ZAKB nimmt erste Vorbehandlungsanlage für Gewerbeabfälle im Kreis in Betrieb

Haushohe Anlage sortiert sechs Tonnen pro Stunde und 25.000 Tonnen im Jahr

Die Sortierung von gemischten Abfällen aus dem Gewerbebereich können Gewerbetreibende ab Mitte Juli über eine modernisierte Anlage im AWZ in Heppenheim vornehmen. Unser Bild zeigt von rechts Christian Engelhardt (Landrat und ZAKB-Verbandsvorsitzender), Gerhard Goliasch (Geschäftsführer ZAKB), Sascha Bocksnick (Abteilungsleiter Technik und Energie) und Wolfram Gutknecht (Leiter Abfallwirtschaftszentrum Heppenheim). Bild © ZAKB

Gemischte Abfälle aus dem Gewerbebereich müssen Betriebe über spezielle Sortieranlagen entsorgen. Ab Mitte Juli 2021 bietet der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) den Unternehmen aus der Region diese Möglichkeit in seiner modernisierten Anlage im Abfallwirtschaftszentrum in Heppenheim an.

Ob auf der Baustelle, in Lagerhallen oder in der Produktion – wo gearbeitet wird, entstehen auch vielfältige Abfälle. Um möglichst viele Wertstoffe daraus wieder in den Wirtschaftskreislauf zu bringen, sind Gewerbetreibende verpflichtet, ihre Abfälle über spezielle Sortieranlagen zu entsorgen. Im Abfallwirtschaftszentrum Heppenheim hat der ZAKB deshalb seine bisherige Technik modernisiert und die kreisweit erste Vorbehandlungsanlage für Gewerbeabfälle nach den neuesten Anforderungen eingeweiht.

Kurze Wege für Handwerker, Händler & Co.

„Mit der neuen Anlage stärken wir unser Angebot der kurzen Entsorgungswege. Gewerbetreibende können nun ein noch größeres Abfallspektrum direkt in der Region andienen und müssen nicht auf Dienstleister mit langen Transportwegen zurückgreifen“, so Gerhard Goliasch, Geschäftsführer des ZAKB. „Gleichzeitig machen wir einen weiteren Schritt nach vorne, um noch mehr Wertstoffe einer Wiederverwertung zuzuführen – und letztlich Ressourcen zu sparen“, ergänzt Landrat und ZAKB-Verbandsvorsitzender Christian Engelhardt. Denn neben den Abfällen von Handwerkern, Händlern & Co. ist der ZAKB durch die Sortieranlage auch in der Lage, weitere Abfälle von den Wertstoffhöfen im Kreisgebiet zu sortieren, die nicht der Gewerbeabfallverordnung unterliegen.

Hightech-Sortierung mit Nahinfrarot und Luftdruckpistolen

Sechs Tonnen pro Stunde, 25.000 Tonnen im Jahr kann die haushohe Anlage im hinteren Teil des AWZs sortieren. Dabei durchläuft das Materialgemisch mehrere Stufen: Nachdem ein Bagger die angelieferte Ware einem Transportband übergeben hat, wird es von einem riesigen Sieb gefiltert und von störenden Partikeln befreit. Anschließend gelangt es in die händische Sortierung. Was von den Mitarbeitern nicht ergriffen werden kann, landet in einem Zerkleinerer und trifft dann auf zwei automatische Abscheider: Mit Nahinfrarot, Magneten und Luftdruckpistolen werden einzelne Materialien erfasst und zielgenau in die passenden Auffangboxen manövriert. Übrig bleibt sogenannter Sortierrest, der als Ersatzbrennstoff in Industriekraftwerken zum Einsatz kommt. So werden die Abfälle der Gewerbetreibenden aus dem Kreis Bergstraße bestmöglich getrennt, Wertstoffe für die Wiederverwertung erhalten und nicht weiter nutzbares Material beseitigt. (red)

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