Prädikat Luftkurort: Auerbach nahm erste Hürde

Im Juli beginnen Luftqualitätsmessungen in Auerbach

Seit dem Jahr 1955 verfügt Bensheim-Auerbach bereits über das Prädikat „Luftkurort“. Alle zehn Jahre muss dieses durch den Hessischen Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte, welcher beim Regierungspräsidium Kassel (RP) angesiedelt ist, bestätigt werden – zuletzt im Januar 2010. Nun steht eine neuerliche turnusmäßige Überprüfung an.

Voraussetzungen sind erfüllt

Eine erste Hürde zur Erneuerung des Prädikats konnte Auerbach bereits nehmen. So wurde durch die städtische Verwaltung in Zusammenarbeit mit Ortsbeirat und Kur- und Verkehrsverein der Vordruck „Erhebungsbogen für Luftkurorte“ bis ins Detail ausgearbeitet, der Behörde vorgelegt und die aktuelle Leistungsstufe beziehungsweise Voraussetzungen letztendlich vom RP als positiv und erfüllt beurteilt. Der Erhebungsbogen beinhaltete neben allgemeinen Daten, Angaben zu klimatischen und lufthygienischen Voraussetzungen, Unterkunftsmöglichkeiten, medizinische Voraussetzungen, Erholungseinrichtungen, Sehenswürdigkeiten, Kurtaxe, statistische Angaben sowie sonstige Informationen für Auerbach.

Zwei Messpunkte in Auerbach

Jetzt steht als nächster wichtiger Schritt die Erstellung eines bioklimatischen und ein Luftqualitätsgutachten durch den Deutschen Wetterdienst an. Hierzu führt der Deutsche Wetterdienst ab Juli 2020 für mindestens 52 Kalenderwochen Messungen durch. Das Verfahren umfasst die einjährige wöchentliche Probeentnahme von Grobstaub und Stickstoffdioxid NO2 im Verkehrszentrum und Kurgebiet. Zusätzlich wird im Verkehrszentrum Feinstaub PM 2,5 gemessen. Als Standorte wurden wie schon in der Vergangenheit ein Platz im Fürstenlager und ein weiterer an der vielbefahrenen Darmstädter Straße auserkoren. Mit der Erstellung des Gutachtes ist allerdings frühestens Ende 2021 zu rechnen. Die Kosten für das Gutachten belaufen sich laut Kostenplan auf 7.000 Euro.

Ergebnis vermutlich erst 2022

Anschließend erfolgt noch, unter anderem mit der Beteiligung von Tourismusverbänden, eine Ortsbesichtigung. Die abschließende Entscheidung trifft letztendlich mit entsprechender Empfehlung das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.        

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