Corona-Lage im Kreis entspannt sich mehr und mehr

Die Hälfte der Bergsträßer Kommunen sind aktuell ohne Corona-Infizierung

Von einer entspannten Corona-Situation im Kreis Bergstraße sprach am heutigen Donnerstagvormittag (25.) die Kreis-Spitze in ihrer regelmäßigen Corona-Video-Pressekonferenz, was sich auch in den aktuellen Zahlen wiederspiegelt. „Unsere Inzidenz ist derzeit mit 1,8 sehr niedrig. Man sollte allerdings dann auch richtig einordnen, dass praktisch jeder einzelne neue Fall im Wert dann viel ausmacht“, verdeutlichte Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz. Nach ihrer Auffassung schlagen bei den niedrigen Zahlen natürlich auch die Impfungen durch, wichtig sei allerdings auch, dass gerade bei Lockerungen die Testbereitschaft nicht nachlässt, um seitens des Gesundheitsamtes schnell Maßnahmen treffen zu können.

17 Kommunen haben die Inzidenz Null

Laut Auskunft aus dem Gesundheitsamt gibt es in der Hälfte der Bergsträßer Kommunen momentan keine infizierten Personen, 17 von 22 Städten und Gemeinden verzeichnen eine Inzidenz von Null. Auch ist das Durchschnittsalter der aktuell infizierten Personen auf 29 gesunken. Zudem befindet sich nur noch ein Bergsträßer auf Kreisebene in stationärer Behandlung. Zurück ging es auch bei den betroffenen Einrichtungen. So ist nur noch eine Kindertagesstätte mit einer Infizierung betroffen. Besser wird es auch bei den Flüchtlingsunterkünften. „Die Maßnahmen in den Einrichtungen von den derzeit betroffenen 18 Infizierten laufen bis auf eine in den nächsten Tagen aus“, erklärte der zuständige Dezernent, Kreisbeigeordneter Karsten Krug.

„Die aktuellen guten Zahlen sind auch ein Erfolg der Bevölkerung, welche den Weg so lange mitgegangen ist. Der Erfolg zeigt sich jetzt“, bedankte sich Landrat Christian Engelhardt, welcher auch nochmal kurz auf die neuen hessischen Regeln einging. Hier nochmal der Link zu der ab dem heutigen Freitag (25.) gültigen neuen Coronavirus-Schutzverordnung: https://www.hessen.de/sites/default/files/media/01_coschuv_stand_25.06.2021.pdf

Maßnahmen laut Eskalationskonzept

Zufrieden äußerte sich Landrat Engelhardt, dass bei einem „diffusen“ Geschehen, die Kompetenz für Entscheidungen wieder auf Kreisebene zurückfällt. Dies bedeutet, sollten die Inzidenzen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt sieben Tage in Folge über die 50-Marke steigen, kommt es entsprechend des Eskalationskonzepts vor Ort mit Allgemeinverfügungen zu kreisgenauen Verschärfungen. Wäre das Infektionsgeschehen klar eingrenzbar, beispielsweise auf ein Unternehmen, werden gezielte Hotspot-Maßnahmen ergriffen. Ab einer Inzidenz höher 100 greifen weitergehende Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise verschärfte Kontaktregeln und eine erneute Ausweitung der Maskenpflicht.

Aktuell 1.000 Impfungen im Zentrum

Trotz der derzeitigen Impferfolge bereitet der Blick auf den Herbst mit der Ausbreitung der ansteckenderen Corona-Varianten Sorge. „Mitentscheidend ist, dass wir mit dem Impfen schnell vorankommen“, so Engelhardt. Aktuell werden im Impfzentrum Bergstraße täglich mehr als 1.000 Dosen verimpft, nächste Woche steigert sich die Anzahl nochmal auf circa 1.400 Impfungen, wobei es sich in der überwiegenden Anzahl um Zweitimpfungen handelt. Zudem wurden in der 24. Kalenderwoche fast 9.000 Impfungen bei Haus-, Fach- und Betriebsärzten durchgeführt. „Das Ziel ist die Herdenimmunität im Herbst“, erklärte Engelhardt. Ferner führt der Kreis Bergstraße derzeit mit einem mobilen Impfteam bis voraussichtlich in der zweiten Juli-Woche pro Tag 12 Hausimpfungen durch.  

Impfausweis: QR-Code kommt per Post

Etabliert wird in den nächsten Tagen auch der digitale Impfnachweis. Der digitale Impfnachweis ermöglicht den Geimpften einen schnellen und einfachen Zugriff auf ihre Impfdaten. Der gelbe Impfausweis muss dann nicht mehr vorgezeigt werden, behält aber weiterhin seine Gültigkeit. „An im Impfzentrum geimpfte Personen wird der QR-Code vom Kommunalen Gebietsrechenzentrum verschickt. Dies ist einfacher“, verdeutlichte der Landrat. Das landesweit einheitliche Angebot sieht vor, dass die Impfzentren nach erfolgten Zweitimpfungen die Daten der Geimpften an den hessischen IT-Dienstleister ekom21 übermitteln, der über eine sogenannte „Batch-Lösung“ individuelle QR-Codes generiert und nach erfolgter Zweitimpfung postalisch an die Geimpften übermittelt. Dies gilt auch für die bereits in der Vergangenheit durchgeführten Impfungen. Die Geimpften können den QR-Code dann einfach per App scannen und erhalten so ihren digitalen Impfnachweis. Bereits Geimpfte können sich ihren Nachweis zudem auch in Apotheken und Arztpraxen ausstellen lassen.

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