Robert Schlappner als Auerbacher Ortsvorsteher bestätigt

Sechs neue Mitglieder im Auerbacher Ortsbeirat/Ausgeschiedene brachtes es auf fast 100 Jahre Zugehörigkeit

Die Verabschiedung von ausgeschiedenen langjährigen Mitgliedern stand in der jüngsten Sitzung des Auerbacher Ortsbeirats auf der Tagesordnung. Unser Bild zeigt von links Peter Leisemann, den wiedergewählten Ortsvorsteher Robert Schlappner, Achim Benick, den langjährigen Stellvertretenden Ortsvorsteher Christoph von Fumetti, Thomas Roth, Magistratsmitglied Hans Seibert und Horst Knop.

War in den vergangenen Legislaturperioden die Besetzung des Auerbacher Ortsbeirats doch recht konstant, so gab es nach der im März durchgeführten Kommunalwahl doch einige neue Gesichter im Gremium. Allein vier Ortsbeiratsmitglieder kandidierten aus Altersgründen nicht mehr, zudem fehlten zwei angetretenen Kommunalpolitikern beziehungsweise deren Listen einige Stimmen für einen Wiedereinzug. Neu im Gremium sind Natalie Reckeweg, Thomas Schrabeck (Beide CDU), Jörn Hansing, Moritz Müller (Beide Grüne), Ralph Stühling und Miriam Triefenbach (Beide SPD). Durch das Votum der Wähler wurde der Ortsbeirat auch weiblicher. Belegten bislang mit Petra Jackstein (CDU) und Barbara Ottofrickenstein-Ripper (BfB) zwei Frauen Sitze im elfköpfigen Gremium so erhöhte sich deren Anzahl nun auf vier.

Ortsvorsteher einstimmig wiedergewählt

Keine Diskussionen oder einen Gegenkandidaten gab es in der am gestrigen Montagabend (3.) im Bürgerhaus Kronepark durchgeführten Ortsbeiratssitzung für die Wahl von Ortsvorsteher Robert Schlappner, der nach einem einstimmigen (bei eigener Enthaltung) in offener Abstimmung durchgeführten Votum auch weiterhin das Vertrauen der Ortsbeiratsmitglieder genießt und nun in dritter Legislaturperiode dem Gremium vorsteht. Für die Zeit der Wahl übernahm Ortsbeiratsmitglied Michael Krapp als das an Lebensjahren älteste Mitglied den Vorsitz. Erhöht wurde die Anzahl des Stellvertretenden Ortsvorstehers. So einigten sich die Ortsbeiratsmitglieder nach einer kurzen Diskussion die Anzahl von zwei auf drei zu erhöhen. Zur Wahl standen Michael Krapp (Grüne), Barbara Ottofrickenstein-Ripper, der bisherige Stellvertretende Ortsvorsteher Dr. Rolf Schepp (FDP) und Ralph Stühling (SPD). In geheimer Wahl entschieden sich die Mitglieder die Position mit Krapp, Ottofrickenstein-Ripper und Dr. Schepp zu besetzen. Alle drei gehörten auch schon in den vergangenen fünf Jahren dem Auerbacher Ortsbeirat an. Einstimmung wiedergewählt wurde Schriftführerin Dorle Huck.


Neu konstituiert hat sich am Montag (3.) der Auerbacher Ortsbeirat. Unser Bild zeigt die Mitglieder von links Ralph Stühling, den stellvertretenden Ortsvorsteher Dr. Rolf Schepp, Thomas Schrabeck, Ortsvorsteher Robert Schlappner, Peter Jackstein, Magistratsmitglied Hns Seibert, Jörn Hansing, die stellvertretende Ortsvorsteherin Barbara Ottofrickenstein-Ripper, Moritz Müller, Miriam Triefenbach und den stellvertretenden Ortsvorsteher Michael Krapp. Nicht auf dem Bild Natalie Reckeweg.   

