Rolf Richter wieder als Bürgermeisterkandidat nominiert

CDU Bensheim für Amtsinhaber/Überblick über bisherige Amtszeit

Erneut als Kandidat für das Bürgermeisteramt in Bensheim nominiert hat in seiner gestrigen Mitgliederversammlung die CDU Bensheim Amtsinhaber Rolf Richter. Unser Bild zeigt den Amtsinhaber mit Mitgliedern der Jungen Union, zweite von links die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz.

Die Junge Union machte es mit ihrem T-Shirt deutlich: „Aus Bensheim, für Bensheim“, prangte von der Brust des Kleidungstückes. Ein Slogan, der deutlich die Worte von Bensheims Bürgermeister Rolf Richter unterstrich: „Mein Herz schlägt für Bensheim, mein Verstand entwickelt Lösungen für Bensheims Zukunft und mein ja eher kleiner Bauch liebt diese Stadt. Das Amt des Bensheimer Bürgermeisters ist für mich als gebürtigen „Bensemer“ ein Traum“, machte das Stadtoberhaupt in der gestrigen Mitgliederversammlung (5.) der Bensheimer CDU im Wappensaal des Dalberger Hofes unmissverständlich klar. Die anwesenden Mitglieder folgten mit überwältigender Mehrheit dem Wunsch von Rolf Richter nach einer weiteren Kandidatur. 25 von 29 anwesenden Christdemokraten stimmten für den Amtsinhabern als Bürgermeisterkandidaten. Die Bürgermeisterwahl findet am 21. Juni statt.  

CDU: Nominierung von Rolf Richter selbstverständlich

Zuvor begründete Stadtverbandsvorsitzender Tobias Heinz in der von ihm gewohnt souverän geleiteten Mitgliederversammlung den Antrag von Vorstand und Fraktion zur Nominierung. „Die Kür ist kein Automatismus. Aber in der Person von Rolf Richter selbstverständlich. Wir sind stolz darauf aus den eigenen Bensheimer Reihen einen Kandidaten stellen zu können“, so Heinz und hob dessen unermüdliches Engagement und seine Ansprechbarkeit auf den verschiedensten Ebenen in der größten Stadt des Kreises hervor. „Er hat die politische Arbeit seiner Vorgänger fortgeführt, hat eigene Akzente gesetzt und packt auch schwierige Themen an“.

In fünf Jahren viel erreicht

Im Galopp gab Bürgermeister Rolf Richter in seiner Bewerbungsrede einen Überblick über die Bensheimer Kommunalpolitik und seine bisherige fünfjährige Amtszeit. In Anbetracht der Vielzahl der nicht immer einfachen Themen keine leichte Aufgabe. So wies er unter anderem daraufhin, dass Kinderbetreuungsplätze bedarfsgerecht um rund 235 Plätze auf jetzt 1783 Plätze gesteigert werden konnten. „Mein Ziel sind im Jahr 2024 rund 2000 Plätze“. Zudem wurden seniorengerechte, barrierefreie Wohnungen und weitere Pflegeplätze geschaffen oder mit der Teilnahme an der hessischen Sicherheitsinitiative „Kompass“ Grundlagen für noch mehr Sicherheit auf Bensheims Straßen und Plätzen gelegt. Der Freude über den Meilenstein zum Erhalt des Heilig-Geist-Hospitals steht der Verlust der Geburtsstation entgegen. „Als Bensheimer ist dies natürlich emotional schwer zu ertragen“, verdeutlichte Rolf Richter augenzwinkernd. Auf der Agenda steht daher der Betrieb eines Geburtshauses mit Hebammen. „Hier sind wir in den Planungen schon sehr weit“.

Bei Klimaschutz Vorreiter

Nicht einfach ist der Zuzug nach Bensheim zu bewältigen. 400 Wohneinheiten wurden in den letzten Jahren geschaffen; weiterer und gerade auch bezahlbarer Wohnraum wird in den nächsten Jahren beispielsweise in Fehlheim oder auf dem ehemaligen EKZ-Gelände entstehen. „Wir sind aber auch an einer Grenze des Wachstums angelangt und wir können nicht unbegrenzt Bauland ausweisen“, legte der Bürgermeister aber auch den Finger in die Wunde und wies im Gegenzug mit Stolz daraufhin, dass sich Bensheim beim Thema Klimaschutz nicht verstecken muss und unter anderem mit dem Masterplan 100 Prozent Klimaschutz und 35 umgesetzten Projekten Vorreiter ist. Beeindruckend auch eine Zahl: circa 19000 Beschäftigte gehen in Bensheim ihrer Arbeit nach, große Unternehmen wie TE hatten die Möglichkeit sich weiter zu entwickeln und neue Unternehmen konnten für die größte Stadt des Kreises gewonnen werden.

Fehlbetragshöchstbestand um 22 Millionen reduziert

Sein Ziel erreicht hat Bürgermeister Rolf Richter auch in Haushaltsfragen. So beträgt der Fehlbetragshöchstbestand im Jahr 2012 mit über 25 Millionen Euro zum 31. Dezember.2019 noch etwas weniger als 3 Millionen. Auf der Agenda stehen nun eine Gewinnrücklage zu erwirtschaften, um beispielweise die Abschaffung der Straßenbeiträge aufzufangen. Keinen Umweg machte Richter auch um die Thematik Innenstadt und „Schorschblick“ als Element des Konsenses aus dem Bürgerdialog und lenkte den Blick auch auf weitere Aufgaben der Innenstadtbelebung. Ein klares Wort sprach Richter auch zu den Planungen der Sparkasse. „Wenn irgend möglich und finanziell darstellbar muss die Sparkasse in der Innenstadt bleiben!“, erläuterte der Bürgermeister, wohlwissend, dass die Sparkasse aktuell Alternativen prüft und nach Lösungen sucht. Anliegen waren und sind dem Stadtoberhaupt auch die Belange der Ortsteile und der Vereine. Dass dies auf fruchtbaren Boden stieß zeigte in der Mitgliederversammlung alleine schon die Anwesenheit von sechs Ortsvorstehern.

Erst zwei Nominierungen

Bisher hat neben Amtsinhaber Rolf Richter (CDU) lediglich der Landtagsabgeordneter aus Baden-Württemberg, Manfred Kern (Bündnis 90/Die Grünen), seine Bewerbung abgegeben. Die FDP hat auf die Nominierung eines eigenen Bürgermeisterkandidaten bereits verzichtet. Die Bewerbungsfrist endet allerdings erst am Ostermontag, den 13. April.  

Text Post 2, Werbung