Corona: Die zweite Nacht der nächtlichen Ausgangssperre in Mannheim

Nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 21 Uhr und 5 Uhr

Bild © Syaibatul Hamdi

In der zweiten Nacht der Ausgangsbeschränkung in Mannheim wurde laut Pressemeldung des Polizeipräsidiums wieder auf einen Mix von mobilen und stationären Kontrollen gesetzt. Dabei waren in der Nacht zum heutigen Sonntag (6.) insgesamt 100 zusätzliche Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Im Vergleich zur ersten Nacht, zeigte sich in der Nacht zum Sonntag allerdings ein etwas anderes Bild.

294 Fahrzeuge und 407 Personen kontrolliert

Insgesamt wurden 294 Fahrzeuge und 407 Personen kontrolliert. Obwohl in der Nacht zum Sonntag, im Vergleich zur vorangegangenen Nacht, wesentlich weniger Fahrzeuge und Personen in der Innenstadt und in den Stadtteilen unterwegs waren, wurden 189 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt. Dies betraf allerdings nur zu einem geringen Teil die Mannheimer Bevölkerung, die ihrerseits zum weitaus größten Teil triftige Gründe, wie die Wege von oder zur Arbeit oder familiäre Gründe ins Feld führten. Vielmehr wurden fast nur Personen kontrolliert, die auch von weit her anreisten, um in Mannheim auszugehen und denen die Ausgangsbeschränkung nicht bekannt war.

Fünf Personen uneinsichtigt

Die ganz große Mehrheit war einsichtig und zeigte Verständnis, weshalb es bei aufklärenden Gesprächen blieb. Gegen fünf Personen wurden allerdings Bußgeldverfahren eingeleitet. Sie hatten sich absolut uneinsichtig gezeigt und wollten die Beschränkungen nicht einhalten. Zusätzlich wurde ihnen ein Platzverweis für das Stadtgebiet Mannheim ausgesprochen, denen sie mürrisch nachkamen. Darüber hinaus wurden zehn Verstöße gegen die CoronaVO registriert, die ebenfalls zur Anzeige kommen werden.

Das Polizeipräsidium Mannheim wird auch weiterhin Nacht für Nacht den eingeschlagenen Weg mit einem hohen Personalansatz fortsetzen und die Durchsetzung der Ausgangsbeschränkung in den polizeilichen Mittelpunkt stellen. (ots)

Artikel, vom 5. Dezember 2020:

Corona: Nächtliche Ausgangssperre in Mannheim
Nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 21 Uhr und 5 Uhr

Mannheim prescht vor. Bereits am 3. Dezember erließ die Stadt Mannheim eine Allgemeinverfügung mit der seit dem gestrigen Freitag (4. Dezember) eine nächtliche Ausgangsbeschränkung einhergeht. Die Ausgangsbeschränkungen werden bis einschließlich 14. Dezember, 5 Uhr, gelten. Voraus ging die Ankündigung der Baden-Württembergischen Landesregierung, dass die Bewohner in Regionen, wo binnen einer Woche mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert werden, nachts nur noch mit einem triftigen Grund das Haus verlassen dürfen.

Ausufernde Infektionszahlen

In Mannheim waren die Corona-Infektionszahlen zuletzt ausgeufert. Während die Inzidenz in Baden-Württemberg am heutigen Samstag mit der Marke 139,6 gemeldet wurde, lagen die Werte in Mannheim zuletzt ununterbrochen über der Marke 200 und wurde heute mit 224,4 erneut deutlich über dem Landesdurchschnitt gemeldet. Die Ausgangsbeschränkungen gelten von 21 Uhr bis 5 Uhr. So benötigt man zum Verlassen des Hauses einen „triftigen Grund“. Dazu zählen beispielsweise berufliche Tätigkeiten oder medizinische Notfälle. Auch der Hund darf noch von einer Person „Gassi“ geführt werden. Ausgeschlossen sind allerdings Einkäufe oder das Abholen von Lebensmitteln.

Über 800 Personen kontrolliert

Das die Allgemeinverfügung nicht nur auf dem Papier gilt unterstrich am gestrigen Abend ein Großaufgebot von Polizeikräften „in den Quadraten“. Laut Pressemeldung der Polizei Mannheim wurden insgesamt 631 Fahrzeuge angehalten und 837 Personen überprüft. 55 von ihnen konnten keine triftigen Gründe zu ihrer Rechtfertigung angeben und verstießen somit gegen die Ausgangsbeschränkung. Als triftige Gründe kristallisierten sich an diesem Abend einerseits der Weg von oder zur Arbeit mit rund 80 Prozent aller kontrollierten Personen heraus, andererseits gaben die übrigen 20 Prozent familiäre Gründe an. Gegen 23 Uhr sei die Innenstadt praktisch menschenleer gewesen. Auf Bußgelder wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung wurde zunächst verzichtet. Man setzte noch auf Kommunikation, Aufklärung und Einsicht.  

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