Corona-Sonder-Impfaktionen im Kreis Bergstraße gestartet/Statistische Zahlen

Delta-Variante im Kreis mit 62 Prozent vertreten/23 Reinfizierte und 35 Impfdurchbrüche

„Wir haben leider einen Rückgang bei den Personen, die sich impfen lassen. Sowohl bei den Ärzten als auch im Impfzentrum. Seit Anfang dieser Woche dürften wir daher auch Extra-Impfaktionen fahren“, schilderte Landrat Christian Engelhardt in der heutigen (15.) zum letzten Mal vor der Sommerpause durchgeführten Video-Pressekonferenz (15.) die aktuelle Situation. So läuft derzeit eine Aktion mit dem Impfstoff Johnson und Johnson, in deren Rahmen sich Personen ohne Termin im Impfzentrum in Bensheim mit diesem Wirkstoff die Nadel setzen lassen können. Zusätzlich wird momentan eine Impfaktion im Feriendorf Kröckelbach durchgeführt.

Impfaktion für unter 16-jährige

Ferner sind in der kommenden Woche Impfaktionen in den Berufsschulen geplant. „Das haben wir trotz Ferien gemeinsam mit den Berufsschulen organisiert“, erklärte der Landrat. Ende des Monats steht dann eine Aktion für die ab 16-jährigen mit dem Impfstoff Biontech auf der Agenda. Dieser Wirkstoff ist bekanntlich von der STIKO (RKI – Ständige Impfkommission) ab 16 Jahre empfohlen. „Kinder ab 12 Jahre sollten sich bei einem Arzt beraten lassen“, rief Christian Engelhardt nochmals die Empfehlung in Erinnerung.  Trotz dieser Aktionen bereitet dem Landrat der Rückgang von Impfungen Sorgen. Engelhardt: „Impfen schützt zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit vor schweren Verläufen, Und das ist eigentlich das Ziel des Ganzen“.  

Cluster an Fürther Schulen

Nicht unbedingt optimistisch klang auch Gesundheitsdezernentin Diana Stolz. „Im Kreis Bergstraße gab es bislang 23 reinfizierte -also bereits mehrfach Mal infizierte- Personen und 35 Impfdurchbrüche. Von den Letztgenannten waren auch neun Patienten in stationärer Behandlung. „Allerdings lag bei diesen eine andere Grunderkrankung vor. Ansonsten wiesen die Personen nach unserem Eindruck leichtere Symptome auf“, so Stolz. Zuletzt sprunghaft angestiegen sei auch die Delta-Variante. Waren es beispielsweise in der 24. Kalenderwoche noch 9 Prozent, so sind es in der 26. KW bereits 62 Prozent.

Zur Zeit sind auf Kreisebene lediglich drei Schulen von Infektionen betroffen. Diese stehen alle im Zusammenhang mit einem Cluster in Fürth. „Momentan sind im Cluster Fürth 24 Fälle nachgewiesen, 13 konnten der Delta-Variante zugeordnet werden“, verdeutlichte die Erste Kreisbeigeordnete. Zudem sind alle Kommunen im Kreis unter einer Inzidenz von 50, bei 14 steht die Null. Der Altersdurchschnitt der aktuell Infizierten liegt bei etwa 27 Jahren. Am höchsten ist die Inzidenz mit der Marke 31 bei den 16- bis 20-jährigen, während die über 40-jährigen nur noch einen Wert von unter 10 aufweisen.  

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