Probelauf mit Impfungen im Impfzentrum durchgeführt

Lieferung von neuen Impfdosen für morgigen Freitag erwartet

Einen Probelauf führten die Verantwortlichen kürzlich im Impfzentrum in Bensheim durch. Rechts im Bild Landrat Christian Engelhardt. Bild © kb

Einen breiten Raum nahm in der am heutigen Mittwochvormittag durchgeführten Video-Pressekonferenz mit der Kreis-Spitze die Thematik Corona-Impfung ein. 1925 Dosen hatte der Kreis Bergstraße bislang erhalten, 1552 wurden bereits verimpft, davon 1397 Dosen bei Bewohnern in bislang 15 Pflegeeinrichtungen, der Rest ging an gefährdetes Pflegepersonal. Die noch vorhandenen Impfdosen werden noch bis morgen Abend aufgebraucht, wurde doch für den morgigen Freitag eine weitere Lieferung avisiert. „Die Menge ist uns nicht bekannt. Das ist ein Überraschungsei“, erklärte Christian Engelhardt auf Nachfrage. Die zweite Impfung findet wie geplant 21 Tage nach der ersten statt, so dass der Landrat mit einer Immunisierung der Geimpften Mitte Februar rechnet. „Bislang wurde sowohl bei Bewohnern als auch beim Personal eine große Impfbereitschaft festgestellt“, so Engelhardt.

Impf-Ansprechpartner in den Rathäusern

„Aktuell findet im Bensheimer Impfzentrum ein Probelauf mit Personal der höchsten Priorität statt“, berichtete der Landrat. Hierbei werden die Abläufe beginnend von der Anmeldung über die Beratung und Impfung bis hin zum Verlassen des Gebäudes getestet. Zudem werden vom Land Hessen die über 80-jährigen Bürger mit einem Brief angeschrieben und über die Möglichkeit der Impfung im regionalen Impfzentrum im „darmstadtium“ in Darmstadt informiert beziehungsweise gebeten sich anzumelden. „Wir sind in diesem Zusammenhang dabei weitere Strukturen zu schaffen“, erklärte Landrat Engelhardt. So soll es in den Rathäusern zur Unterstützung einen festen Ansprechpartner für eventuelle Fragen von alleinstehenden älteren Mitbürgern geben. Engelhardt: „Also einen Kümmerer für diese spezielle Zielgruppe“. Zudem wird im Impfzentrum eine Kontaktstelle für die Vernetzung mit diesen Kümmerern geschaffen.

Problematik nichtmobile Risikogruppe

In der Diskussion ist aktuell die Verfahrensweise bei der Impfung von älteren Personen, die nicht mobil sind und für die aus gesundheitlichen Gründen eine Fahrt nach Darmstadt nicht vertretbar ist. Angedacht wird derzeit für diesen Personenkreis der Aufbau einer mobilen Impfstation vor Ort, beispielsweise in einem Bürgerhaus. „Dies kann aber nur für eine kleine Gruppe sein“, äußerte Engelhardt. Der beste Weg sei aber diese Personen vom Hausarzt zuhause zu impfen, was allerdings vermutlich erst mit dem Vorhandensein des Impfstoffs „AstraZeneca“, der einfacher zu handhaben ist, möglich sein wird. Engelhardt: „Das ist aber alles Zukunftsmusik“. Mit dem derzeitigen Impfstoff ist aufgrund seiner Rekonstitution ein Impfen zuhause durch das mobile Impfzentrum nicht möglich.

Im Januar drei Impfstoff-Lieferungen

Wie bereits erwähnt ist die nächste Impfstoff-Lieferung für den 8. Januar 2021 angekündigt. Hessen soll dann rund 49.000 Impfdosen erhalten. Die darauffolgenden Lieferungen mit jeweils weiteren rund 49.000 Dosen hat der Bund für den 18. und den 25. Januar 2021 terminiert. Ab dann sollen wöchentlich jeweils montags Lieferungen erfolgen. Im Januar erhalten alle Bundesländer zunächst drei Lieferungen.

Erste Impfzentren öffnen am 19. Januar  

Verbunden mit der Ankündigung des Bundes, dass ab 18. Januar wöchentlich weitere Impfstoff-Lieferungen folgen, öffnen in Hessen ab dem 19. Januar 2021 die ersten sechs Regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Ab dem 12. Januar 2021 können sich Personen aus der ersten Priorisierungsgruppe für ihren persönlichen Impftermin anmelden.  

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