4,9 Millionen Euro für neue Technik an Bergsträßer Schulen

Kreisverwaltung startet Rollout und treibt Digitalisierung weiter voran

Home-Schooling, Home-Office, digitale Meetings oder Videopressekonferenzen: Durch die Corona-Pandemie ist dies inzwischen für viele Menschen Alltag. Dabei hat sich in den vergangenen Wochen gezeigt, wie wichtig eine gute technische Ausstattung der Schülerinnen und Schüler zuhause, aber auch der Schulen ist. Die Kreisverwaltung tauscht bereits seit Jahren regelmäßig veraltete Technik an den Schulen aus. Kurz vor Ferienbeginn startete nun die nächste Runde des Austauschs veralteter Endgeräte gegen neue. Zum Auftakt dieses sogenannten „Roll-outs“ besuchte Landrat Christian Engelhardt die Grundschule Elmshausen, denn dort wurde mit der Aktion begonnen. Nun besitzt die Lautertaler Grundschule mehrere neue Laptops, einen neuen stationären Computer im Sekretariat sowie vier neue Drucker. Doch das ist nur ein Bruchteil der neuen Geräte, die bis Ende Oktober an den Bergsträßer Schulen installiert werden sollen.

Investitionen von 4,9 Millionen Euro

Insgesamt investiert der Kreis rund 4,9 Millionen Euro in die neue technische Ausstattung der Schulen und schafft davon unter anderem 3040 Notebooks, 3353 stationäre Computer mit Bildschirmen und 409 Computer ohne Monitore für Multimediaboards an. Die Verwaltung stockt den aktuellen Technikpool damit um 350 weitere Geräte auf. Denn die Schulen hatten einen gestiegenen Bedarf gemeldet. Die neuen Laptops und Computer besitzen dabei leistungsfähige Komponenten wie i5-Prozessoren und schnelle SSD-Festplatten. „Das ist ein neuer Meilenstein, den wir hier mit den neuen Geräten erreichen. Es ist mir wichtig, dass unsere Kinder für ihre Zukunft und ihre zukünftigen Berufe bestmöglich vorbereitet sind. Und das lassen wir uns auch etwas kosten“, betonte Christian Engelhardt. „Mir als technikaffinem Landrat ist die Digitalisierung der Schulen schon seit meinem Amtsantritt ein Herzensanliegen. Darum habe ich mich von Anfang an dafür eingesetzt, dass die Bergsträßer Schulen gut ausgestattet sind – mit Technik, aber auch mit der entsprechenden Infrastruktur.“ So besitzen mittlerweile bereits 21 Schulen im Kreisgebiet einen schnellen Breitband-Glasfaseranschluss. Bis im Jahr 2021 werden auch die restlichen Schulen mit einem solchen Internetzugang ausgestattet. Gleichzeitig arbeitet der Kreis an flächendeckendem W-LAN in den Schulen, damit die Schülerinnen und Schüler hier auch ihre eigenen Endgeräte benutzen können.

Internet erste Recherchequelle

Die moderne Ausstattung sei wichtig, da die Digitalisierung nicht nur unseren Alltag und unsere Arbeitswelt verändere, sondern auch unsere Art zu denken oder zu lernen, so der Landrat. Schüler nutzten heute beispielsweise selten Bibliotheken. Ihre erste Recherchequelle sei meist das Internet. Darum müsse ihnen der Zugang hierzu auch in der Schule ermöglicht werden. „Gleichzeitig müssen die Schülerinnen und Schüler aber auch einen besonnenen und gesunden Umgang mit den Medien lernen. Dazu müssen wir ihnen die Möglichkeit bieten. Eine gute technische Ausstattung ist auch für den Erwerb von Medienkompetenz unerlässlich“, so der Landrat. (kb)

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