Besetzung des Ortsgerichts Bensheim I

Als erste Sachentscheidung des neuformierten Gremiums stand im Anschluss die Besetzung des Ortsgerichts Bensheim I (Bensheim-Mitte, Bensheim-West, Auerbach, Hochstädten, Schönberg, Wilmshausen und Zell) auf der Tagesordnung. So musste nach dem Tod von Ortsgerichtsschöffe Engelbert Helfrich die Funktion von einer Person mit baurechtlicher Erfahrung nachbesetzt werden. Als Vorschlag wurde den städtischen Gremien seitens der Verwaltung letztendlich die in Auerbach wohnende Diplom-Ingenieurin (Bauingenieurwesen) Martina Rindfleisch unterbreitet. Die 51-jährige erfüllt aufgrund ihres umfangreichen Fachwissens die Voraussetzungen, um bei Schätzungen von Grundstücken und Häusern eingesetzt zu werden. Der Vorschlag wurde vom Ortsbeirat einstimmig angenommen. Das letzte Wort hat nun die Stadtverordnetenversammlung.   

Umgestaltung Bahnhofsvorplatz wird teurer

Zur Kenntnis nahm der Ortsbeirat die Bereitstellung zusätzlicher Ausgabenmittel von 18.000 Euro für das Projekt „Bahnhofsvorplatz Auerbach, Umgestaltung und Baumsanierung“. Die Summe erhöhte sich nach der Ausschreibung durch die von Bauunternehmen abgegebenen Angebote. Der eigentliche Beschluss für die Maßnahme wurde im Juli vergangenen Jahres gefasst. Nach dem -vorausgesetzt positiven- Votum der Stadtverordnetenversammlung in der anstehenden Mai-Sitzungsrunde dürften im Sommer die Bauarbeiten beginnen.  

Gemeinsam circa 100 Jahre für Auerbach

Letzter Tagesordnungspunkt bildete die Verabschiedung der während und nach der Wahlzeit 2016 bis 2021 ausgeschiedenen Ortsbeiratsmitglieder, die von Magistratsmitglied Hans Seibert und Ortsvorsteher Robert Schlappner vorgenommen wurde. Sieben Ehemalige gehören demnach in der laufenden Legislaturperiode dem Auerbacher Gremium nicht mehr an und wirkten gemeinsam während ihrer Zugehörigkeit sage und schreibe fast 100 Jahre für Auerbach. Am längsten brachte sich mit 24 Jahren der bisherige Stellvertretende Ortsvorsteher Christoph von Fumetti ein, davon alleine 14 Jahre in dieser Funktion. Auf über 21 Jahre brachte es Thomas Roth; genau 20 Jahre war Achim Benick Mitglied im Auerbacher Ortsbeirat. Lohn ihrer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit: die Auszeichnung als Ehrenortsbeirat in der jüngsten Bensheimer Stadtverordnetenversammlung.

Zwei wollen wiederkommen

In Auerbach nicht nur als Ortsbeiratsmitglied sondern unter anderem auch als Vorstandsvorsitzender der TSV Auerbach bekannt ist Horst Knop, der es in über 65 Jahren auf fast 100 Ehrenämter bis hin auf Landesebene beim Landesportbund oder in der Metropolregion Rhein-Neckar brachte. Im Ortsbeirat selbst war er seit dem Jahre 2006 Mitglied. Vermutlich bei der nächsten Kommunalwahl wieder kandidieren werden die ausgeschiedenen Mitglieder Rolf Schulz und Peter Leisemann. Der bereits seit zehn Jahren im Ortsbeirat mitwirkende Rolf Schulz stand auf Platz drei der SPD-Liste. Bei den jüngsten Wahlen bestätigten die Wähler der SPD ihre zwei Sitze. Kein Mandat erhielten für diese Wahlzeit die Freien Wähler. Notgedrungen musste daher Peter Leisemann, der allerdings als Stadtverordneter nach wie vor den Sitzungen beiwohnen wird, nach viereinhalb Jahren aus dem Ortsbeirat ausscheiden. Lediglich zehn Monate war zu Beginn der Legislaturperiode der Auerbacher Bernd Degenhardt dabei. Ein Umzug in den Taunus verhinderte letztendlich ein weiteres Engagement.       

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