Neues Sportfunktionsgebäude ist fertig

Alter maroder Umkleidetrakt im Weiherhausstadion ersetzt

Für Sportler, Spaziergänger und Anwohner ist es noch ein ungewohnter Anblick. Wo circa 56 Jahre ein zuletzt marodes Umkleidegebäude mit Hausmeisterwohnung im südlichen Bereich des Weiherhausstadions stand, wurde nun ein neues Sportfunktionsgebäude geschaffen. Nach den Sommerferien soll es nun soweit sein: das neue in Holzbauweise erstellte eingeschossige Gebäude wird offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit dem neuen Trakt, der Schaffung weiterer Parkplätze, aber auch mit den Neubauten der im Süden des Stadions entstandenen Sportstätten der TSV Auerbach, wurde in den letzten Jahren das Weiherhausstadion fit für die Zukunft gemacht. 

Baukosten gestiegen

Während die Bauarbeiten noch eher nach Plan verliefen, war dies allerdings bei der Kostenentwicklung leider nicht so. Die Konjunktion in der Baubrache zollte ihren Tribut. Nach Eingang der Angebote der Firmen musste seitens der Bensheimer Stadtverordnetenversammlung nachlegt werden. 3,015 Millionen Euro müssen nun einschließlich der Kosten für Abriss und Außenanlagen „hingeblättert“ werden. Eine beachtliche Summe. Aus Sicht der Kommunalpolitik, der Schulen und Vereine allerdings gut angelegtes Geld, war doch der Ruf nach besseren Rahmenbedingungen an der Sportstätte unüberhörbar.

Praktische Raumaufteilung

Das nicht unterkellerte Sportfunktionsgebäude weist einen rechteckförmigen Grundriss mit den Abmessungen von circa 40 Meter mal 19,1 Meter auf und ist 5,3 Meter hoch. Den meisten Raum nimmt naturgemäß der große Gymnastiksaal mit kleiner Umkleide und eigener Toilette ein. Zusätzlich wurden auf der 587 Quadratmeter großen Grundfläche noch vier weitere Umkleiden sowie eine Kabine mit Sanitärraum für Schiedsrichter geschaffen.

Geschichte ist nach seinem Abriss der in den Jahren 1962/63 erbaute alte Umkleidetrakt im Weiherhausstadion. „Grundstein“ für den Bau des Gebäudes war die Anlegung des Hauptspielfeldes beziehungsweise des Rasenplatzes im Jahre 1961. Die Erweiterung mit der Hausmeisterwohnung erfolgte im Jahre 1973.   

Richtung Sportplatz befinden sich künftig öffentliche Besuchertoilette mit Behinderten-WC. Ferner wurden für die Platzwarte eine Werkstatt, ein Sozialraum mit Büro und Lagerflächen sowie Haustechnikräume und noch ein weiterer Mehrzweckraum berücksichtigt. Modern ist auch die Technik, entspricht sie doch der Energiesparverordnung (EnEV 2016) sowie dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). Zudem verfügt die Immobilie über Gründach und Photovoltaikanlage. Realisiert wurde das Projekt vom Frankfurter Architekten Marcus Schmitt in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Büro Bühlmeyer-Architekten aus Darmstadt. Aufgestockt wurde auch die Zahl der Parkplätze. So haben in Zukunft 28 Pkw und 26 Fahrräder im direkten Umfeld Platz.

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