Außengelände am „Hochstädter Haus“ eingeweiht

Steingruppe aus Materialresten zur Skulptur gestaltet

Mit einer Open-Air-Veranstaltung wurde am Sonntag (11.) offiziell das Außengelände am Hochstädter Haus eingeweiht. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Orchester des TSV Mannheim.

Der Schlussstein ist gesetzt. Routiniert schwang der ehemalige Hochstädter Ortsvorsteher und ehrenamtliche Bauleiter Bernd Rettig den Hammer, der Pflasterstein versank im Erdreich. Es ist der Schlusspunkt einer langjährigen Planung und Bauzeit vom Umbau der früheren Marmoritkantine zum Hochstädter Haus, welche nun auch offiziell am Sonntag (11.) mit der Einweihung beziehungsweise Fertigstellung der Neugestaltung des Außengeländes am Hochstädter Haus abgeschlossen werden konnte.

Musik vom Orchester des TSV Mannheim

Zahlreiche Hochstädter oder auch Gäste aus dem benachbarten Auerbach fanden sich -konsequent unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln- auf dem Außengelände ein. Darunter auch Bensheims Bürgermeisterin Christine Klein oder Stadtverordnetenvorsteherin Christine Deppert. Ein gutbesuchter Event. So füllte sich insbesondere um die Mittagszeit zusehends die Veranstaltungsfläche, gab es doch neben leckeren Kuchen auch Gulaschsuppe für die Gäste. Für die musikalische Unterhaltung sorgten rund 30 Musikerinnen und Musiker vom Orchester des TSV Mannheim. Ein Ensemble, dass auch schon seit Jahren zum Abschluss der Kurkonzertreihe in Auerbach aufspielt und von klassischer Unterhaltungsmusik über Operetten- und Musicalpotpourris ein breites Repertoire abbildet. Den kirchlichen Segen sprach Prädikant und Kirchenvorstandsmitglied der evangelischen Kirchengemeinde Bensheim-Auerbach und Hochstädten Fabian Czypull.

Setzte den Schlussstein für das Projekt Hochstädter Haus: Der ehrenamtliche Bauleiter Bernd Rettig.

Außengestaltung kostete 30.000 Euro

Auf dem circa 300 Quadratmeter großen Außengelände, dass sowohl Hochstädter als auch Auerbacher Gemarkung umfasst, entstanden 17 öffentliche Pkw-Stellplätze, davon zwei behindertengerecht. Circa 66 Tonnen Pflastersteine wurden ehrenamtlich verlegt, eine optische Kiesfläche gestaltet, auf dem Hang neben dem Stolleneingang eine Blühwiese angelegt oder zwischen der Pflasterfläche Bäume gepflanzt. Eine gestalterische Aufwertung erhält das Gelände auch durch eine mit Gabionen gestaltete Mauer. Nicht zu vergessen der offene von viel Grün umfasste offene Ablauf, mit dem im Stollen austretendes Wasser zu einer schmalen Rinne gefasst wird und die letztendlich im Bach mündet. Kostenpunkt der Außengestaltung: 30.000 Euro. Miteingeflossen sind auch 5.000 Euro aus dem hessischen Landeswettbewerb „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ „Ohne ehrenamtliche Arbeit wäre der Preis allerdings nie zu halten gewesen“, verdeutlichte der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Heimatpflege Andreas Klemm.   

Anekdote um die Skulptur

Wohl in die Anekdoten der Hochstädter Geschichte eingehen wird die Verwertung von drei übrigblieben Dreiecksbodenplatten, welche nach verschiedenen wieder verworfenen Vorschlägen zu einer Skulptur geformt wurden. Mit dem Abbrechen einer Spitze an einer der 140 Kilogramm schweren Platten geschah allerdings gleich zu Beginn ein nicht vorhersehbares Malheur, wie Bernd Rettig verriet. Guter Tat war teuer. So versuchten die Mannen um den Hochstädter Wolfgang Scheffler zunächst den Schaden mit Silikon zu kleben. Ein eher nicht ganz tauglicher Versuch, so dass er schließlich als Gag dem Stein einen Verband anlegte. Die zündende Idee hatte wiederum Wolfgang Scheffler, der eine Edelstahlmanschette spendete, in die mit großen Buchstaben „Gemeinsam“ graviert wurde.    „Das Wort gemeinsam ist bekanntlich das Gegenteil von einsam. Es steht stellvertretend für das Hochstädter Haus. Für gemeinsame Feiern und das Miteinander bei der Bauausführung“, erklärte die Vorsitzende des Fördervereins Susanne Sartorius. Und Bürgermeisterin Christine Klein ergänzte: „Das Wort ist auch in die Zukunft gerichtet und findet sich im Begriff „Dorfgemeinschaftshaus“ wieder“. Zudem wurde als erläuternder Hinweis der Satz „Diese Steingruppe steht für das Miteinander aller, die den Bau des Hochstädter Hauses ermöglicht haben und sich für seine Bewirtschaftung einsetzen“ eingraviert.   

Aus Materialresten der Gestaltung des Außengeländes wurde eine Skulptur am Hochstädter Haus errichtet.

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