Landrat Engelhardt will Bau der B38 a in Mörlenbach vorfinanzieren

Die Bagger müssen endlich rollen! B 38a muss kommen!

Vor einem Jahr machte der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel endlich den Weg für den Bau der B 38a frei. Fünf Jahre hatte es gedauert, bis über die Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie eines in Mörlenbach ansässigen Landwirts in einem „Eilverfahren“ entschieden worden war. Seitdem ging das Verfahren mit großen Schritten voran – dann kam Corona.

Seit 30 Jahren Warten auf Ortsumgehung 

„Die Mörlenbacher warten seit bald 30 Jahren auf ihre Ortsumgehung. Und die Bürgerinnen und Bürger im Odenwald fast genauso lang auf die wichtige bessere Verbindung zwischen mit der Bergstraße und dem Ried. Es kann nicht sein, dass dieses für die Zukunft der Region so bedeutende Projekt jetzt eine weitere Verzögerung wegen Corona erfährt“, erklärt Landrat Christian Engelhardt. Der Bergsträßer Landrat ist deshalb alarmiert, weil dem Vernehmen nach der Ausbau der B 38a vom Bund wegen der finanziellen Auswirkungen der Coronakrise jetzt zurückgestellt werden soll.

Schreiben an Entscheidungsträger

„Das kann nicht sein und wir werden dafür kämpfen, dass es keine weitere Verzögerung geben wird!“, kündigte Engelhardt mit deutlichen Worten an. Die Realisierung dieser Maßnahme ist Förderung der Lebensqualität aller Menschen wie auch der Unternehmen des vorderen Odenwaldes, welche die B38 zur täglichen Mobilität nutzen müssen, daher wäre es notwendig, für diese wichtige Konjunkturmaßnahme gerade jetzt mit der Umsetzung zu beginnen. Bereits auf den Weg gebracht hat der Landrat deshalb ein Schreiben an die Bergsträßer Bundesministerin Christine Lambrecht mit der Bitte darum, ihren für das Finanzministerium zuständigen Kollegen von der Dringlichkeit der Finanzierung zu überzeugen.

Vorfinanzierung möglich

Die B 38a ist für Engelhardt so wichtig, dass er auch den Vorschlag macht, mit dem Kreis in Vorleistung zu gehen: „Wir könnten den Bau vorfinanzieren, vergleichbar dem Kommunalen Interessenmodell ‚KIM‘ in Hessen“. Beim Kommunalen Interessensmodell handelte es sich um ein Modell des Landes, nach der eine Kommune oder ein Kreis ein Projekt mit besonders hoher Bedeutung für die Kommune oder den Kreis zunächst in Vorleistung geht und die Mittel anschließend über einen Zeitraum von mehreren Jahren durch den zuständigen Entscheidungsträger, hier den Bund, erstattet erhält. „Für den Bund brächte dies den Vorteil, dass er das Geld nicht gleich zur Verfügung haben muss, für uns brächte es den Vorteil, dass wir nicht noch länger auf die so wichtige B 38a warten müssten“, sagte Landrat Engelhardt. Allein die aus der Vorfinanzierung entstehende Zinsbelastung musste bei KIM die Kommune tragen. „Angesichts der aktuellen Zinslage könnten wir die Vorfinanzierung übernehmen, wenn uns das Land zum Beispiel in der Finanzierung über die WI-Bank unterstützen würde“, findet Engelhardt. Denn bei einem für die Region so wichtigen Projekt dürfe es keine Denkverbote geben!


Der Bergsträßer Landrat appelliert deshalb an alle weiteren Bergsträßer Abgeordneten, sich für solch eine Lösung einzusetzen, falls der Bund nicht bereit ist, das Projekt wieder auf die oberste Prioritätenliste zu setzen: „Dieses Projekt kennt keine Parteigrenzen, es ist zu wichtig für die Region!“ (kb)

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