Coronavirus: Bestätigter Corona-Fall im Lautertal

Schülergruppe der Rimbacher Martin-Luther-Schule bisher ohne Corona-Befund

Mutationen des Coronavirus wurde aktuell im Kreis Bergstraße und im Rhein-Neckar-Kreis festgestellt. Musterbild © Hans R. Gelderblom, Freya KaulbarsRKI

Dem Gesundheitsamt liegt eine vorläufige Mitteilung des Labors vor, dass bei sechs der Personen, die der Reisegruppe der Martin-Luther-Schule aus Rimbach angehörten und die auf Corona getestet wurden, das Testergebnis negativ sei. Jedoch wurden zwei Personen positiv auf Influenza A getestet. Es liegen noch keine Laborbefunde vor und auch noch keine Mitteilung für alle Personen, die getestet wurden. Die Schülergruppe war seit gut einer Woche in Südtirol auf Skifahrt gewesen, am Donnerstag war die Region allerdings vom Robert-Koch-Institut (RKI) zum Risikogebiet für das Coronavirus erklärt worden. Vier Personen der Reisegruppe zeigten Symptome wie bei einem grippalen Infekt oder aber Influenza – diese Symptome können auch bei einer Erkrankung mit dem Coronavirus auftreten. Nach Ankunft wurde bei insgesamt sieben Personen eine Beprobung durchgeführt.

Corona-Fall im Lautertal

Währenddessen hat sich ein anderer Verdachtsfall bestätigt: Eine Frau aus Lautertal ist mit dem Coronavirus infiziert. Die Frau weist leichte Symptome auf und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Damit gibt es aktuell zwei bestätigte Corona-Fälle im Kreis Bergstraße.

Reisegruppe kam aus Risikogebiet

Die Vorgehensweise des Gesundheitsamtes folgt den Vorgaben und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts unter enger Absprache mit dem Hessischen Sozialministerium. Da die Reisegruppe aus einem vom RKI definierten Risikogebiet kam und zudem einige Personen entsprechende Symptome zeigten, gelten die Reisenden der Gruppe als Verdachtsfälle und als mögliche Kontaktpersonen.

Landrat Christian Engelhardt hat indes Verständnis dafür, dass manche Menschen das strikte Vorgehen der Behörde nicht nachvollziehen können: „Man darf dabei nicht aus dem Auge verlieren, dass das neuartige Coronavirus für manche Menschen eine lebensbedrohliche Gefahr bedeutet – dazu gehören insbesondere Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen oder mit Immunschwächen. Vor dem Hintergrund der relativ leichten Übertragbarkeit sind deshalb die vom Robert-Koch-Institut ausgegebenen Richtlinien, die unser Gesundheitsamt anwendet, überaus angebracht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen und damit die Gefahr für die besonders Gefährdeten so gut es geht zu reduzieren. Deshalb sollte jeder für die Vorsorgemaßnahmen Verständnis aufbringen,“ sagte Engelhardt. Der Landrat ruft die Öffentlichkeit und auch die Medien weiterhin zur Besonnenheit auf.

Für Familien belastende Situation

„Natürlich stellt die Situation insbesondere für die betroffenen Familien eine extrem belastende Situation dar. Wir hatten daher schnell entschieden, dass wir jeder Familie eine persönliche Einzelberatung vor Ort anbieten. Hierfür waren alleine zehn Mitarbeiter des Gesundheitsamtes den Freitag über in Rimbach. Andere übernahmen koordinierende Aufgaben im Gesundheitsamt in Heppenheim und beantworteten zudem von dort die seit Tagen eingehenden vielfältigen Anfragen zum Thema Coronavirus. Unser Dank geht an die Familien, die in dieser Ausnahmesituation kooperativ und verständnisvoll reagierten“, so Gesundheitsdezernentin Diana Stolz.

Viel Einsatz vom Gesundheitsamt

Landrat Engelhardt und Gesundheitsdezernentin Stolz dankten aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes, die am Freitag den ganzen Tag über in Einzelgesprächen die Eltern beraten hatten, wie die häuslichen Quarantänen organisiert werden können. „Da ist mit sehr viel Einsatz gearbeitet worden, um in der kurzen Zeit alle Vorkehrungen zu treffen, die Eltern zu beraten und dann auch eine sichere Ankunft der Kinder zu organisieren“, so die Kreisspitze. (kb)

Siehe auch: https://bensheim-auerbach.com/kommunalpolitik/corona-rund-100-rimbacher-schueler-unter-quarantaene-gestellt

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