Corona: Schulen und Kitas schließen am Donnerstag

Laut RKI-Zahlen hat Kreis Bergstraße „Stufe 165“ der Bundes-Notbremse dreimal überschritten

Ab Donnerstag (29.) müssen Schulen und Kitas gemäß der Bundes-Notbremse -bis auf wenige Ausnahmen- wieder schließen. Laut RKI-Zahlen wurde die „Stufe 165“ dreimal in Folge überschritten. Unser Bild zeigt die Schlossbergschule in Auerbach.

Jetzt ist es auch im Kreis Bergstraße soweit. Am Donnerstag (29.) müssen Schulen und Kitas gemäß der Bundesnotbremse wieder schließen, wurde doch am heutigen Dienstag (27.) laut RKI der neue Grenzwert von 165 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohner zum dritten Mal in Folge gerissen. Dies bedeutet: die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler müssen wieder zurück in den Corona-Lockdown und von zu Hause aus lernen. Erst vergangene Woche waren sie nach dem Ende der Osterferien in die Klassenzimmer zurückgekehrt – mit Maske, Abstand und negativen Corona-Schnelltest.

Kontaktbeschränkung und Ausgangssperre

Bereits seit heute gilt im Kreis Bergstraße aufgrund des dreimaligen Überschreitens der Inzidenz von 100 die Bundes-Notbremse. Zu den bekanntesten Einschränkungen gehören unter anderem eine Kontaktbeschränkung für private Treffen drinnen und draußen auf einen Haushalt und einer weiteren Person (Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden nicht mitgezählt) oder die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Am morgigen Mittwoch folgt schon die nächste „Stufe 150“, da auch diese Latte dreimal gerissen wurde. Dies bedeutet alle Geschäfte, die bis zu einer Inzidenz von 150 Terminshopping (Click and Meet) anbieten durften, müssen ab dieser Schwelle schließen. „Click and collect“, also die Abholung von Waren beziehungsweise deren Auslieferung, bleibt weiterhin möglich.

RKI-Zahlen maßgebend

Am heutigen Dienstag veröffentlichte das RKI für den Kreis Bergstraße eine Inzidenz von 166,1, wodurch zum dritten mal die Marke 165 überschritten wurde. Der Kreis Bergstraße wird am heutigen Abend mit seinen korrekten Zahlen einen Wert von circa 163 melden. Nützt allerdings nichts, maßgebend sind die Zahlen des RKI. Demnach ist dann der Präsenzunterricht in Schulen und die Regelbetreuung in Kitas untersagt. Eine Notbetreuung wird eingerichtet. Mögliche Ausnahmen: Abschlussklassen und Förderschulen.

Hier ein aktueller Überblick über die mit der bundesweiten Notbremse betroffenen hessischen Städte und Kreise: https://soziales.hessen.de/gesundheit/corona-in-hessen/in-diesen-kreisen-und-staedten-greift-die-bundes-notbremse

Hier die für den Kreis Bergstraße geltenden Regeln ab der „Stufe 100“:

Kontaktbeschränkungen für private Treffen drinnen und draußen:

Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum sind nur zwischen Personen eines Haustandes mit einer weiteren Person aus einem anderen Hausstand möglich (Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden nicht mitgezählt) – Treffen mit mehr Menschen dagegen nicht.

Ausgangsbeschränkungen:

Kein Verlassen des häuslichen Bereichs (inklusive privatem Grundstück) zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Ausnahmen bei triftigen Gründen, u.a.: Weg zur Arbeit, medizinischer Notfall, Mandatsausübung, Wahrnehmung des Sorge- oder Umgangsrechts, Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen oder Minderjähriger oder Begleitung Sterbender, die Versorgung von Tieren („Gassi gehen“).
Bis 24 Uhr ist es möglich, alleine draußen zu joggen oder spazierengehen (jedoch kein Sport nicht in Sportanlagen).

ÖPNV:

Bei der Nutzung besteht die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar).

Öffnungen von Geschäften:

Geöffnet bleiben der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel.
In allen Fällen bleiben natürlich die Beachtung entsprechender Hygienekonzepte und die Maskenpflicht Voraussetzung. Insbesondere ist beim Einzelhandel des erweiterten täglichen Bedarfs eine begrenzte Kundenzahl erlaubt (richtet sich nach Größe des Geschäfts).

Körpernahe Dienstleistungen:

Körpernahe Dienstleistungen sind nur zu medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken und nur mit FFP 2 Maske zulässig. Kosmetik- und Tattoostudios müssen schließen, ebenso Fitnessstudios und Solarien.
Ausnahme: Friseurbesuch und Fußpflege mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Test und mit Maske (FFP2).

Eingeschränkte Freizeit- und Sportmöglichkeiten:

Gastronomie und Hotellerie, Freizeit- und Kultureinrichtungen bleiben geschlossen. Abholung- und Lieferdienste sind weiterhin möglich.
Ausnahmen: Außenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten. Sie können mit aktuellem negativen Test besucht werden.

Berufssportler sowie Leistungssportler der Bundes- und Landeskader können weiterhin trainieren und auch Wettkämpfe austragen – ohne Zuschauer und unter Beachtung von Schutz- und Hygienekonzepten.

Für alle anderen gilt: Ausübung kontaktlosen Individualsports ist alleine, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes möglich. Ausnahme: Kinder bis 14 Jahre können draußen in einer Gruppe mit bis zu fünf anderen Kindern kontaktfrei Sport machen.

Schulen:

Schulen gehen in den Wechselunterricht. Ohnehin gilt die Testpflicht für die Präsenztage.

Zusätzliche Regeln „Stufe 150“ ab Mittwoch (28.):

Geschäfte: Alle, die bis zu einer Inzidenz von 150 Terminshopping anbieten durften, müssen ab dieser Stufe schließen. „Click and collect“, also die Abholung von Waren beziehungsweise deren Auslieferung, bleibt weiterhin möglich. Da „Click & meet“ in Hessen erst aufgrund der ab heute geltenden Verordnungslage möglich sei, bleibe es damit beim aktuellen Status, so der Landrat.

Zusätzliche Regeln „Stufe 165“ ab Donnerstag (29.):

Abschlussklassen (und Förderschulen): Wechselunterricht
Alle anderen Klassen: Distanzunterricht mit Notbetreuung (Klasse 1-6)

Demnach ist dann der Präsenzunterricht in Schulen und die Regelbetreuung in Kitas untersagt. Eine Notbetreuung wird eingerichtet. Mögliche Ausnahmen: Abschlussklassen und Förderschulen.

Wieder aufgehoben werden können die Regeln, wenn die Inzidenz an fünf Tagen hintereinander wieder stabil unter dem jeweiligen Grenzwert (100, 150 oder 165) gelegen hat.

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