Knappe Entscheidung für Nicole Rauber-Jung

Nachfolgerin von Stadtrat Helmut Sachwitz tritt am 15. Oktober Dienst an

Als neue Erste Stadträtin in Bensheim wurde in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung Nicole Rauber-Jung gewählt. Unser Bild zeigt sie nach ihrer Ernennung mit Bürgermeister Rolf Richter und Stadtverordnetenvorsteherin Christine Deppert.

Eine Überraschung wurde es nicht, aber knapp war es trotzdem. Mit 22 zu 20 Stimmen wurde in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung die künftige Stadträtin und Nachfolgerin von Baustadtrat Helmut Sachwitz, die 51-jährige Bauassessorin und Städtebauarchitektin Nicole Rauber-Jung, gewählt. Mit vier Stimmen weniger als die Mehrheitskoalition, bestehend aus CDU, GLB und BfB, in der Sitzung hatte. Zum ersten Mal hat nun Bensheim in seiner Geschichte eine weibliche Dezernentin im Rathaus. Nicole Rauber-Jung, die noch in der Sitzung vereidigt wurde und ihre Ernennungsurkunde erhielt, tritt am 15. Oktober ihren Dienst an.

Gegenstimmen von Opposition

Während die Koalitionspartner in ihren Redebeiträgen nicht unerwartet den Vorschlag des Wahlvorbereitungsausschusses unterstützen und insbesondere die Fachkompetenz der künftigen Ersten Stadträtin in die Waagschale warfen, machte die Opposition (SPD, FDP, AfD, FWG) ihre Ablehnung grundsätzlich an der Besetzung einer dritten hauptamtlichen Kraft in Bensheim fest. Ein zweiter Stadtrat sei schlicht und einfach nicht notwendig. Am Fachwissen der in verantwortlicher Position in der Abteilung Stadtplanung/Amt für Bauen und Planen in Kelkheim im Taunus beschäftigen Fachfrau zweifelten auch sie nicht und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit. Auch Wahlausschussvorsitzender Franz Apfel stellte klar, dass Nicole Rauber-Jung als einzige Kandidatin die ausgeschriebenen Kriterien unter den vier Bewerbern erfüllte.   

Vergleichbares Terrain

In Bensheim findet die gewählte Fachfrau eine ähnliches Themenfeld und eine vergleichbare Größenordnung wie an ihrem bisherigen Arbeitsort Kelkheim (30 000 Einwohner) vor. Sie gilt als ausgewiesene Fachfrau, absolvierte ihr Diplom als Ingenieurin an der Uni Kaiserslautern Raum- und Umweltplanung und schloss bis 1996 das Zweite Staatsexamen für den höheren technischen Verwaltungsdient der Fachrichtung Bauingenieurwesen ab. Sie war in ihrem Berufsleben unter anderem in leitenden Funktionen sowohl mit Verkehrsplanung als auch mit Stadtplanung und Bauleitplanung befasst.

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