Gestaltungsmaßnahmen am Bahnhofsvorplatz und der Blickensdörfer Anlage beginnen

Rund 50 Teilnehmer bei erster Stadtteiltour in Auerbach von Bürgermeisterin Christine Klein

Zu ihrer ersten Stadtteiltour in Auerbach lud am Dienstagabend Bürgermeisterin Christine Klein ein. Erläuterungen gab es unter anderem zu den Ende September beginnenden Umgestaltungsmaßnahmen am Bahnhofsvorplatz.

Circa 50 Teilnehmer beteiligten sich am Dienstagabend (31.) an der ersten Stadtteiltour von Bürgermeisterin Christine Klein in Auerbach. Themenschwerpunkte bildeten die noch in diesem Spätsommer anstehenden Sanierungsmaßnahmen der Außenfläche am örtlichen Bahnhof und der unteren Blickensdörfer Anlage am „Burggraf“ sowie die Verlagerung des Auerbacher Unternehmens Sanner GmbH. und die nachfolgende Umnutzung der derzeitigen Firmenfläche an der Schillerstraße für Wohnen. Zahlreiche Bürger fanden sich beim Rundgang im Brückweg ein, um ihrer Forderung nach Tempo 30 auf der Zubringerstraße Nachdruck zu verleihen.

Verwaltungsstelle zieht hausintern um

„Die Auerbacher Verwaltungsstelle wird voraussichtlich am 13. September wieder im Bürgerhaus Kronepark öffnen. Aktuell werden noch EDV- und Telefoninstallationsarbeiten durchgeführt“, verdeutlichte zum Auftakt der Tour der unter anderem für Tourismus, Kultur und Bürgerdienste zuständige städtische Fachbereichsleiter Thomas Herborn. So machte die räumliche Enge der Außenstelle des Bensheimer Bürgerbüros einen Umzug in größere und hellere Räume im gleichen Gebäude notwendig. Für die räumliche Veränderung genutzt wurde der Auszug der Geschäftsstelle des Frauenhandball-Bundesligisten „Flames“. Guter Nebeneffekt: Künftig wird es in einem Nebenraum auch einen trockenen Wartebereich geben.

Ende September Baubeginn am Bahnhofsvorplatz

Nächster Halt war der Bahnhofsvorplatz, auf dem Ende September Aufwertungs- und Umgestaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Keine leichte Aufgabe für das beauftragte Planungsbüro, ergeben sich durch das dortige unterirdische Regenrückhaltebecken doch nur eingeschränkte Nutzungs- beziehungsweise Pflanzmöglichkeiten. Wie Werner Hohenadel vom Team Gebäudemanagement ausführte wird die grundlegende offene Platzstruktur mit den Baumbeeten der 1992 gestalteten Fläche im Großen und Ganzen erhalten bleiben. Hierzu wird auch an vorhandenen Lindenbäumen ein Sanierung und Vergrößerung des Wurzelraums durchgeführt. Allerdings können die drei Linden entlang der Wilhelmstraße aufgrund des sehr begrenzten Wurzelraums nicht gerettet werden, als Ersatzpflanzungen sind kleinkronige Zierkirschen geplant. Zudem entstehen unter Nutzung der seitherigen Elemente größere Pflanzbeete mit Sitzauflagen. Um Kindern die Wartezeit für den öffentlichen Verkehr zu verkürzen, können diese künftig an der Bushaltestelle auf Findlingen und Baumstämmen balancieren. Berücksichtigt wurden unter anderem auch Wünsche wie eine weitere Hinweistafel für Informationen oder die Einrichtung einer weiteren Hörstation. Die Bauarbeiten sollen nach acht Wochen abgeschlossen sein.   

Erläuterungen zum Baugebiet Sanner

Erläuterungen zum künftigen Baugebiet auf dem Firmengelände der Firma Sanner gab es von Baustadträtin Nicole Rauber-Jung. Bekanntlich hatten die Stadt Bensheim und die Firma Sanner bereits im Februar eine Absichtserklärung, einen „Letter of Intent“, vereinbart. Demnach werden im städtebaulichen Vertrag unter anderem die Ziele Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Geschosswohnungsbau, Fahrradfreundliches Quartier, Ansprechende Freiflächen mit Aufenthaltsqualität, Sozial durchmischtes Quartier,  Grünes und ökologisch wertvolles Quartier,  Demographiegerechtes Wohnen, Errichtung einer Kindertagesstätte und dezentrale Spielmöglichkeiten entwickelt werden. Mindestens 25 Prozent sollen im Bereich des sozialen Wohnungsbaus angesiedelt sein. Wichtig waren für die anwesenden Teilnehmer naturgemäß die möglichen Verkehrsbelastungen durch die Bewohner der künftig rund 250 Wohneinheiten für die umliegenden Straßen und Quartiere. „Wir stehen bei der Entwicklung des Baugebiets am Anfang und habe noch Zeit. Baubeginn ist nach derzeitigem Stand im Jahre 2025. Entsprechende Berechnungen und Planungen wird es natürlich im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens geben“, stellte die Erste Stadträtin klar.

Tempo 30 im Brückweg bleibt Thema

Nur schwer nachvollziehbar bleibt für die Anlieger des Brückwegs, dass die Regelgeschwindigkeit der Verbindungsstraße zwischen B3 und Berliner Ring nicht von 50 km/ auf 30 km/h herabgesetzt werden kann. Wie Bürgermeisterin Christine Klein nochmals in Erinnerung rief, liegen nach der bundesweiten Gesetzeslage (§ 45 STVO) die Voraussetzungen -wie im Übrigen auch in der Friedhofstraße in Bensheim- nicht vor und wurden von verschiedenen Behörden rechtlich abgelehnt. Aus diesem Grund will sich die Stadt Bensheim auch der „Städte-Initiative Tempo 30“ anschließen, welche ein stadtverträgliches Geschwindigkeitsniveau im Kfz-Verkehr auch auf  Hauptverkehrsstraßen erreichen möchte. Die Initiative hat sich aus dem Umfeld des Deutschen Städtetages gegründet. Mitglieder sind unter anderem die Städte Leipzig, Hannover oder Bonn und seit kurzer Zeit Darmstadt.

Blickensdörfer Anlage wird aufgehübscht

Letzter Stopp war die Blickensdörfer Anlage im Knotenpunkt Darmstädter-/Burgstraße, welche nach geschätzten Kosten in Höhe von 40.000 Euro aufgehübscht werden soll. Eine satte Spende über 10.000 Euro steuert hierzu auch das Unternehmen Sanner GmbH. bei. So ist der dortige Brunnen seit Jahren aufgrund technischer Mängel nicht mehr in Betrieb, der Plattenbelag ist wenig ansehnlich und stellenweise defekt und die Pflanzbereiche sind überaltert oder verwachsen. „Überlebenshilfe“ benötigt auch der dortige Mammutbaum. Vorgesehen ist nun in einem ersten Bauabschnitt ab Oktober die Instandsetzung des Sitzbereichs einschließlich der Herstellung des Beckens zum Schmuckbeet und den Einbau von Trittsteinen beziehungsweise den Austausch des Pflasters umzusetzen. Ferner erhält das bestehende Sandsteinmäuerchen eine Sitzauflage aus Holz. In einem zweite Abschnitt erfolgt dann die Überarbeitung der Gehölz- und Rasenflächen sowie der Einbau eines neuen Handlaufs.      

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