Schönberg: Ortsspaziergang im Rahmen Dorfentwicklungsprogramm

Stadtteilvertreter diskutierten entwicklungswürdige Punkte des Ortes

Entwicklungsfähige Punkte und Dauerbrenner diskutierten Teilnehmer eines Ortsspaziergangs im Rahmen des Landesförderprogramms Dorfentwicklung in Schönberg. Unser Bild zeigt links Ortsvorsteher Michael Lortz und seinen Stellvertreter Holger Steinert (Dritter von links). Bild © privat

Fünf Stationen umfasste der Ortsspaziergang in Schönberg im Rahmen der Aktivitäten des Landesförderprogramms Dorfentwicklung, welches zum Ziel hat, die ländlichen Stadtteile Bensheims in ihrer Funktion als Wohn- und Lebensstandorte zu stärken und diese als attraktive und lebendige Lebensräume auszugestalten. Die Ortsbeiratsmitglieder Michael Lortz, Klaus Schulz, Anja Schmitt und Holger Steinert sowie der Verschönerungsvereinsvorsitzende Manfred Schaarschmidt schauten sich zusammen mit Jutta Scheurich von der Verwaltung und zwei Mitarbeitern des beauftragten Büros FIRU entwicklungs- oder verbesserungswürdige Punkte in Schönberg an, damit diese neben den Anregungen aus der Bürger-Onlinebefragung ergebnisoffen in die weitere Betrachtung aufgenommen werden können. 

Freilegung Lauterufer diskutiert

Erster Punkt nach einer kurzen Einweisung ins Thema war eine eventuelle Freilegung mit Geländeanpassung von Teilen des Lauterufers entweder im Bereich Schafsbrücke und/oder Sparkassenparkplatz und/oder Haus am Dorfplatz, um Zugang und Aufenthalt dort zu ermöglichen, wie es bereits in Bensheims Mitte begonnen wurde. Für und Wider sowie die Machbarkeit wurden diskutiert, wobei die Stelle am Sparkassenparkplatz als sehr eng und problematisch gesehen wurde, bevor es weiter ging über den Rosengrund zur Teichanlage am Friedhof. Die teilweise unbefestigte Straße ist in diesem Bereich sowohl im Hinblick auf Interessierte als auch Besucher von der Marienkirche, des Friedhofs und des evangelischen Gemeindezentrums verbesserungswürdig.

Dauerbrenner angegangen

Ein Dauerbrenner aus dem Ortsbeirat wurde auch beim Ortsteilspaziergang angegangen, die Teichanlage gegenüber dem Friedhof und ihre unmittelbare Umgebung. Nach wie vor möchten die Ortsbeiräte, dass der inzwischen nahezu vollständig zugewachsene Teich ausgebaggert und die Wasserfläche wieder vollständig sichtbar wird, statt das Gewässer weiter versumpfen zu lassen. Auch das Areal davor, auf dem bereits zwei Sitzbänke und ein Tisch sowie eine Reihe von Sandsteinquadern vorhanden sind, könnte weiter aufgewertet werden, damit die Aufenthaltsqualität zum Verweilen einlädt. Ein dritter Punkt wäre die Zugänglichkeit zum Bachlauf, um die Aufenthaltsqualität besonders für Kinder zu steigern.

Anschließend ging die Gruppe zum Schloß, wo man sich einig war, dass es sehr schön wäre, wenn Schloß und Schloßpark wieder für die Öffentlichkeit zugänglich wären, zumindest an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Anlässen, wenn schon eine dauerhafte Öffnung nicht möglich sei. Zum Abschluss sahen sich die Teilnehmer noch den Spielplatz im Hofweg und am Haus am Dorfplatz an, die beide in gutem Zustand seien und gut angenommen würden.

Fehlende Gastronomie bedauert

Bei der Abschlussbesprechung im Haus am Dorfplatz kam zur Sprache, dass es für Schönberg, wie auch für andere kleinere Ortsteile im unteren Lautertal, von Nachteil sei, über keinerlei nennenswerte örtliche Gastronomie zu verfügen. Zudem wurde deutlich, dass Schönberg durchaus über interessante historische Punkte verfüge, man diese aber besser vernetzen müsse, damit Besucher diese in einer Art Rundgang besser auffinden und erleben könnten.

Hervorgehoben wurde, wie auch bei der Onlinebefragung der Bürger bemerkt, dass einerseits die Aktivitäten von Feuerwehr und Verschönerungsverein löblich seien, andererseits aber kaum noch andere Aktivitäten im Dorf erkennbar seien. Hier gelte es, insbesondere die in den letzten Jahren hinzugezogenen Bürger zu interessieren und einzubinden. (red)

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