Christine Deppert als Stadtverordnetenvorsteherin wiedergewählt

Konstituierende Sitzung der Bensheimer Stadtverordnetenversammlung

Wurde als Bensheimer Stadtverordnetenvorsteherin in der konstituierenden Sitzung des Gremiums wiedergewählt: Christine Deppert. Bild © CDU

Gegenstimme gab es erwartungsgemäß keine. So wurde am gestrigen Donnerstagabend (29.) in der konstituierenden Sitzung der Bensheimer Stadtverordnetenversammlung auf Vorschlag der CDU Christine Deppert einstimmig als Stadtverordnetenvorsteherin wiedergewählt. Es ist ihre zweite Wahlperiode. Die Wahl wurde nach der offiziellen Eröffnung und Begrüßung von Bürgermeister Christine Klein vom ältesten Mitglied des Gremiums, Rolf Kahn (AfD) geleitet. Er hatte in dieser Funktion bereits Übung, fungierte er als Altersvorsitzender doch schon bei der konstituierenden Sitzung des Hessischen Landtages im Jahr 2019. Als ihre Stellvertreter fungieren in den nächsten fünf Jahren die frischgewählte Stadtverordnete Sarah Höller (Grüne) und Heike Moritz (SPD). Zudem wurde Benjamin Swatschina als Schriftführer und Markus Wetzel als sein Stellvertreter, beide vom Parlamentarischen Büro der Stadt Bensheim, bestätigt.  

Anzahl der Ausschüsse bleiben konstant

Keine Veränderungen gab es beim Beschluss zu den Ausschüssen. Auch in dieser Legislaturperiode bewältigen jeweils neue Stadtverordnete viel Sacharbeit im Haupt- und Finanzausschuss, Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss und im Sozial-, Sport- und Kulturausschuss. Entsprechend dem bei der Kommunalwahl erreichten Stärkeverhältnis verteilen sich die Sitze auf CDU (3), Grüne (2) und SPD, FDP, BfB und FWG mit je einem Sitz. Die AfD hat aufgrund ihres Wahlergebnisses nur eine beratende Funktion. Die Benennung der Ausschussmitglieder erfolgt von den jeweiligen Fraktionen im Benennungsverfahren.

Magistrat um einen Sitz erhöht

Mit Hilfe eines gemeinsamen Antrages änderten die Fraktionen von CDU, Grünen, SPD, FDP, BfB, FWG und AfD die Hauptsatzung der Stadt Bensheim. Anlass ist die Erhöhung der Magistratsmitglieder von zehn auf elf. Hintergrund ist, dass nach der eigentlichen Besetzung -drei Sitze CDU, zwei für die Grünen, je ein Mitglied von SPD und FDP- das achte ehrenamtliche Mitglied zwischen BfB und FWG ausgelost werden müsste. Kraft Amtes dazu gezählt werden müssen die beiden Hauptamtlichen Nicole Rauber-Jung und Adil Oyan sowie als Vorsitzende Bürgermeisterin Christine Klein. Durch das einstimmige Votum der Stadtverordneten kann nun auf einen Losentscheid verzichtet werden. Leer ausgehen wird aufgrund ihres Kommunalwahlergebnisses die AfD. Die Wahl bis hin zur Vereidigung der ehrenamtlichen Mitglieder des Magistrats findet erst in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 20. Mai statt, da die Satzungsänderung erst am 10. Mai in Kraft tritt. Bereits zuvor tagen die Ausschüsse.

Drei Ehrenstadtverordnete ernannt

Den Abschluss der konstituierenden Sitzung bildete die Verleihung von Ehrenbezeichnungen für Parlamentarier, die mehr als 20 Jahre als Stadtrat, Stadtverordneter oder Ortsbeiratsmitglied fungierten. So wurde der langjährige Fraktionsvorsitzende der CDU, Markus Woißyk, zum Ehrenstadtverordneten ernannt. Er blieb seit dem Jahre 1998 der Kommunalpolitik in der Stadtverordnetenversammlung, in Ausschüssen, Kommissionen oder auch im Ortsbeirat treu. Von 1999 bis 2002 fungierte er in Personalunion als Ortsvorsteher von Bensheim-Mitte. Seit dem Jahre 2001 und damit seit 20 Jahren waren Holger Steinert (FDP) und Carmelo Torre (CDU) dabei und erhielten ebenfalls die Auszeichnung Ehrenstadtverordneter. In dieser Zeit fungierte Holger Steinert unter anderem 14 Jahre als stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher und fünf Jahre als stellvertretender Ortsvorsteher in Schönberg.

Verdiente ausgeschiedene Ortsbeiratsmitglieder

Den Titel Ehrenortsbeirat tragen nach ihrer Ehrung nun die ausgeschiedenen Auerbacher Ortsbeiratsmitglieder Achim Benick, Christoph von Fumetti und Thomas Roth. Sie werden zusätzlich am kommenden Montag (3.) in der Sitzung des Ortsbeirates verabschiedet. Zu Ehrenortsbeiräten wurden auch Brigitte Schmidt (Ortsbeirat Mitte), Dietmar Eberlein (Schwanheim) und die ehemaligen Schönberger Ortsbeiräte Klaus-Peter Koch und Rita Schuh ernannt. Auf beachtliche Gremien-Zeiten kamen hierbei Klaus-Peter Koch, der 36 Jahre in Schönberg wirkte und teilweise die Funktion des stellvertretenden Ortsvorstehers inne hatte sowie der langjährige Hochstädter Ortsvorsteher Bernd Rettig. Auch der engagierte Hochstädter gehörte fast 36 Jahre dem Gremium an und fungierte davon alleine 21 Jahre als Ortsvorsteher in vorderster Front. Verdienter Lohn seines jahrelangen Engagements: der Titel des Ehrenortsvorstehers.

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