Pfarrer Karl Michael Engelbrecht ist im Ruhestand

Verabschiedungs-Gottesdienst unter Corona-Bedingungen in der Bergkirche

Offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde am vergangenen Sonntag (6. September) der langjährige Auerbacher Gemeindepfarrer Karl Michael Engelbrecht. Unser Bild zeigt ihn gemeinsam mit seiner Ehefrau (links) und Pröpstin Held, welche die Urkunde überreichte.

Pfarrer Karl Michael Engelbrecht ist nun im Ruhestand. Bereits im Jahre 1982 trat der beliebte Geistliche seine erste Pfarrstelle auf eigenen Wunsch bei der evangelischen Kirchengemeinde Bensheim-Auerbach und Hochstädten an. 38 Jahre später wurde er am Sonntagnachmittag (7. September) genau in dieser Gemeinde aus dem aktiven Pfarrdienst entpflichtet und hinterlässt bleibende positive Spuren. Mehrere Wegbegleiter sowohl von der evangelischen als auch der katholischen Kirche, der Diakonie, vom Kirchenvorstand oder der eigenen Kirchengemeinde und örtliche Kommunalpolitiker, unter anderem Staatssekretär Dr. Michel Meister, Bürgermeister Rolf Richter oder Ortsvorsteher Robert Schlappner, fanden sich in der Bergkirche ein, um mit Grußworten Pfarrer Engelbrecht offiziell zu verabschieden. Ausgehändigt wurde dem Pfarrer seine Ruhestandsurkunde von Pröpstin Held und Dekan Kreh. Künftig will das Ehepaar Renate und Michael Engelbrecht in Viernheim, wo das Paar auch seine Wurzeln hat, leben.  

Lebenswunsch Gemeindepfarrer

„Ich war sehr gerne Pfarrer in Auerbach. Gemeindepfarrer zu sein war mein Lebenswunsch“, verdeutlichte Karl Michael Engelbrecht im Rahmen des unter strengen Corona-Regeln abgehaltenen Verabschiedungs-Gottesdienstes. Von der Vielzahl der Aufgaben und umgesetzten Maßnahmen bleiben für ihn im Rückblick zwei Punkte besonders wichtig. Dies war zum einen der Aufbau von Kindertagesstätten, wie beispielsweise im Lerchengrund und zum anderen die Maßnahmen an der Not-Gottes-Kapelle. Bekanntlich steht die Kapelle auf den Grundmauern einer größeren mittelalterlichen Wallfahrtskirche. Anfang der neunziger Jahre wurden die Grundrisse des alten Kirchenschiffs wieder ein Stück aufgemauert. Vor der Kapelle ist so ein eingefriedeter Bereich entstanden, der 2010 als Urnenfriedhof geweiht wurde. „Bis zur Umsetzung hatte es nahezu zehn Jahre gedauert. Aber jetzt ist dort eine zeitgemäße christliche Bestattung möglich“, erinnerte Engelbrecht.

Durch das Leben zum Theologen

Wichtig war für den 66-jährigen auch die Begleitung von Menschen in allen Lebenslagen. Persönliche Schicksale und die daraus resultierende eigene Betroffenheit prägten ihn. „Der Glaube an Gott gab mir immer die innere Balance“, verdeutlicht der Pfarrer und Pröpstin Held ergänzte bei der Aushändigung der Ruhestandsurkunde, „durch das Leben wurde er zum Theologen“. Gewürdigt wurde in den Grußworten nicht zuletzt auch das jahrzehntelange Wirken von Karl Michael Engelbrecht in der Diakoniestation Bensheim. Mit einem Lächeln gelobt wurde auch der Honig aus eigener Herstellung des Hobbyimkers. Ein Hobby, für das er nun in seinem Ruhestand mehr Zeit haben dürfte…

Viel Musik bei der Verabschiedung

Musikalisch umrahmt wurde der Verabschiedungs-Gottesdienst vom Posaunenchor der Gemeinde und den musikalischen Darbietungen der Familie Dreizler. Den Abschluss bildete ein Freiluft-Empfang; die Verköstigung erfolgte aus einem eigens an der Bergkirche aufgestellten Zelt. Seinen unausweichlich letzten Gottesdienst in Auerbach wird Pfarrer Karl Michael Engelbrecht übrigens am 20. September bei der Konfirmation seiner Gruppe halten. Bekanntlich wurde der ursprünglich im Mai geplante Termin aufgrund der Corona-Pandemie in den Herbst verschoben.

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