Christian Engelhardt bleibt Landrat des Kreises Bergstraße

CDU bleibt in den Parlamenten stärkste Kraft/Grüne legten am meisten zu

Christian Engelhardt dominierte bereits im ersten Wahlgang die Wahl für den künftigen Landrat des Kreises Bergstraße. Der Amtsinhaber holte 63,28 Prozent der Stimmen. Bild © kb

Das Trendergebnis vom heutigen Wahlsonntag (14.) liegt vor. Ein Fingerzeig sind die heutigen Ergebnisse der Kommunalwahl allemal. Trotzdem es ist nur ein Trend, fehlen doch noch die Stimmen vom Panaschieren und Kumulieren. Die Wahlergebnisse müssen also erst zu Ende gelesen werden, was Mitte der Woche der Fall sein dürfte. Fertig ausgezählt wurden allerdings die Stimmen zur Wahl des künftigen Bergsträßer Landrates.

Christian Engelhardt dominierte

Drei Kandidaten*innen wollten mit Amtsinhaber Christian Engelhardt von der CDU, Karsten Krug von der SPD und Evelyn Berg von den Grünen Verwaltungschef im Kreis Bergstraße werden. Bekanntlich setzte sich Christian Engelhardt 2015 in der Stichwahl mit 53,9 Prozent durch und wollte sein Amt -möglichst im ersten Wahlgang- verteidigen. Nach der Auszählung steht fest: eine erneute Stichwahl wird es nicht geben. Der CDU-Landrat Christian Engelhardt konnte sich gegenüber seiner Herausforderer behaupten. 63,28 Prozent der Wähler im Kreis Bergstraße stimmten für ihn, am 16. September geht der Amtsinhaber nun in seine zweite Wahlperiode. Der von der SPD unterstützte Kreisbeigeordnete Karsten Krug erreichte 23,92 Prozent; Evelyn Berg von den Grünen erhielt 12,80 Prozent der Stimmen.

Die Ergebnisse der Stadtverordnetenwahl

Aber auch der Trend sorgt in den Parteien und Listenverbindungen mit Sicherheit für nicht gerade entspannte Gesichter bei allen Matadoren. Legt man die Trendergebnisse zur Stadtverordnetenversammlung von 2016 zugrunde gehen die Grünen wohl als klare Gewinner der Wahl über die Ziellinie. Sie konnten am meisten zulegen und erreichten nach 14,1 Prozent (Trend) in 2016 einen Spitzenwert von 25,52 Prozent. Stärkste Partei wurden erneut die Christdemokraten, die mit 31,88 Prozent mehr Stimmen als im Jahre 2016 (30,4 Prozent) erhielten und zudem -wie regelmäßig bei vergangenen Wahlen- nochmals im Anschluss mit Einzelstimmen punkten könnten.

Drittstärkste Kraft wäre nach dem Trendergebnis die SPD mit 16,92 Prozent (Trend 2016: 17,9). Stark verloren hat die AfD, die in 2016 aus dem Stand auf 17,4 Prozent der Stimmen kam und jetzt lediglich noch 4,43 Prozent erreichte. Ein Ergebnis, dass sich -sollte die Auszählung von Panaschieren und Kumulieren ähnliche Ergebnisse wie 2016 aufzeigen- noch stark nach unten korrigiert werden könnte. Nach oben ging es mit 8,98 Prozent (Trend 2016: 6,6 Prozent) für die jungen Kandidaten der FDP, während die BfB nach 10,6 Prozent im Trend 2016 doch stark verloren und noch lediglich 6,73 Prozent der Wählerstimmen erreichte. Zulegen konnte nach 2016 mit 5,54 Stimmen auch die FWG (Trend 2016: 2,9 Prozent).

CDU nach Trend knapp stärkste Kraft im Ortsbeirat

Ähnlich verliefen die die Trendergebnisse, die sich ausschließlich aus den Kopfstimmen zusammensetzen, bei den Wahlen zum Auerbacher Ortsbeirat. Allerdings ist gerade in den Ortsbeiräten damit zu rechnen, dass sich der Stimmenanteil beim Auszählen der Einzelstimmen nochmals stark verändert wird. Nach Auszählung der Listenstimmen der Wahlbezirke haben sich alle bisher im Auerbacher Ortsbeirat vertretenen sechs Parteien und Wählergemeinschaften wieder Sitze gesichert. Hier machten die Grünen mit 28,73 Prozent den größten Sprung (2016: 16,67) und wären nach den ausgezählten Listenstimmen hinter der CDU zweitstärkste Partei. Die CDU, die auch in den vergangenen Jahren stets die Nase vorne hatte, erreichten aktuell 32,02 Prozent (Trend 2016: 34,5) und verloren bei der Trendwahl knapp zwei Prozent. Rund 2,5 Prozent Stimmenverluste mussten bei erreichten 16,35 Prozent (Trend 2016: 18,72) auch die SPD hinnehmen. Die BfB holte 7,58 Prozent. Die Bürger erreichten in 2016 bei den Kopfstimmen noch 12,2 Prozent der Wähler. Stimmen eingebüßt hat auch die FDP. Sie gewannen 9,59 Prozent (Trend 2016: 10,9), Ebenfalls weniger Stimmen erreichten die Freien Wähler mit 5,67 Prozent (2016: 7 Prozent).

CDU im Kreis obenauf

71 Abgeordnete gilt es für den Kreistag zu wählen. Auch hier wurden lediglich die Listenstimmen in den Kommunen gezählt. Hier liegt die CDU mit 36,42 Prozent der Stimmen klar vorne. Es folgen dann Grüne mit 19,04 Prozent, SPD (18.91), AfD (9,74 Prozent) und FDP (7.17 Prozent). Aktuell nicht über fünf Prozent liegen die Partei „Die Linke“ (3,34 Prozent) und die Freien Wähler (Verein) mit 4,48 Prozent. Als Partei kamen die Freien Wähler lediglich auf 0,90 Prozent.

Endergebnis voraussichtlich am Mittwoch

Die am heutigen Sonntagabend (14.) ausgezählten Stimmen sind bei den Wahlen zu Kreistag, Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeirat lediglich ein Trendergebnis, nicht mehr und nicht weniger, wurden doch lediglich die sogenannten Kopfstimmen ausgezählt. Also nur die Stimmen, bei denen der Wähler*innen sein Kreuzchen bei den Parteien oder Gruppierungen gemacht hat. Ein Fingerzeig – was sie wirklich wert sind, wird sich Mitte der Woche zeigen. Erst am Montag und Dienstag werden die Stimmen, die aus dem Kumulieren und Panaschieren herrühren, im Bensheimer Rathaus von Bediensteten der Stadtverwaltung in Auszählungswahlbezirken notiert. Dies dürfte insbesondere bei den Kandidaten zu den Gemeindevertretungen nochmals für größere Verschiebungen auf den Listen führen, sind doch viele Bewerber den Wählern auch persönlich bekannt. Zudem spricht die erhöhte Anzahl von Briefwählern eher dafür, dass sich der Wahlberechtigte beim Ausfüllen der langen Listen auf der Couch einfach mehr Zeit ließ. Dies bedeutet: die Wahlergebnisse müssen erst zu Ende gelesen werden. Die offizielle Feststellung des amtlichen Endergebnisses erfolgt in der Sitzung des Wahlausschusses am 24. März 2021.

Text Post 2, Werbung