Bensheim auf Weg dem Richtung Sicherheitssiegel

Zweite Sicherheitskonferenz zur Initiative Kompass durchgeführt

KOMPASS wird zu einem Erfolgsmodell. Fast 50 Kommunen beteiligen sich zwischenzeitlich seit seiner Vorstellung durch Innenminister Peter Beuth im Jahre 2017 an der Sicherheitsinitiative KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheits Siegel) des hessischen Innenministeriums, darunter auch die Bergsträßer Gemeinden Bensheim, Gorxheimertal, Lampertheim und Viernheim. Weitere zwölf -unter anderem Heppenheim und Fürth- haben sich beworben und befinden sich noch in der Warteschleife. Speziell in Bensheim sind die Vorarbeiten für eine Verleihung des begehrten Sicherheitssiegels schon sehr weit. Dies zeigte sich bei der am gestrigen Donnerstagabend (30.10.) im Bensheimer Kolpinghaus durchgeführten zweiten Kommunalen Sicherheitskonferenz.

Passgenaue Sicherheitskonzepte

Allein 13 Projekte auf dem Sektor Sicherheit sind in Bensheim bereits präsent. Dazu zählen beispielsweise der freiwillige Polizeidienst, City-Streifen oder so bekannte Konzepte, wie die Wachsamen Nachbarn, Ordnungspartnerschaften von Landes-, Bundespolizei, Deutsche Bahn und Stadt Bensheim am Bahnhof oder auch verschiedene Präventionsprogramme. „Wir wollen uns nicht ausruhen, sondern noch besser werden“, erinnerte in seiner Ansprache Bürgermeister Rolf Richter an die Motivation der Bensheimer Bewerbung vom Februar 2018. Der Vorteil vom KOMPASS liegt in der Erarbeitung und Umsetzung von passgenauen Sicherheitskonzepten durch die beteiligten Sicherheitspartner Kommune, Polizei, Bürger und weiteren gesellschaftliche Akteuren.

Fragebogenaktion als Grundlage

Grundlage für weitere Überlegungen war in Bensheim die Auswertung einer Fragebogenaktion. 677 Personen hatten sich beteiligt, die meisten im Altersspektrum zwischen 30 und 60 Jahre. „Bei den Jüngeren wurden wir zusätzlich direkt aktiv“, verdeutlichte der Leiter des Team Ordnung, Soziales und Integration Jochen Scharschmidt. Demnach fühlen sich tagsüber 85 Prozent in ihrer Heimatgemeinde sicher, nachts waren es immerhin noch 38 Prozent. Die Ergebnisse der Gründe, wie Dunkelheit oder größere Menschengruppen oder die Benennung von Angsträumen decken sich im Übrigen mit Aussagen der Teilnehmer der ersten Sicherheitskonferenz.

Maßnahmen bereits umgesetzt

Entsprechend wurde die Verwaltung bereits aktiv und setzte wie beispielsweise am Bensheimer Bahnhof verschiedene Maßnahmen um. So wurden dort unter anderem die Videoanlage verbessert, Sträucher zurückgeschnitten, die Beleuchtung verbessert oder der Aufenthaltsort für den Treffpunkt einer regelmäßig dort anwesenden Personengruppe verändert. „Wir haben auch die Kontrolldichte erhöht“, ergänzte auch Martin Runzheimer von der Polizeistation Bensheim. Darüber hinaus gibt es zwischenzeitlich monatliche Besprechungen zwischen Stadtverwaltung und Polizei oder auch eine Bürgersprechstunde des Sicherheitsdezernenten Adil Oyan.

Neue Pläne zur Sicherheit

Neu auf der Agenda sind unter anderem die Einrichtung einer Arbeitsgruppe bestehend aus den mit dem Thema Sicherheit beschäftigten Institutionen, von Schulen bis hin zur Bundespolizei, die Verlegung der WC-Anlage am Bahnhof Bensheim, weitere Modernisierungen an der bestehenden Videoanlage oder auch die Adaption von Präventionsprogrammen der Polizei. Zur Koordination, Unterstützung der Verwaltung oder auch als direkter Ansprechpartner bei den Themen Prävention und Sicherheit könnte -wie auch in anderen Städten- zum Beispiel ein Sicherheitsbeauftragter dienen, zumal auch nach dem Erhalt des Sicherheitssiegels Maßnahmen ständig auf dem Prüfstand stehen. Die Überlegungen sind vielfältig. Wie Stefanie von Hammel, KOMPASS-Beraterin im Polizeipräsidium Südhessen, ausführte wird aktuell an einem Sicherheitsbericht beziehungsweise an einer -analyse gefeilt, der im Anschluss zur Prüfung und Entscheidung über die Siegelverleihung dem hessischen Innenministerium zugeschickt wird.

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