Briefwahl: Stimmabgabe von der Couch – so geht`s

Unbedingt wählen gehen! Am 14. März Kommunalwahl in Hessen

Die Stimme bei der Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahl einfach bequem von daheim abgeben. Die Briefwahl erfreut sich immer größerer Beliebtheit und -wie sich schon bei der Bensheimer Bürgermeisterwahl herauskristallisiert- bekam sie bedingt durch die Corona-Pandemie einen weiteren Schub. Grundvoraussetzung ist lediglich, dass die entsprechenden Unterlagen rechtzeitig beantragt werden.

Bis zu 136 Stimmen möglich

Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie ist sicherlich ein weiterer guter Grund, per Brief an der am 14. März anstehenden Kommunalwahl teilzunehmen, Größe und Umfang der Stimmzettel. Gewählt werden neben der Stadtverordnetenversammlung auch der Landrat, die Zusammensetzung im Kreistag und die Ortsbeiräte. Da kommen in Bensheim auf vier Stimmzetteln im Gesamten locker 127 Kreuzchen zusammen, vorausgesetzt man will seine Möglichkeiten zum panaschieren (Vergaben der Stimmen in verschiedenen Wahlvorschlägen) und kumulieren (Ausgewählten Personen bis zu drei Stimmen geben) voll auskosten. Dazu kommen für seit sechs Wochen mit Hauptwohnsitz in Bensheim gemeldete ausländische Einwohner nochmals neun Stimmen für die Ausländerbeiratswahl. Ein nicht unerheblicher Zeitaufwand, den Wählerinnen und Wähler auch bequem von zuhause auf der Couch aufwenden können.

Wie beantrage ich Briefwahl?

Wer seine Stimme per Brief abgeben will, braucht die nötigen Unterlagen. Diese kann man beim Wahlamt seiner Gemeinde beantragen. Möglich ist dies bereits seit dem 1. Februar online unter https://www.bensheim.de auf der Internetseite der Stadt Bensheim. Noch einfacher geht es mit der zwischenzeitlich bei jedem Wahlberechtigten im Briefkasten angekommenen Wahlbenachrichtigungskarte. Auf dieser ist auf der Rückseite auch gleich das Antragsformular für die Briefwahlunterlagen aufgedruckt. Wer dieses ausgefüllt zurückschickt, bekommt alles Nötige per Post.

Briefwahl auch im Bürgerbüro möglich

Generell ist Briefwahl auch im Bürgerbüro zwar möglich, die Stadtverwaltung empfiehlt aber, dies möglichst kontaktlos zuhause vorzunehmen. Wer die Unterlagen im Bürgerbüro abholen möchte, wird darum gebeten, diese mit nach Hause zu nehmen und dort auszufüllen, um Wartezeiten und Menschenansammlungen zu vermeiden. Wer die Unterlagen persönlich abgegeben möchte, sollte beachten, dass es sich um großformatige Umschläge handelt und daher vorzugsweise der Briefkasten am Rathaus (Kirchbergstraße 18) genutzt werden sollte.

Der Gang zur Urne in seinem Wahlbüro kann der Wahlberechtigte alternativ natürlich trotzdem antreten. Dies gilt auch, wenn die Briefwahl bereits beantragt wurde. Wichtig dabei: Den Wahlschein (nicht die Stimmzettel) unbedingt mitnehmen und im Wahllokal vorlegen, damit der Eintrag im Wählerverzeichnis kontrolliert werden kann. Den wählen darf bekanntlich jeder nur einmal. Die Stimmzettel werden dann neu im Wahlbüro ausgefüllt. Theoretisch können aber ausgefüllte Briefwahlunterlagen auch noch am Wahlsonntag (14. März), bis 18 Uhr, im Rathaus persönlich abgeben werden.

Welche Unterlagen erhalte ich?

Mit den Briefwahl-Unterlagen bekommt der Wähler*innen die Stimmzettel, dem Wahlschein (ein amtliches Dokument, mit dem die Berechtigung bestätigt werden soll), mehrere Umschläge und ein Merkblatt mit den wichtigsten Schritten. In Bensheim treten die auch bisher in der Stadtverordnetenversammlung vertretenden Parteien an: CDU, Grüne, SPD, AfD, FDP, BfB und FWG. So verhält es sich auch bei der Wahl zum Auerbacher Ortsbeirat in dem Listenvertreter von CDU, Grüne, SPD, FDP, Bürger für Bensheim und FWG mitwirken. Auf Kreistagsebene stehen neben CDU, Grüne, SPD AfD und FDP auch die Die Linke, die Freie Wähler (Verein) und die Freie Wähler (Partei) zur Wahl.

Für die sechsjährige Amtszeit des Landrats kandidieren der amtierende Landrat Christian Engelhardt (CDU) sowie die Herausforderer Kreisbeigeordneter Karsten Krug (SPD) und Evelyn Berg (Bündnis 90/Die Grünen). Auf der Liste zur Ausländerbeiratswahl stehen 13 Namen. Einen Stimmzettel mehr haben übrigens die Kreis-Kommunen Mörlenbach, Fürth, Birkenau, Viernheim und Grasellenbach, finden dort doch parallel Bürgermeisterwahlen statt.

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