Kinderhaus Effax: Blick hinter die Kulissen

Corona-Pandemie stellt Kitas vor Herausforderungen und erfordert Flexibilität

Vor erhöhte Anforderungen werden die Erzieherinnen von Kindertagesstätten, wie im Kinderhaus Effax, gestellt. Bild © ps

Zwölf Pandemie-Monate sind schon vergangen und Corona bringt gerade auch für die Kinderbetreuungseinrichtungen viele Umstellungen mit sich. „Die immer wieder veränderten Situationen haben allen viel abverlangt. Das Leitungsteam erarbeitet die Strukturen, die die ErzieherInnen dann umsetzen. Auch die Eltern müssen sich den Gegebenheiten anpassen und waren natürlich nicht immer zufrieden“, gewährt Sabine Birkemeyer vom Leitungsteam des Kinderhaus Effax einen Blick hinter die Kulissen. Sie betont: „Wir pflegen einen wertschätzenden Umgang miteinander und versuchen so, gemeinsam gut durch diese schwierige Zeit zu kommen.“

Trotz Corona: Kinder haben Spaß

Ein besonderes Lob erteilt sie dem gesamten Team: „Die Kolleginnen haben alles dafür getan, dass die Kinder sich wohl fühlen und sich gut an die Veränderungen gewöhnen. Das war und ist bis jetzt nicht immer einfach. Viele Tränen mussten bei den Kindern schon getrocknet und noch mehr Fragen beantwortet werden“, erzählt Sabine Birkemeyer. „Wenn das Corona weg ist, kann ich endlich wieder….“, ist eine der häufigsten Aussagen der Kinder. Trotzdem spielen sie und haben Spaß daran, einfach Kind sein zu dürfen.

Die Pandemie erfordert von allen eine hohe Flexibilität, insbesondere bei den Arbeitszeiten. Viele Außenstehende sehen nur die Zeit, während der die Kinder betreut werden müssen. Die notwendigen Absprachen und Planungen im Hintergrund erfolgen allerdings in Zeiten, wenn die Kinder nicht in der Einrichtung sind: Neue Regelungen müssen schnell umgesetzt und die Gruppenzusammensetzungen immer wieder angepasst werden. Viele Telefonate werden geführt, um die Eltern auf dem neusten Stand zu halten und auch die Entwicklung der Kinder zu besprechen.

Übergang zur Schule

Die Kinder, die die Einrichtung in diesem Jahr in Richtung Schule verlassen, erhalten wöchentlich Projekte und Ideen, die sie von zu Hause aus einsehen können. Zum Beispiel können die Kinder ihre Kunstwerke anschauen, Textnachrichten empfangen oder Kurzfilme abspielen. Die Zusammenarbeit mit den Kooperationsschulen ist natürlich auch in diesem Jahr nur in sehr reduzierter Form möglich. Das Effax-Team ist also mehr denn je gefragt, den Übergang zur Schule gut zu gestalten.

Die Pandemie wird die Kitas noch länger beschäftigen. Das Team gibt weiter sein Bestes, damit die Eltern ihren Berufen nachgehen und die Kinder ihre Entwicklungsphasen ausleben können. Sabine Birkemeyer gibt dabei zu bedenken: „Wir ErzieherInnen sind auch nur Menschen. Wir versuchen, in der Kita einen möglichst normalen Ablauf zu gestalten, aber im privaten Bereich treffen uns dann die Regelungen, Nachrichten und Verunsicherungen genauso wie alle anderen“, wirbt sie um gegenseitigen Respekt und um Anerkennung der Arbeit, die im Bereich Kinderbetreuung tagtäglich geleistet wird. (ps)

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