Kreis verteilt rund 400 Tablets an Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen

Digitale Brücken bauen – Hessen liefert Tablets gegen Vereinsamung

Seit Monaten herrschen aufgrund der Corona-Pandemie ungewöhnliche Zeiten. Maskenpflicht, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen dominieren den Alltag und minimieren den Kontakt zu anderen Menschen. Gerade für ältere Mitmenschen und Menschen mit Beeinträchtigung, die in stationären Einrichtungen leben, ist diese Zeit nicht einfach: Sie gehören zu Hochrisikogruppen, die unter anderem über lange Zeit keine Besucher empfangen durften. Auch unter den mittlerweile gelockerten Besuchsregelungen können die sozialen Kontakte nicht in der Form, wie vor der Pandemie, ermöglichen. 

10.000 Tablets von Land Hessen

Um die Kontaktaufnahme zu Angehörigen und Freunden zu erleichtern, hat das Land Hessen insgesamt 10.000 Tablets bereitgestellt und eine so genannte „Digitale Luftbrücke“ errichtet. Für den Kreis Bergstraße entspricht dies einem Kontingent rund 400 Tablets, die nun anhand eines Verteilschlüssels durch den Kreis an Alten- und Pflegeheime weitergegeben werden konnten. Mit dem Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Bürstadt und dem Senioren- und Pflegeresidenz „Leben am Wald“ in Grasellenbach erhielten die ersten Einrichtungen die vom Land zur Verfügung gestellten Geräte.

Virtueller Kontakt mit Angehörigen

„Die Idee war es, die stationären Einrichtungen technisch so zu versorgen, dass ältere und pflegebedürftige Menschen auch jetzt die Möglichkeit haben, im Austausch mit den Angehörigen und Bekannten zu bleiben. Sie sollen dank der Technik die Möglichkeit erhalten, in Kontakt zu bleiben. Dies sollten wir allen ermöglichen“, erklärt Landrat Christian Engelhardt. Um die Betroffenen vor einer möglichen Covid19-Infektion zu schützen, galten strenge Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Sie stellten für die Heim-Bewohner und die Pflegekräfte eine große Belastung und Herausforderung dar. „Das Virus hat uns anders gefordert als sonst: Man war nicht nur als Person mit der neuen Situation überfordert, sondern auch in unserer beruflichen Funktion standen wir vor großen Herausforderungen. Die Gesellschaft musste erst lernen, damit umzugehen“, so Caritasdirektorin Stefanie Rhein.

Gesundheit oberste Priorität

„Trotz der Lockerungen der Kontaktbeschränkungen und der Besuchsmöglichkeiten müssen wir nach wie vor vorsichtig sein. Oberste Priorität hat der Schutz der Gesundheit der Menschen. Mithilfe der Tablets ist der erste Baustein gesetzt, um den Kontaktaustausch aufrecht zu erhalten. Die Initiative soll dazu beitragen, digitale Kommunikationswege aufzubauen und die Brücken zu den Liebsten zu stärken, auch wenn diese die persönliche Nähe und der körperliche Kontakt nicht gänzlich ersetzen können“, so Landrat Engelhardt. (kb)

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