Ehemaliges DRK-Gebäude ist offiziell Ganztagsbetreuung

Schulfeierlichkeiten im Rahmen von Corona

Den Abstand gewahrt. Ganz im Zeichen von Corona stand der symbolische Akt des Banddurchschneidens bei den Feierlichkeiten zur offiziellen Einweihung der Ganztagsbetreuung der Auerbacher Schlossbergschule in der ehemaligen DRK-Unterkunft.

Es wurden Ansprachen gehalten, es gab Livemusik mit Geige und Klavier, ein Gedicht brachte in Reimform die Ganztagsbetreuung näher und ein rotes Band wurde symbolisch durchgeschnitten. Soweit klingt alles wie immer, und doch ist in Corona-Zeiten alles anders. Am Auffälligsten: es fehlten die Grundschulkinder der Auerbacher Schlossbergschule und ihr Gesang bei der am heutigen Vormittag vorgenommenen offiziellen Einweihung des ehemaligen DRK-Gebäudes als Ganztagesbetreuung. Die Besucherzahl war limitiert, Abstände wurde exakt eingehalten, die Schutzhülle des Mikrofons wurde nach jeder Rede getauscht und den obligatorischen Sekt oder die Brezel gab es in einem Einwegpäckchen. Freude herrschte trotzdem, erhält der Schlossberg-Schulcampus -wie Schulleiter Christian Zimmermann es ausdrückte- doch einen wichtigen Zuwachs.

Erweiterung dringend notwendig

Das diese Erweiterung notwendig ist, bleibt unbestritten. Bereits bis ins Jahr 1994 geht die erste Elterninitiative für eine Nachmittagsbetreuung zurück. Der Bedarf stieg, der Schulverein übernahm die Trägerschaft, gemeinsam mit dem Ortsbeirat wurden weitere Räumlichkeiten im ehemaligen Auerbacher Rathaus gefunden. Schon bald waren es 80 Kinder, weitere Räume, wie im früheren Raiffeisenmarkt oder zu einem späteren Zeitpunkt im ersten Obergeschoss des DRK-Gebäudes in der Wilhelminenstraße, wurden aktiviert. „Die Grundschulen profitierten vom „Pakt für den Nachmittag“. Die Stadt Bensheim übernahm die Trägerschaft. Wir hatten nun rund 100 Kinder in vier Dependancen, die Dichte der Versorgung wurde höher“, verdeutlichte Christian Zimmermann die Problematik.  

Kreativ- und Bauräume

Die Lösung fand sich im ehemaligen DRK-Gebäude. Das DRK Auerbach wurde bereits im Jahre 2011 insbesondere aus personellen Gründen aufgelöst und die Räume der Bensheimer Ortsvereinigung zugeschlagen. Um finanzielle Mittel für den zwischenzeitlich fertiggestellten DRK-Neubau in Bensheims Westen zu requirieren, traten Bürgermeister Rolf Richter und die DRK-Vorsitzende Doris Bodemann auf den Plan und brachten den Kauf des Gebäudes bei Landrat Christian Engelhardt durch den Kreis Bergstraße ins Gespräch. Ein Ansinnen, dem schließlich stattgegeben wurde. „Von zwölf Klassenräumen nutzen wir neun für die Ganztagsbetreuung. Im DRK-Gebäude befinden sich jetzt unter anderem Kreativ- und Bauräume, eine Mensa oder auch eine Küche. Es kann auch einmal was stehenbleiben und Arbeiten fortgesetzt werden“, so Zimmermann.

Musikalisch umrahmt wurden die Feierlichkeiten und Ansprachen von Annabel Dexheimer am Klavier und Constance Pfeiffer mit ihrer Geige.

Grußworte der Gäste

An das zugrundeliegende Konzept des Kreises Bergstraße „BEST – Die Bergsträßer Strategie für modernes Lernen/für moderne Schule“ erinnerte in seiner Ansprache Landrat Engelhardt und wies auf die drei Bausteine „Moderne Pädagogik ermöglichen“, „Digitalisierung an Schulen stärken“ und „Zeitgemäße Betreuungsangebote schaffen“ hin. Engelhardt: „Alle drei Pfeiler sind an der Schlossbergschule präsent“. Die Problematik von Erweiterungen von historischen Gebäuden, wie das über 100 Jahre alte Gebäude der Schlossbergschule, verdeutlichte Bürgermeister Rolf Richter. „Hier wurde in unmittelbarer Nähe eine gute Möglichkeit gefunden und die Stadt konnte als Träger der Einrichtung ihren Teil dazu beitragen“, freute sich der Bürgermeister.  Den geschichtlichen Bogen zum DRK Auerbach, das ehemals wie auch die Schulbetreuung im Rathaus untergebracht war, spannte Ortsvorsteher Robert Schlappner.

Grußworte sprachen zudem Elternvertreterin Astrid Kessler und für den Schulverein Dr. Nicole Weiffen, welche der Schulbetreuung zur Bewegung ein Balanceboard mitbrachte. Ein Gedicht präsentierten die Schülerin Eylül Ekinci und die Leiterin der Ganztagsbetreuung Monika Weihrich. Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgten Annabel Dexheimer am Klavier und Constance Pfeiffer mit ihrer Geige.

Wettbewerb zur Namensfindung

Was jetzt noch fehlt ist ein Name für das neue Gebäude. Mit einem auf der Homepage der Schule veröffentlichten Wettbewerb, zudem auch die Kinder aufgerufen sind, will die Schlossbergschule in den nächsten zwei Wochen einen passenden Namen finden. „Der Name sollte in Zusammenhang mit der Schule stehen“, wünscht sich Schulleiter Zimmermann.      

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