Kreis fördert ÖPNV in Bensheim

Zuschüsse für Stadtbuslinien und Ruftaxis

Investiert wird aktuell von Stadt und Kreis in die Modernisierung der Bushaltestellen. Unser Bild zeigt die Arbeiten in der Europaallee.

Zwei Förderbescheide aus der Infrastrukturkostenhilfe des Landes Hessen und für Ruftaxiverkehre übergab kürzlich der für den ÖPNV zuständige Kreisbeigeordnete Karsten Krug an die Stadt Bensheim. So bezuschusst der Kreis Bergstraße die Stadtbuslinie inclusive der Erneuerung der Haltestellenstruktur mit 40.000 Euro, zudem übernimmt der Kreis bei den Ruftaxiangebot 25 Prozent der nicht gedeckten Kosten. Im vergangenen Jahr waren dies 35.000 Euro. „Wir machen uns ständig Gedanken und gleichen die Linienführungen der Ruftaxis an. Wie jüngst die Anbindung des Ärztezentrums. Auch die Erreichbarkeit des Impfzentrums ist natürlich ein Thema und liegt auf dem Tisch“, verdeutlichten Bürgermeister Rolf Richter und Verkehrsdezernent Andreas Born. „Es gilt den ÖPNV ständig attraktiver zu machen“, ergänzte Karsten Krug.

Anrufzeiten für Rufzeiten verkürzt

Wie die Kommunalpolitiker ausführten wird ab kommenden Sonntag (13. Dezember) das Ruftaxiangebot deutlich flexibler. So wurden die Anrufzeiten verkürzt, so dass der Fahrgast nur noch 30 Minuten vor der gewünschten Abfahrtszeit telefonisch beim Taxiunternehmen seine Mitfahrt ankündigen muss. Zudem kann der Passagier auf Wunsch auch zwischen den Haltestellen auf der im Linienverlaufsplan festgelegten Strecke aussteigen. Das Ruftaxi fährt auf Vorbestellung an den im Fahrplan genannten Haltestellen ab. Die Linienverlaufspläne können über die Seite des VRN (Direktlink: http://www.vrn.de/mng/#/XSLT_ROP_REQUEST) abgerufen werden.

Neun Haltestellen werden umgebaut

In das Programm zur Haltestellenstruktur investiert die Stadt Bensheim allein in diesem Jahr 100.000 Euro. Seit Mitte Oktober finden in Bensheim Neu- beziehungsweise Umbauten von neun Haltestellen zur Anfahrt von Niederflurbussen statt. Hierbei werden die bislang meist provisorisch eingerichteten Haltestellen mit erhöhten Bordsteinen ausgestattet, was den Ein- und Ausstieg auch für gehbehinderte Personen mit Rollstuhl oder Familien mit Kinderwagen oder Reisende mit Trolleys erleichtert. Darüber hinaus werden im Einstiegsbereich der Bushaltestellen sogenannte taktile Platten eingebaut, die sehbehinderte Menschen sicher zur Bustür leiten. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende des Jahres. Die Haltestellen werden aber nach wie vor angefahren.

Umstellung der Technologie im Fokus

Die Umstellung auf die Elektrifizierung des Personennahverkehrs sprach Kreisbeigeordneter Karsten Krug an. So hat eine vom Kreis und VRN beauftragte Machbarkeitsstudie ergeben, dass sich zwei Technologien besonders für den Einsatz im ÖPNV eignen, zum einen die Voll- beziehungsweise Depotlader und zum anderen die Brennstoffzellentechnologie. Hierzu muss in beiden Fällen eine benötigte Betankungsinfrastruktur aufgebaut beziehungsweise Gespräche mit regionalen Partner geführt werden.

Text Post 2, Werbung