Bislang nur wenig Terminabsagen wegen Impfstoff „AstraZeneca“

Anfang/Mitte März starten dezentrale Impfungen im Kreis Bergstraße für nicht mobile über 80-jährige

Von positiven Nachrichten konnte Landrat Christian Engelhardt in der am heutigen Donnerstagvormittag (18.) durchgeführten Video-Pressekonferenz mit der Kreisspitze zur Thematik Corona-Impfungen berichten. Demnach wurden Stand gestern Abend 7256 Impfungen in Pflegeeinrichtungen ausschließlich bei Personen der ersten Priorisierungsgruppe durchgeführt. Davon entfallen 5935 Dosen auf Erstimpfungen, bei 1321 Impfberechtigen wurde bereits zum zweiten Mal die Nadel angesetzt. „Anfang/Mitte März sind wir dann mit den Pflegeheimen durch und können mit Hilfe der mobilen Impfteams mit dezentralen Impfterminen beginnen“, erläuterte der Landrat. Dass die Impfungen bei den über 80-jährigen in der Tat Wirkung zeigen, verdeutlichte Gesundheitsdezernentin Diana Stolz: „Die Zahlen in den Pflegeeinrichtungen sind deutlich gesunken. Es sind nur noch drei Pflegeheime, im Schnitt mit ein bis vier Personen, betroffen. Das macht in der Gesamtzahl der Neu-Infizierten nur noch zwei Prozent aus“.   

Impftermine werden vorgezogen

Zweite positive Nachricht des Landrats war, dass tatsächlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht. So werden alle über 80-jährigen Impfberechtigte, die einen Termin für nach dem 22. März erhalten haben, mit einer automatisierten E-Mail vom Land Hessen angeschrieben, dass sie ihren Termin vorziehen und einen neuen für das Impfzentrum vereinbaren können. Wer einen Paartermin gebucht habe, könne entsprechend auch für zwei Personen einen neuen Termin erhalten.

Parallel zu den Terminen im Impfzentrum erfolgt die Impfungen von medizinischen Personal und Rettungsdiensten mit dem Impfstoff „AstraZeneca“.  Auf Nachfrage bestätigte Christian Engelhardt, dass aufgrund der öffentlichen Diskussionen um den Impfstoff bislang „nur ein paar wenige Absagen“ von Impfberechtigten vorliegen. Außergewöhnliche beziehungsweise über die zu erwartenden hinausgehenden Nebenerscheinungen waren ihm aktuell nicht bekannt. Bezüglich der am Abend vorliegenden nicht verimpften Dosen liegt eine Nachrückerliste von Impfberechtigten aus der Priorisierungsgruppe 1 vor.

In acht entfernten Kommunen Impfungen geplant

Anfang/Mitte März startet im Kreis Bergstraße die Möglichkeit für nicht mobile Impfberechtigte einen Termin dezentral vor Ort über ihre Kommune zu vereinbaren. Dies betrifft ausschließlich eine spezielle Personengruppe der über 80-jährigen, die überhaupt keine Möglichkeit haben nach Bensheim zu kommen. Zum Auftakt werden Impftermine in mehr als 20 Kilometer von Bensheim entfernten acht Bergsträßer Kommunen angeboten. Diesbezüglich wurden die Bürgermeister*innen der betroffenen Gemeinden Neckarsteinach, Hirschhorn, Groß-Rohrheim, Wald-Michelbach, Gorxheimertal, Biblis, Abtsteinach und Grasellenbach bereits informiert. „Wer bereits einen Termin in Bensheim hat, sollte diesen allerdings präferiert wahrnehmen“, heißt es aus dem Landratsamt.

Nach der Impfung dieses Personenkreises erfolgt zunächst eine Evaluierung mit der jeweiligen Gemeindeverwaltung, ehe in weiteren Kommunen Termine vereinbart werden können. Wann mit der Impfung  von zuhause gepflegten Bettlägerigen  begonnen wird, ist derzeit nicht bekannt, da vom Land Hessen bislang die Daten aus den Fragebögen der Betroffenen noch nicht übermittelt wurden.

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