Alle Kinder in Auerbach können in ihren Kindergarten

Auerbacher Kindergärten orientieren sich an Empfehlung der Stadt Bensheim

Mit einem „eingeschränkten Regelbetrieb“ haben ab Dienstag nach Pfingsten (2. Juni) alle Kinder in Bensheim zumindest tageweise wieder die Möglichkeit in ihren Kindergarten zurückzukehren. Unser Bild zeigt den evangelischen Kindergarten Steinweg.

Darauf hatten viele Eltern seit Wochen gewartet: die Doppelbelastung von Kinderbetreuung und Berufsleben wird am kommenden Dienstag, den 2. Juni, mit der Öffnung von Kindertagestätten als „Eingeschränkter Regelbetrieb“ um Einiges reduziert. (Siehe auch Hessen-Update vom 27. Mai unter https://bensheim-auerbach.com/kommunalpolitik/coronavirus-beschluss-der-hessischen-landesregierung-im-wortlaut) Die konkreten Regelungen vor Ort hat hierbei das hessische Sozialministerium den Kommunen und Trägern der jeweiligen Kindertageseinrichtungen überlassen. Auch in Auerbach geht es wieder los. Wie eine Nachfrage bei den örtlichen Kindergärten ergab, orientieren sich die Träger der Kitas an der von der Stadt Bensheim erarbeiteten und am gestrigen Donnerstag kommunizierten Empfehlung der Stadt Bensheim.

Gruppen mit bis zu 15 Kindern

Demnach bilden die evangelischen Kindertagesstätten Steinweg und Im Lerchengrund, die katholische Kita St. Michael wie auch das Kinderhaus Effax -eine Betreuungseinrichtung des Eigenbetriebs Kindertagestätten Bensheim der Stadt Bensheim- ab Dienstag Gruppen mit bis zu 15 Kindern; jeweils bis zu acht Kindern stark werden die drei Gruppen mit den bis zu drei Jahren alten Kids in der Kinderkrippe Best Kids am Berliner Ring. Bis dahin gibt es für die Verantwortlichen noch jede Menge zu organisieren, um die Vorgaben des Landes zu erfüllen.

Bis zum 8. Mai in Wartestellung sind allerdings noch die Hochstädter Kids. „Wir hatten im Gegensatz zu den anderen Einrichtungen bislang keine Notbetreuung. Unsere Vorbereitungen sind entsprechend umfangreicher, so dass wir mehr Zeit benötigen“, bittet das Team um Verständnis.

Kritik am Sozialministerium

Während im Lande Hessen in verschiedenen Kommunen aufgrund der unterschiedlichen Begebenheiten und Vorgaben noch nicht alle Kinder in den Genuss ihres Kindergartens kommen, ist dies in Bensheim aufgrund des mit dem Team des städtischen Eigenbetriebs erarbeiteten Konzeptes möglich. Zumindest an zwei aufeinanderfolgenden Tagen kann jedes Kind (Montag/Dienstag oder Mittwoch/Donnerstag) für täglich im Schnitt sechs Stunden in seinen Kindergarten. Bestehen bleibt die seit Beginn der Corona-Pandemie existierende Notbetreuung, die alleine in Bensheim von anfangs 20 auf nun über 350 Kinder angewachsen ist. Leicht auszurechnen, dass bei 1500 Kindergarten- und Krippenplätze in Bensheim bei den aktuellen Richtlinien kein Normalbetrieb möglich ist.

Entsprechend kam Kritik von Bürgermeister Rolf Richter am Sozialministerium und dies nicht nur an der kurzen Zeitspanne bis zum Eingang der Hygienevorschriften. „Ich habe kein Verständnis für die uneingeschränkte Fortsetzung der Notbetreuung. Die Anzahl ist erheblich gewachsen, wir haben Corona-Risikogruppen beim Personal, da bleibt für den Rest nur wenig übrig. Ich hätte mir auch andere Modelle vorstellen können“, so Richter und weiter „was am Beginn der Pandemie richtig war, ist es jetzt nicht mehr zwingend. Ich plädiere dafür die Notbetreuung aufzuheben und einen wirklichen eingeschränkten Regelbetrieb zu erlauben. Damit können wir den Kindern ein gleiches und den meisten ein größeres Angebot anbieten, das allen gerecht wird“. (Siehe auch Videobotschaft von Bürgermeister Rolf Richter, vom 27. Mai unter https://bensheim-auerbach.com/kommunalpolitik/coronavirus-videobotschaft-von-buergermeister-rolf-richter

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