Ab 2021 gibt es wieder „Bensemer“

Gebäude für das „Geburtshaus Bergstraße“ in Bensheim bekanntgegeben

Offiziell vorgestellt wurde am heutigen Freitagvormittag das Geburtshaus Bergstraße in der Fehlheimer Straße 62. Anfang des Jahres 2021 soll es in Betrieb gehen. Unser Bild zeigt vorne den stellvertretenden Vorsitzenden Markus Zimmermann und Bürgermeister Rolf Richter.

Wenn alles wie geplant läuft, gibt es ab dem ersten Quartal 2021 wieder „echte Bensemer“. Zumindest nach den Vorstellungen des Trägervereins Geburtshaus Bergstraße, der am heutigen Freitagvormittag bei einem Pressetermin das zukünftige Geburtshaus in der Fehlheimer Straße 62 vorstellte. „Es ist für uns ein großer Tag, ein Meilenstein für Bensheim“, freute sich in seiner Ansprache Bürgermeister und in Personalunion Vorsitzender des Trägervereins Rolf Richter. So bringe das ehemals von der Diakoniestation genutzte Gebäude alle Möglichkeiten, wie Innenstadtnähe, Raumaufteilung oder Garten, für den künftigen Betrieb mit. Notwendig wurde die Schaffung eines Geburtshauses durch die Schließung der Geburtsstation im Heilig-Geist-Hospital. „Für Bensheim ein Schock“, wie die Redner betonten.

Fertigstellung Ende des Jahres

Bereits seit einigen Wochen wird in dem Anwesen gesägt, gebohrt oder gehämmert. „Die Arbeiten zur Haustechnik sind weitgehend abgeschlossen. Aktuell wird an der neuen Raumzuordnung und den speziellen Anforderungen gearbeitet. Bis Ende dieses Jahres dürften die Arbeiten beendet sein“, erklärte Dipl.-Ing Bauingenieur Markus Zimmermann, der selbst als zweiter Vorsitzender im Trägerverein mitwirkt. Zur Verfügung stehen rund 200 Quadratmeter, verteilt auf drei Stockwerke. Zu den Räumlichkeiten gehören neben sanitären Einrichtungen, Küche und Büro unter anderem auch zwei Geburtsräume, Behandlungszimmer und ein größerer Kursraum. „Ein Geburtshaus liegt irgendwo zwischen Klinik und Hausgeburt. Es bietet ein wohnliches Umfeld, aber auch die professionelle Betreuung von jeweils zwei Hebammen“, erklärte die künftig in der Fehlheimer Straße Straße mit ihren drei Kolleginnen Annett Haase, Birgit Heidkamp und Kyoko Wallenstein tätige Hebamme Sarah Wolff.

Spendenkonto des Trägervereins Bergstraße:

Sparkasse Bensheim
IBAN DE53 5095 0068 0002 1547 22.

Geburtshaus soll sich wirtschaftlich tragen

Vermieter des Gebäudes ist die Michaelsgemeinde Bensheim. „Die Nutzung ist eine gute Lösung für unser Haus. Der Kirchenvorstand hat dem Ansinnen auch sofort zugestimmt“, betonte Pfarrer Dr. Christoph Bergner. Circa 100.000 Euro steckt die Michaelsgemeinde in die Ertüchtigung des Hauses, seitens des Trägervereins rechnet man mit weiteren Investitionen in Höhe von 200.000 Euro. „Wir haben einen Businessplan aufgestellt. Ziel ist, dass sich das Geburtshaus nach einer Anfangsphase wirtschaftlich trägt. Wir gehen von geschätzt 60 Geburten im Jahr aus“, so Rolf Richter. Eine realistische Berechnung, die auch auf die Erfahrungen vergleichsweiser Geburtenhäuser fußt. Eine freudige Nachricht brachte die Erste Kreisbeigeordnete und Initiatorin des Geburtshauses Diana Stolz mit. So konnte sie von einer grundsätzlichen Zusage für Zuschüsse aus den Töpfen des Landes Hessen berichten.

Auf möglichst viele Mitglieder im Trägerverein Geburtshaus Bergstraße und Spender hofft die ebenfalls im Vorstand mitwirkende „Fraa vun Bensem“ Doris Walter. „Der Jahresbeitrag beträgt nur 24 Euro, also nur 2 Euro monatlich“. Hilfe muss aber nicht immer in Form von Geld fließen. So wird beispielsweise die Heimatvereinigung „Oald Bensem“ die Gartenpflege auf dem Anwesen übernehmen.    

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