaft zur Verfügung steht, wird der Winterdienst im 3-Schichtbetrieb durchgeführt. Angefangen wird im Allgemeinen um 1:30 Uhr nachts, dann überprüft ein Mitarbeiter per Computer die Lage auf den Straßen.

Modernste Technik für den Winterdienst

Glättemeldeanlagen, Sensoren an markanten Stellen des Straßennetzes melden Daten an die Straßenmeistereien und werden dort von den jeweils zuständigen Mitarbeitern ausgewertet. Zusammen mit Daten von Wettersatelliten, sie beobachten die Entwicklung der Großwetterlage, sind sie Grundlage für die Entscheidung, ob die Streufahrzeuge ausrücken müssen. Tritt der Ernstfall ein, startet kurz nach 1:30 Uhr pro Fahrzeug ein Fahrer auf die Streu- und Räumtour, welche die Fahrer mit ihren Fahrzeugen bei Bedarf im Schichtbetrieb bis in die Abendstunden mehrfach wiederholen.

Hohes Fachwissen und intensiver Arbeitseinsatz sind notwendig, um auch im Winter bei jeder Wetterlage die Verkehrssicherheit zu sichern. Der Winterdienst, der mit umfangreichem Know how und modernster Technik durchgeführt wird, gewährleistet Verkehrssicherheit und Verkehrsfluss auch unter widrigen Witterungsbedingungen.

Nachhaltigkeit beim Salzstreuen

Hessen Mobil setzt dabei auf vorausschauenden Winterdienst. „Je rechtzeitiger wir streuen, desto weniger Salz wird benötigt. Das schont die Umwelt und erhöht die Verkehrssicherheit“, sagt Präsident Gerd Riegelhuth. Um möglichst wenig Salz zu verbrauchen, nutzt Hessen Mobil eine computergesteuerte Streutechnik sowie hochwirksames Feuchtsalz (Feuchtsalz FS 30), das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet, schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt und die Straßen länger eisfrei hält. Pro Quadratmeter genügt ein Teelöffel. Im Vergleich zum Einsatz von Trockensalz weist das „Feuchtsalz“ auf reif- und eisglatter Fahrbahn eine verbesserte Haftfähigkeit auf. Damit führt diese Technik zu einer Verminderung des Verwehungsverlustes an Salz und ermöglicht eine größere Streubreite.

Umfang des Streudienstes

Der Umfang des zu erbringenden Winterdienstes ist bundesweit einheitlich festgelegt. Deshalb werden die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen von 6 bis 22 Uhr freigehalten.

Für die Routenplanung wird ein landesweit einheitliches Verfahren angewendet: Die Bewertung aller Streckenabschnitte erfolgt nach gleichen Kriterien. Neben anderen sind die Verkehrsbelastung, die Höhenlage, die Steigungsverhältnisse, die Linienführung, der öffentliche Nah– sowie Schulbusverkehr und Zufahrtswege für Krankentransporte und zu Schulen und Bahnhöfen maßgebliche Faktoren.

Die Vorkehrungen der Straßenmeistereien sind aber nur eine der Voraussetzungen für die Verkehrssicherheit in der kalten Jahreszeit. Die beiden anderen Bedingungen betreffen die Verkehrsteilnehmer direkt: Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist es wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer ihrer Verpflichtung nachkommen, Fahrzeuge rechtzeitig mit Winterausrüstung (Winterreifen, Schneeketten) auszustatten und ihr Fahrverhalten den Wetterverhältnissen anzupassen. (hessen.mobil)

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