Dr. Michael Meister zog wieder Direktmandat

Bundestagswahl 2021: Die Wahlergebnisse von der Bundesebene bis Auerbach

Sein Direktmandat verteidigen konnte der in Auerbach wohnende Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und aktuelle Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Michael Meister. Bild © red

Deutschland und damit auch der Kreis Bergstraße haben gewählt. Rein aus Auerbacher Sicht verlief die Bundestagswahl 2021 gut. So zog der im größten Bensheimer Stadtteil wohnende Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister erneut mit 30,49 Prozent das Direktmandat und der ebenfalls in Auerbach lebende Kandidat der Grünen, Moritz Müller, konnte seinen Stimmenanteil mit 13,85 Prozent fast verdoppeln, wenn es auch aufgrund seines Listenplatzes nicht zum Einzug ins Parlament reichte. Leer ausgehen muss auch die SPD, deren Direktkandidat Sven Wingerter, als Nachfolger von Bundesjustiz- und Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht, mit 27,19 Prozent mehr als drei Prozent weniger Stimmen als der bereits seit 1994 im Bundestag sitzende Michael Meister holte. Ebenfalls aufgrund seines Listenplatzes erneut in den Bundestag einziehen wird FDP-Kandidat Till Mansmann. Auch er verbesserte sein Wahlergebnis von 10,69 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017 um drei Prozent. Keine große Rolle für die Kür zum Direktkandidaten spielten erwartungsgemäß die weiteren Kandidaten Thomas Fetsch (AfD, 9,49 Prozent), Sascha Bahl (Die Linke, 2,74 Prozent), Kerstin Buchner (Freie Wähler, 2,84 Prozent), Ina Rodewald (Die Basis, 1,82 Prozent) und Gabriele Ermen (Unabhängige, 063 Prozent). Die das Varieté Pegasus in Bensheim führende Einzelbewerberin Heike Grammbitter holte kreisweit 379 Stimmen beziehungsweise 0,29 Prozent.

Machtpoker auf Bundesebene

Deutschlandweit hatte in einem Fotofinish die von Olaf Scholz angeführte SPD mit 25,7 Prozent vor den Christdemokraten mit Spitzenkandidat Armin Laschet die Nase vorne. Für die CDU sind die erreichten 24,1 Prozent Stimmenanteil ein Desaster und bedeuten ein Rekordtief . Im Focus stehen nun die Parteien von den Grünen, die mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte erreichten und als viertstärkste Kraft die FDP, die verbessert 11,5 Prozent gewann. Offen ist bislang, ob die beiden Parteien zur Ampel (SPD, FDP, Grüne) oder zum Jamaika-Bündnis (CDU/CSU, Grüne, FDP) tendieren und damit letztendlich Armin Laschet oder Olaf Scholz zum neuen Bundeskanzler küren. Hingegen rutschte die AfD von 12,6 auf 10,3 Prozent ab. Mit zuletzt 4,9 Prozent bekanntgegebenen Wählerstimmen wären die Linken unter die Fünf-Prozent-Marke gerutscht, um den Einzug ins Parlament muss die Partei trotzdem nicht bangen, holte die Partei doch mindestens drei Direktmandate und wird wieder in Fraktionsstärke im Bundestag vertreten sein. Die Wahlbeteiligung lag übrigens bei 76,6 Prozent.

So wählte der Kreis Bergstraße

Als Trendkreis erwies sich auch bei der diesjährigen Bundestagswahl der Kreis Bergstraße. Auch hier musste die CDU mit einem Verlust von 8,4 Prozent (24,8 Prozent) kräftig Federn lassen. Mit 27 Prozent landete die SPD auf Platz eins. Die Grünen wurden mit 14 Prozent drittstärkste Kraft, die FDP konnte 13,5 Prozent Wähler hinter sich vereinen. Die AfD sank auf 9.5 Prozent, während für die Linken auf Kreisebene nur noch 3,1 Prozent der Wähler ihr Kreuzchen setzten. Interessant auch ein Blick auf benachbarte hessische Städte. So erhielten unter anderem in Frankfurt (24,6 Prozent) und Darmstadt (28,8 Prozent) die Grünen die meisten Zweitstimmen.

Meister auch in Bensheim bestätigt

Seine Hausmacht konnte in Bensheim bei den Erststimmen Dr. Michael Meister trotz Stimmenverluste mit 32,08 Prozent verteidigen. Auf Platz zwei landete mit 23,07 Prozent deutlich abgeschlagen Sven Wingerter, während Moritz Müller in Bensheim mit 19,72 Prozent nach Zwingenberg (20,42 Prozent) sein zweitbestes Ergebnis im Kreis Bergstraße einfuhr. Till Mansmann gewann 10,29 Prozent, für Thomas Fetsch reichte es noch für 6,87 Prozent der Stimmen. Einzelbewerberin Heike Grammbitter überzeugte 111 Wähler (0,47 Prozent).    

Bei den Zweitstimmen lag Bensheim nicht ganz im Bundestrend, hatten doch die Christdemokraten mit 24,66 Prozent knapp vor der SPD (24,35 Prozent) die Nase vorne. Die Grünen gewannen 18,94 Prozent vor der FDP (14,13 Prozent). Nur noch auf 7,11 Prozent kam die AFD. Die Wahlbeteiligung lag in Bensheim bei 78,6 Prozent. Dies bedeutet im Vergleich zu 2017 starke Verluste für die CDU und Gewinne für SPD, Grüne und FDP.

Auerbacher Stimmen zur Direktwahl

Speziell in Auerbach konnte Dr. Michael Meister bei den Erststimmen in den beiden Wahlbezirken der Schlossbergschule (19 und 20) und Wahlkreis 18 der Schillerschule deutliche Gewinne für sich verbuchen. Einen Gleichstand von jeweils 27,44 Prozent gab es zwischen Meister und Wingerter im Wahlbezirk 17 der Schillerschule. Hier überzeugte auch Moritz Müller mit 21,77 Prozent. Drei Prozent Vorsprung hatte Meister im Wahlbezirk Kiga im Lerchengrund. Seine meisten Stimmen holte Moritz Müller im Wahlbezirk 19 mit 22,35 Prozent, der im Übrigen in den Wahlbezirken 19 und 18 vor Wingerter und im Bezirk 20 gleichauf mit dem SPD-Kandidaten lag.

Bei den Zweitstimmen gewannen die Grünen den Wahlbezirk 19, während die CDU die Wahlbezirke 18 und 20 für sich verbuchen konnten. Die SPD holte die Bezirke 17 und 21.    

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