Neue Konzeption für Auerbacher Bahnhofsvorplatz

Ortsbeirat stimmte für Neugestaltung und Baumsanierung

Die Neukonzeption des Auerbacher Bahnhofsvorplatzes stand als eine von drei Projektvorlagen auf der Tagesordnung des Ortsbeirates. Die Pläne wurden mehrheitlich verabschiedet.

Zu seiner ersten Sitzung seit Beginn der Corona-Pandemie traf sich der Ortsbeirat unter Leitung von Ortsvorsteher Robert Schlappner erstmals im Bürgerhaus Kronepark. Abstand wahren und das Einhalten von Hgyienevorschriften war hier, im Gegensatz zum Sitzungssaal im Alten Rathaus in der Bachgasse, kein Problem. Über neun Punkte umfasste die umfangreiche Tagesordnung, darunter allein drei Projektvorlagen und viele in der Corona-Pause angesammelten Informationen. Mehrheitlich verabschiedeten die Ortsbeiratsmitglieder die Pläne zur Umgestaltung des eher tristen Auerbacher Bahnhofsvorplatzes. Einschließlich von notwendigen Wurzelraumsanierungen an den dortigen Bäumen belaufen sich die Kosten für die vom städtischen Landschaftsplaner Ulrich Mattern-Guther vorgestellte Konzeption auf 100.000 Euro.

Verbesserung der Aufenthaltsqualität

Voraus gingen bereits mehrere Gespräche zwischen dem Bensheimer Büro für Landschaftsgestaltung, Hofmann & Röttgen, der Stadtverwaltung und Ortsbeirat. Auch der Besitzer des unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäudes wurde in die Zusammenarbeit eingebunden. Schon in der Vergangenheit hatten die Kommunalpolitiker mehrere Vorschläge entwickelt, welche auch in die Gestaltung eingeflossen sind. Die grundsätzlichen Ziele waren die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, die Anlegung von zusätzlichen Grünelementen, die Anlegung weiterer Sitzangelegenheiten und eine bessere Platzierung der Infotafeln. Die 1992 neu gestaltete Platzfläche sollte dabei in ihrer grundlegenden Struktur erhalten bleiben. Keine einfache Aufgabe, schränken die baulichen Gegebenheiten mit einem unter der Fläche liegenden Regenrückhaltebecken doch die Möglichkeiten erheblich ein.

Wurzelraumsanierung an Lindenbäumen

Während an den vorhandenen Lindenbäumen direkt vor dem Bahnhofsgebäude eine Wurzelraumsanierung möglich ist, können die entlang der Wilhelmstraße stehenden drei Linden, die auf dem unterirdischen Regenrückhaltebecken stehen, nicht erhalten werden. Diese Bäume werden durch kleinkronige Zierkirschen ersetzt. Im Bereich der Bushaltestelle und zur Otto-Beck-Straße hin entstehen durch die Verbindung der bestehenden Baumbeete jeweils zwei großflächige Hochbeete, die mit Sitzauflagen ausgestattet werden. Vorgesehen ist die Pflanzung von Blütenbäumen mit einer Unterpflanzung aus Stauden und Ziergräsern. Entlang des Fußwegs im Übergang zum Parkplatz werden Findlinge und Baumstämme vorgesehen, welche multifunktional als Sitzelemente aber auch zum Spielen und Balancieren genutzt werden können.

Infotafeln geplant

Die Hinweistafeln, die den Stadtplan und Informationen von Auerbach zeigen, werden ebenfalls in die bestehenden Beete integriert. Die vorhandene Tafel an der Unterführung wird seitlich des Treppenabgangs, zur Platzfläche hin ausgerichtet, versetzt. Eine weitere Tafel soll gegenüber an der Nordseite des Platzes im flachen Baumbeet integriert werden. Über die baulichen Maßnahmen hinaus ist am Bahnhofsvorplatz die Einrichtung einer neuen Hörstation vorgesehen. Zudem wünschen die Ortsbeiratsmitglieder -auch in Absprache mit dem örtlichen Gewerbekreis- dass zwei Halterungen für Weihnachtssterne an den dortigen Laternen angebracht werden. Entsprechende Sterne befinden sich noch im Besitz der Gewerbetreibenden. Diese müssen allerdings noch auf LED umgerüstet werden.

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