Leichte Entspannung bei der Arbeitslosenquote in Hessen

Corona-Pandemie: Südhessischer Arbeitsmarkt weiter im Krisenmodus

Trotz der Lockerungen befindet sich der südhessische Arbeitsmarkt im Krisenmodus. Die südhessische Wirtschaft spürt weiterhin massiv die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftsentwicklung in Industrie, Handel und Dienstleistung. So ist die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen auch im vierten Monat in Folge coronabedingt gestiegen, und zwar um 827 auf 24.440. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent. Aktuell würden mehr Arbeitsverhältnisse beendet als neue geschaffen.

Kurzarbeit hilft

„Zwar versuchen unsere südhessischen Unternehmen alles, um ihre Beschäftigten halten zu können. Gerade Kurzarbeit hilft gegenwärtig sehr, durch den dunklen Tunnel zu kommen. Dennoch wirkt sich die voraussichtlich bis Ende 2021 oder noch länger andauernde niedrigere Geschäftsentwicklung für viele Unternehmen leider auch zunehmend in einem Rückgang der Arbeitsplätze aus“, erklärte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Leichte Entspannung auf dem Arbeitsmarkt

Bezogen auf Hessen waren im 7.157 Menschen mehr ohne Job als noch im Vormonat und 51.097 mehr als im Juli 2019. Laut Mitteilung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit waren damit insgesamt rund 204.241 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Steigerung der Arbeitslosenquote um 0,2 auf 5,9 Prozent und lag somit 1,4 Prozentpunkte höher als im Juli 2019. (Bundessweit derzeit 6,3 Prozent) Zwar bliebe im Juli die Krise in ihrem Ausmaß weiterhin präsent, allerdings zeichnete sich insgesamt eine gewisse Entspannung hinsichtlich der Folgen der Corona-Pandemie am hessischen Arbeitsmarkt ab, so die Bundesagentur in einer Pressemeldung. Auch hat sich die Zahl der neuen Anzeigen auf Kurzarbeit im Juli nach dem historischen Hoch im April wieder auf niedrigerem Niveau stabilisiert. Für den Zeitraum März bis Juli waren bei den hessischen Arbeitsagenturen insgesamt rund 64.500 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen. Angezeigt wurde Kurzarbeit für knapp 874.000 potentiell betroffene Personen.

Entwicklung im Kreis Bergstraße

Im hessenweiten Vergleich schneidet der Kreis Bergstraße relativ gut ab. Aktuell weisen 11 der 26 hessischen Kreise eine Arbeitslosenquote von unter 5,0 Prozent auf. Darunter auch der Kreis Bergstraße mit einer Quote von 4,4. Der Anstieg zum Vormonat betrug lediglich 0,1 Prozent, allerdings entspricht die Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Steigerung von 1,0 Prozent. Aktuell sind 6854 Arbeitslose an der Bergstraße gemeldet. Im Juni waren es noch 6.376, im April 5729. Die niedrigste Quote weißt in Hessen der Landkreis Fulda mit 3,8 Prozent auf. Die höchste Quote verzeichnet die Stadt Offenbach (10,7 Prozent). (rs-red)

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