Kreis Bergstraße erwartet 3.000 Dosen zusätzlichen Impfstoff

Erstimpfungen sind Ende Juli im Kreis Bergstraße abgeschlossen

Sehr kritisch sah Landrat Christian Engelhardt in der am heutigen Donnerstagvormittag (1.) durchgeführten Video-Pressekonferenz mit der Kreisspitze die aktuell auf Bundesebene geführte Diskussion die Corona-Impfzentren über das auf 30. September datierte Datum hinaus weiterzuführen. „Das Offenhalten einer Nottür, eine Art Hybridlösung, halte ich für nicht konsequent“, fand der Chef der Kreisverwaltung klare Worte. Viele Fragestellung, wie Schnittstellen, Personal oder Finanzierung, blieben in einem Standby-Modus offen. „Wir haben zwischenzeitlich den Mietvertrag für das Impfzentrum Bergstraße entsprechend den Landesvorgaben gekündigt und planen derzeit den Auszug“, so Christian Engelhardt.

IT-Probleme im Zentrum behoben

Wieder behoben sind zwischenzeitlich die durch einen IT-Ausfall verursachten Software-Probleme im Impfzentrum in Bensheim. „Spezialisten arbeiteten die ganze Nacht und konnten die Probleme bis heute Vormittag dann auch lösen“, lobte der Landrat. Aktuell wird im Zentrum am Berliner Ring täglich 1.300-mal die Impfspritze angesetzt, darunter befinden sich auch ungefähr 150 bis 200 Erstimpfungen. „Zudem erwarten wir in der kommenden Woche 3.000 zusätzliche Dosen Impfstoff, unter anderem auch den Wirkstoff Johnson und Johnson, der bereits mit einer Impfung den kompletten Schutz bietet. Die Impfstoffknappheit ist aktuell also vorbei“, verdeutlichte Engelhardt. Für diese Anmeldung wird ab Freitag das Impfregistrierungsportal des Landes Hessen um eine Funktionalität erweitert. Dies bedeutet, dass sich der Impfinteressent -unabhängig von der regulären Registrierung- für einen Wunsch-Soforttermin eintragen kann. Engelhardt: „Seit Montag gibt es bei uns auch keine Personen mehr ohne registrierten Termin. Diese liegen auch alle im Juli, meine ursprüngliche Prognose ging noch von Ende August aus. Dies bedeutet, dass wir nun bereits Ende Juli mit allen Erstimpfungen durch sind“.

Relativ hoch ist derzeit wieder die No-Show-Rate, also Termine, die von registrierten Personen ohne Abmeldung einfach nicht wahrgenommen werden. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass Bürger zwischenzeitlich einen alternativen Termin wahrgenommen haben, ohne die Landesregistrierung zu canceln. „Das ist sehr schade. Ich appelliere dringend sich solidarisch zu zeigen und seinen Termin abzusagen“, verdeutlichte Christian Engelhardt.

Durchschnittsalter bei Neu-Infizierte bei 28 Jahre

Von einer momentan positiven Pandemielage konnte Gesundheitsdezernentin Diana Stolz berichten. „Die Anzahl der registrierten Neu-Infektionen ging sehr deutlich zurück. Auch die Lage bei den stationären Patienten im Krankenhaus ist ruhig. Zurzeit haben wir lediglich eine Kindertagesstätte und drei Schulen mit je einer Infizierung betroffen“, erklärte die Erste Kreisbeigeordnete. Kein Infizierter ist laut Kreisbeigeordneter Karsten Krug zwischenzeitlich in den Bergsträßer Gemeinschaftsunterkünften bekannt. Bezogen auf den Monat Juni wurden im Juni weniger als 150 Personen infiziert, im Mai waren es noch 750 Fälle. Der bisherige Höchststand wurde übrigens im Dezember 2020 mit 1.900 Neu-Infizierten registriert.  

Deutlich fallend sind zudem auch die Eingänge von Schnelltests. „Noch mehr rückläufig ist der Anteil der positiven Ergebnisse. Eine erfreuliche Entwicklung“, erklärte Diana Stolz. Gesunken ist auch das Alter der Neu-Infizierten. So liegt der Durchschnitt bei 28 Jahren, rund 40 Prozent der neuen Fälle wurden bei Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahre nachgewiesen. Auf Nachfrage bestätigte Diana Stolz, dass auf Kreisebene bislang lediglich ein Fall der Delta-Variante nachgewiesen wurde.

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