Weitere Fall von Corona-Mutante in Bürstadt nachgewiesen

Bereits am Freitag wurde je ein Fall im Gorxheimertal und Heidelberg bekannt

Mutationen des Coronavirus wurde aktuell im Kreis Bergstraße und im Rhein-Neckar-Kreis festgestellt. Musterbild © Hans R. Gelderblom, Freya KaulbarsRKI

Im Kreis ist ein weiterer Fall der britischen Corona-Mutante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Die Virus-Mutante war bei einem Infektionsfall in Bürstadt festgestellt worden. Bereits am Freitag war im Zusammenhang mit einer Bestätigung eines Sars-Cov-2-Infektionsgeschehens an einer Kindertagesstätte in Gorxheimertal eine Virus-Mutation nachgewiesen worden. Auch dabei, so jetzt die Bestätigung, handelt es sich um die Corona-Mutante B.1.1.7. Die beiden Fälle in Bürstadt und Gorxheimertal stehen nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht miteinander in Verbindung. (kb)

Artikel vom 29. Januar 2021

In Heidelberg stellte Universitätsklinikum Südafrika‐Variante des Coronavirus fest
Mutante des Coronavirus im Kreis entdeckt

Bereits am heutigen Freitagvormittag (29.1.) meldete das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises den Nachweis der sogenannte Südafrika‐Variante des Coronavirus. Die Behörde ist auch für die Stadt Heidelberg zuständig. Jetzt musste auch der Kreis Bergstraße nachziehen und teilte im Zusammenhang mit einer Bestätigung eines Sars-Cov-2-Infektionsgeschehens an einer Kindertagesstätte in Gorxheimertal den Nachweis einer Virus-Mutation mit. Ein entsprechender Vorbefund liegt dem Bergsträßer Gesundheitsamt bereits vor. Ob es sich um die gleiche Virus-Variante wie in Heidelberg handelt, wird derzeit labortechnisch geprüft.

Kita geschlossen

Das Gesundheitsamt hat eine Schließung des kompletten Kindergartens angeordnet. Die entsprechenden Kontaktpersonen stehen, ebenso wie die infizierte Person selbst, bereits unter Quarantäne. Zudem ist in diesem Zusammenhang eine umfangreiche Reihentestung vorgesehen.

Südafrika-Variante im Rhein-Neckar-Kreis

Der in Heidelberg festgestellte Typ B.1.351 ist eine Mutation des herkömmlichen Virus. Entdeckt wurde er durch das Labor des Universitätsklinikums Heidelberg im Rahmen der Sequenzierung von zunächst 200 PCR-Tests nachgewiesener Coronavirus-Fälle. Dabei hat das Universitätsklinikum Heidelberg auch mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) zusammengearbeitet.

In vier Fällen wurde dabei eine Variante des Coronavirus detektiert, die stark dem Typ B.1.351 ähnelt und als noch infektiöser gilt. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes stehen die betroffenen Personen in einem Zusammenhang. Des Weiteren teilt das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit, dass weitere relevante Virusvarianten in positiven PCR-Tests nachgewiesen worden sind. Der Nachweis, um welche Virusvarianten es sich konkret handelt, steht indes noch aus.

Quarantänezeit wird verlängert

Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises wird für positiv getestete Personen, die mit einer Mutante des Coronavirus infiziert sind, die Quarantänezeit von 10 auf 14 Tage erhöhen. Gleiches gilt für Kontaktpersonen der Kategorie 1. Diese sollen zudem verpflichtet werden, am siebten Tag ihrer Quarantäne, sich mittels PCR-Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen zu lassen. In wie weit auch der Kreis Bergstraße schärfere Maßnahmen veranlasst ist derzeit noch nicht bekannt. (rs-red)

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