Fahrradkurs für Frauen nun in Händen des Integrationsbüros

Seit 2009 Fahrradkurse für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund

Vom Integrationsbüro wird künftig der Fahrradkurs für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund auf dem Schulhof des Goethe-Gymnasiums durchgeführt. Bislang wurde der Kurs vom Frauenbüro der Stadt Bensheim ausgerichtet. Bild © ps

In Hessen haben die Herbstferien begonnen. Damit findet vom 11. bis zum 15. Oktober auf dem Schulhof des Goethe-Gymnasiums wieder ein Fahrradkurs für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund statt. Dieses Integrationsprojekt des Frauenbüros der Stadt Bensheim soll Mädchen und Frauen mobiler machen, die bisher nicht die Chance hatten, Fahrrad fahren zu lernen. Um dem Integrationsgedanken verstärkt nachkommen zu können, wird der „Fahrradkurs für Frauen“ zukünftig vom Team „Soziales und Integration“ organisiert. Gestern fand die offizielle Übergabe des Kurses statt.

Fahrradkurs ein Selbstläufer
Mittlerweile ist der Fahrradkurs dank der bestens eingespielten Netzwerkarbeit von Marion Vatter, die den Kurs 2009 ins Leben rief und dafür den Mission Olympic Sonderpreis erhielt, ein Selbstläufer. „Die hohe Nachfrage zeigt den großen Bedarf, im geschützten Rahmen – den der Schulhof des Goethe-Gymnasiums bietet – Fahrradfahren zu lernen“, so Adil Oyan. Der Stadtrat und zuständige Dezernent bedankte sich bei der Frauenbeauftragten für ihr Engagement sowie bei Kursleiterin Dorothee Sachinian, beim Team für „Soziales und Integration“, das „die gute Arbeit weiterführen wird“, und bei der Schulleitung des Goethe-Gymnasiums, die den Schulhof als Austragungsort des Kurses weiterhin zur Verfügung stellt. Seit 2017 drehen die Fahrradschülerinnen dort ihre Runden.

Dorothee Sachinian, Integrationsbeauftragte der SSG Bensheim, bringt seit 2011 jedes Jahr den Frauen den sicheren Umgang mit dem Fahrrad und die Verkehrsregeln bei und ist froh, dass nach „zwei Jahren Zwangspause dieses schöne Projekt nun reanimiert werden konnte.“ „Fahrradfahren bedeutet Freiheit, denn dadurch wird der persönliche Bewegungsfreiraum erweitert,“ so Bürgermeisterin Christine Klein am vergangenen Montag, die sich ebenfalls bei den Verantwortlichen für die Realisierung und Organisation des Projekts bedankte – allen voran bei Marion Vatter. Die Frauenbeauftragte gibt den Kurs „mit einem weinenden und einem lachenden Auge in gute Hände an die KollegInnen des Integrationsteams.“ (ps)

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