Notwendige Maßnahmen für Funktion „Rettungsweg“

Kritik an Schotter und Rückschnitt auf dem Herren- und Comoderweg

Auf Kritik stießen die letzten Tage die Unterhaltsmaßnahmen auf dem Comoder- und Herrenweg zwischen Auerbacher-, Alsbacher Schloß und Melibokus. So wurde die Vegetation und das Begleitgrün der Wege ungefähr Mitte Juli zurückgeführt und grober Schotter auf die wassergebundene Decke des auch als Joggingstrecke ausgewiesenen Wanderweges aufgebracht. Maßnahmen, für die sowohl Jogger als auch Wanderer und Spaziergänger aufgrund des groben Untergrundes, eher wenig Verständnis zeigten, ist doch die Gefahr des „Umknickens“ wesentlich erhöht.

Wander- und Rettungswege

„Die genannten Wege dienen neben ihrer Funktion als Wander- auch als Rettungswege“, verdeutlichte die Revierförsterei Bensheim von Hessen Forst auf Nachfrage der Stadt Bensheim und der hiesigen Onlinezeitung. „Wir haben die aktuelle Situation allerdings auch als Problem empfunden und werden nachbessern beziehungsweise mehr versanden. Der Auftrag ist bereits vergeben“, ergänzte Revierförster Dirk Ruis-Eckhardt. Bekanntlich unterliegt der Bereich rund um den Melibokus einem extrem hohen Erholungsdruck und wird auch in sportlicher Hinsicht von Joggern oder auch Mountainbikern stark genutzt. Unfälle sind daher nicht auszuschließen, zumal die Dichte der schmalen Wanderwege am Melibokus, -rund um den Herren- und Comoderweg- allen voran der Premiumwanderweg Nibelungensteig aber auch Blüten- oder Burgenweg, sehr hoch ist.  

Grundpflichten vom Eigentümer

„Es gehört zu den Grundpflichten vom Eigentümer, in diesem Fall vom Land Hessen vertreten durch Hessen Forst, Rettungswege für Sanitäts- und gerade vor dem Hintergrund der erhöhten Waldbrandgefahr für Feuerwehrfahrzeuge bereitzuhalten. Herren- und Comoderweg erfüllen genau diese Vorgaben. Daher musste auch das Lichtraumprofil durch Rückschnitt wiederhergestellt werden“, bittet die Bensheimer Revierförsterei um Verständnis für die Maßnahme. Zur Forstwirtschaft wird der Bereich übrigens zwischenzeitlich nicht mehr genutzt, sondern wurde als Kernfläche für Naturschutz und Erholung gewidmet. Sicherheitsfällungen müssen allerdings auch in Zukunft durchgeführt werden.

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